Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1739848
Goetze. 
Goetzloß, 
Wilhelm. 
Carl 
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hfl, doch haben wir vergebens auf Nachrichten über seine näheren 
Werballnisse und bestimmte Angaben seiner Leistungen gewartet. 
Man hat von seiner Hand eine schöne Medaille auf Thorwaldsen, 
ßlne solche mit dem Bildnisse des Königs etc." 
GOEIZCIIIJGTgGP, ilaküb; Historiemnaler aus Heidelberg, wurde 
zu Anfang unsers Jahrhunderts geboren. Von der Natur mit einem 
schönen Talente ausgerüstet, widmete er sich 1820 auf der Alia- 
demie der Künste in München dem Studium der Iiuiist und spä- 
ter war es besonders Peter von Cornelius, dessen Leitung er sich 
anvertraute. Durch die Verwendung des Meisters Cornelius fand 
er Gelegenheit, in der akademischen Aula in Bonn "sein seltenes und 
bedeutendes Kuustvermögen zu offenbaren. Er malte daselbst die 
Philosophie und von ihm ist da auch die Composition von mehr 
als 70 lebensgrossen Fi uren, die Gerechtigkeit mit den berühm- 
testen Gesetzgebern und Rechtsgelehrten vorstellend.  
Goetzenberger lieferte auch Oelbilder, die in (Ioncegtion und 
Ausführung nicht minder ein reiches und schönes Talent verkün- 
den. Sehr interessant ist das Stadeleibild, welches in einem lebens- 
ärossen weiblichen Iiniestiick die Gewalt der Schönheit, als Zau- 
enn darstellt. Es ist dieses eine schöne Frau mit eheimnissvol- 
lem Diadem und Zauberstab in einem reichen gothisäieu Armsessel 
sitzend, mit Globen und Astrolahien umstellt. Dieses Bild, in 
welchem der Iiiinstler seine Schwester abbildete, wurde für des 
 Grafen liaczinsky Prachtwerh: Geschichte der neuern deutschen Kunst 
von Cherrier in Holz geschnitten, und in eben diesem Werke 
ist die Philosophie in Iiupier gestochen.    
Im Jahre 1835 wurde Goetzenberger grossherzoglich Badischer 
Holinaler und Gallerie-Inepektor in Mannheim. 
Goßtzlngef, Johann Samuel; Merlailleur undWachsbossirer, der 
179i als fürstlicher Hammer-Medaillen zu Ansbach in 57 Jahre 
starb. Er fertigte verschiedene Medaillen , schnitt in Glas 
und Stein, machte Glaspasten und Schwefelabgiissc und bossirte 
Bildnisse in Wachs. Er lxinterliess auch Söhne, welche seine Iiunst 
übten. Auf des älteren Goetzinger Werken stehen die Initialen I. 
S. 6., oder der abgekürzte Name GOEZ. 
Goetzinger, Johann Gregor, Steinmetz, der 1727 in Salzburg 
 starb. Von ihm sind die colossalcn Säulen unter dem Portal der 
Iiirche zum heil. Erhard in der Salzburgischen Vorstadt Nonnthal. 
Sie verrathen in der Arbeit einen geschickten Bildhauer, und Pill- 
wein sagt, dass man vor diesem Portal mit Bewunderung steht. 
Goetzloif, Carl Wilhelm, Landschaftsmaler aus Dresden, wo er 
1805 geboren wurde und sich in den Anfangsgriinden der Iiunst 
"P19, bis er, schon als vorzüglichen-Künstler, 1823 nach Italien ging, um 
die grossartige Natur und die Denkmäler jenes Landes zu studieren. 
Er hielt sich lau e Zeit in Neapel auf, und in Rom sah er sich ge- 
nau  überall {lzeschäftiget das Merlswiirdigste zu zeichnen. Auch 
verschiedene architektonische und andere Ansichten malte er, be- 
sonde" Wich aber ist sein Portefeuille an interessanten Zeichnun- 
gen und Studien. Er lieferte auch mehrere Skizzen und Zeichnun-s 
g?" z" B-Ovou UxliiilPsTieise in die Levante und später wurde ihm 
die Al-{Slelchnung zu Theil, dem Prinzen Leopold von Coburg 
Untefrlcht mndef Landschaftsmalerei zu ertheilen.  
Seine Gemälde sind schön gedacht und fleissig ausgeführt und S18 
gehören zu dcnbesten EILBLlgDlSSEIJ der neueren Landächaftsmalerei
        

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