Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1740254
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Goujon, 
Goujon , 
dern das Basrelief, welches den Tod und die Auferstehung allego- 
risch darstellt. Man sieht hier eine Nymphe, deren Lebensfaekel 
der Genius auslöscht. Hinter ihr sind Satyreil, Faune und Drya- 
den, Symbole der Fruchtbarkeit, der Regeneration und der Un- 
sterblichkeit im nxusikalischen Vereine. Von höchster Schönheit 
ist das Basrelief, welches Christus am Grabe vorstellt, und von 
welchem Lenoir sagt, dass die Griechen nichts Besseres hervorzu- 
bringen im Stande gewesen. In das Museum kamen auch die 
Bronze der Thiire des Schlosses von Anet, und einige Sculptu- 
ren aus dem Schlafzimmer der Diana von Poitiers; ferner die Mar- 
morgruppe der Diana auf den Hirsch gelehnt und von Hunden 
umgeben. Dieses herrliche Werk, so wie Christus am Grabe, liess 
Lenoir für das Musde des Monumens francais III. IV. stechen. 
Eine stehende Statue der Diana mit dem Bogen zierte zu Lenoii-"s 
Zeit das Schloss in Malmaison. Von Goujon sind auch die Sculp- 
turen des Schlosses von Couen, welches der Connetable Anne von 
Montxnorency 1517 während seiner Verbannung vom Hofe ver- 
schönerte. Diese Werke hat man dem J. Bullant zu eschrieben, 
Audot aber hat die Bildwerke unserm Künstler vindicirt. gieser Mann 
publicirte ein Werk: Oeuvre de J. Goujon, grave au trait d'arme: 
des statues et ses basreliels par M. Reveil. Paris 82g  55. 18 
Lieferungen in r. 8. Im Jahre 1850 fand man beim Abbruche 
eines Hauses in der Bernhardiner Strasse zu Paris Sculpturen, die 
ebenfalls dem Jean Goujon zugeschrieben werden; doch sagen 
Kenner, dass diese Werke nicht aus der guten Zeit unsers Künstlers 
seyn können. 
Jean Goujon fertigte für die Catharine von Medicis auch meh- 
rere Medaillen. 
Goujon-Devxlhers, Anton Abraham, Kupferstecher, geb. zu 
Paris 1784, gest. 1818. Er besuchte anfangs die Schule David's, 
um die Malerei zu erlernen, dann aber widmete er sich unter Fos- 
seyeux Leim? der Gravirkunst. Er stach mit seinem Bruder Ezien- 
ne mehrere lätter für die Oeuvres de La Fontaine, herausgege- 
ben von Lefevre; einige Ansichten für die Voyage en Egypte und 
für die Sammlung des Museum von Filhol: 
Die Betrachtung des Philosophen, nach Rembrandt. 
La Meditation, nach demselben, 1812; 
Die Darstellung Christi im Tempel, nach demselben. 
 La lecture de 1a bible , nach G. Dow. 
Goujon-Devilliers, Etienne, Kupferstecher und Biruder des Obi- 
gen, wurde 1735 zu Paris geboren, und von Bertin HI der liunsg 
unterrichtet. Man hat von diesem Künstler mehrere Blätter, und 
bei Gahet sind folgende genannt: 
St. Franoois des pecheurs. 
La mute de Pouzzoles. 
Le port de Sorrento. 
Zwei Ansichten aus der Umgebung von Neapel und Caeamiciola, 
nach Turpin de Crissö, 1827. 
Le bocage, nach C. Dujardin. 
Verschiedene Blätter für die Oeuvres de La Fontaine, Rousseau 
und Molierc, von Lefevre publicirt, nach Deäennäs und Da- 
libon's Zeichnungen. 
_Solche für das grosse Werk über Aegypten, für das Musee de 
Filhol und für 'l'uryin de Crissäs Souvenirs de Nßplßl- 
Goujon, Ü. S. Goujeou.
        

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