Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1739554
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Glaser , 
Hans 
Wolfgang. 
Glauber , 
Johann. 
Gl35er9 Hans VVOIfgaUga Formschneider und Buchdrucker zu 
Nürnberg um 1565, wenn nicht gar zwei verschiedene Personen. 
 In diesem Jahre erschien bei ihm: IiurzerAuszug von Geschichten, 
die sich zugetragen haben, mit Iiriegsübungen und Belagerung der 
Insel Malta 4.  
Man hat von ihm eine Cupie von'Diirer's heil. Familie 1519, 
doch fehlt in der Copie diese Jahr-zahl. Helldunkel, H. 11 Z- 
3 L., Br. 8 Z. 2 L. Auf den Alaclrücken von der schwarzen 
 Platte fehlt Diirefs Zeichen. Die alten Abdrücke haben oben: 
Sancta Anna und unten: Hans Glaser Briefmaler auf S. Loren- 
zenplatz. 
Aus seiner Druckerei ging auch ein Gedicht mit dem Bildnisse 
A. Dürer's hervor. Dieser beriihmteMeister ist hier in seinem 56 
Jahre dargestellt. S. Heller's Leben Diirer's II. 145- 
Glaser, Jerennass, Iiupferstecher, dessen LebensierhiillniSSß Wir 
_nicht erfahren konnten. Er copirte Rembrandts Blatt mit dem 
nackten VVeibe, das Bartsch N0. 198 beschreibt. Glaser SClZlß Iwßll 
den Engel des jungen Tobias nach A. Elsheimer hinzu. Das Blatt 
ist bezeichnet: Jereinias Glaser fcc. 1650. 
Glaser, Ernst Edllßfd, Zeichner undliilpferstecher, der sich auf 
der Kunstschule in Meissen bildete. Man hat von ihm Landschaften 
in" Sepia getuscht, und auch solche in Kupfer gestochen. 
Glasewald, Ephralm Wolfgang, Architekgder1755zuWilschdurf 
geboren wurde. Er war anfangs Maurer und dann erhielt er die 
Stelle eines Baultondulsteurs, in welcher Eigenschaft er 1786 den 
Bau der Wittenbergischen Blbebrücke leitete. 
Glasewald, Friedrich Wilhelm, Architekt, der die Stelle eines 
h. preussischen Bauinspelstors bekleidete. Er gab ein Werk her- 
aus, unter dem Titel: Malerische Darstellungen des Gartens zu 
Machern, 2 Abth. mit g Landschaften in fol. und 5 Vignetten 4. 
Berlin 1793. Leipzig 1802. 
 Das Tudesjahr dieses Künstlers kennen wir nicht. 
GIEISSBP, Alßliallder, Kupferstecher zu Augsburg, wo er um 1758 
an dem Engelbrechtischen Architektur-Werke arbeitete. 
GlatySZ, s. Glaclysz. 
Glauber, JOllüDH, LandschaftsmelerundIinpferstecher, genanntPo- 
lidor, war ein Deutscher von Abkunft, wurde aber 1646 zu Utrecht 
geboren. Sein Vater lvollte ihn nicht zum Künstler erziehen und 
59 war er in den Anfangsgriinden der Kunst sein eigener Lehrer, 
bis er endlich bei N. Berghem regelmässigen Unterricht erhielt. 
Die Fortschritte, welche er hier machte, waren bedeutend, doch 
bald erfüllte ihn die Sehnsucht nach Italien, wo sich seinem Auge 
schönere Formen darboten, "als Berghexn sie ihm zu zßiggn V81- 
mochte, wie denn überhaupt sein Sinn fur Schönheit dcl-Nahu- in 
hohem Grade ausgebildet war. In) Jahr 1571 ging er mit Seinem 
siebzehnjiihrigen Bruder Johann Guttlieb nach Paris, wo er bei dem 
Blumenmalur Picart ein Jahr verweilte_; l'ii(rraul' malte er zwei Jahre 
bei A. van der Cabel in Lyon, und endlich konnte er Italien 
schauen, wo er mit Eifer die landschaftliche Natur studierte. Er 
hielt sich zwei Jahre in Rom auf, wo ihm die Schilclerbent den 
lieinaincxi Polidor gab; hieraufßging er nach Padua, und Ilüßll 111 
Venedig blieb er zwei Jahre, uberall mit seiner Ausbildung _be- 
schüftiget. Endlich 1mm er wieder in Hamburg an, Wo man llllü
        

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