Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737390
Garbcn, 
Christian 
Emanuel. 
Garbo  
Staffaelino 
Zwei Drittel der Arbeit waren bereits vollendet, als ihn beim 
Stiche des Kopfes der Maria die Apoplexie überraschte, wor- 
auf der Tocl erfolgte. Die Zeichnung, welche er zu diesem 
Stiche fertigte, wurde allgemein bewundert. 
Garavagliafs Blätter sind gewöhnlich in grossem Formate. 
Garben, Chnstian Emanuel,_Fre1he1jr von, Iiunsuiebhahcr, 
der in der Baukunst und in der Miniaturmalerei sehr erfahren war. 
Er fertigte schöne architektonische Risse, und auch einige histori- 
sche Stuclae radirte er. 
Starb zu Calais auf der Reise um 1750- 
Garbet; 5-; Medailleur, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind. 
Sein Name steht auf einer Medaille des Cardinals Fleury von 1'741. 
Qarbieri, Lorenzq, Maler vonBologna, Nipote dei Carracci 
genannt, weil sein Oheim, der ihn der Schule des Ludovico 
 Carracci übergab, bei jeder Gelegenheit fragte, was der Neffe (ni- 
pote) mache. Der Sign. Nipute war ein gelehrter und geachteter 
Künstler, aber sein iinsteres Gemiith spricht iiberall aus seinen 
 Werken. Seine Muster wwuren Ludovico und Carravaggio, und der 
 Gegenstand seiner Eifersucht Guido Beni, dem er durch eine kraft- 
volle Manier entgegen treten wollte. Allein seine Physiognomien 
waren nie so schön, als die eines Guido, wenn er auch in For- 
men und Stellung grossartiger erscheint, als dieser Meister. Gui- 
do's Lieblichlseit siegte über GarbierPs Melancholie. 
Er lieferte für Iiirchen mehrere Gemälde, von denen die in S. An- 
tonio zu Mailand an Carracci erinnern; er huldigte aber zu häufig 
der wilden Manier Carravaggids. Diese sagte seinem Hange zu 
erschütternden Darstellungen zu; denn die Mehrzahl seiner Bil- 
gcir stellen traurige Sceneu, Mord, Todesschrecken, Leichen und 
ut rar. 
In Mantua sollte Garbieri Hofmaler werden, er zog aber eine 
reiche Heirath vor, und von dieser Zeit an opferte er der Verwal- 
tung seines Vermö ens die Kunst. Was er jetzt noch malte, ist 
nicht mehr musteräaft. Er starb 165.71 im Tnltten oder 75sten Jahre. 
J. B. Giovannini hat nach ihm ein Paar Blätter gestochen. Mitclli 
4 ätzte eine Kreuzabnehmung. 
Garbierl, Carlo, Maler und Sohn des Obigen, der aber als rei- 
cher Herr die Kunst nur zu seinem Vergnügen übte. Die weni- 
gen Iiirchenbilder, die man findet, sind Geschenke von ihm, sie 
ieigen aber, dass er mit Fleiss dem Vater hätte gleichlaommen 
onnen. 
Garbo, Raiiaelino del, Maler zu Florenz, und Schiiler von' 
Filippino, ein Künstler, der in seiner friihen Zeit glänzte. Er 
malte in einer fleissigen, lieblichen Manier, und Anrnuth spricht 
aus seinen Iiö fen. Mit besonderer Zierlichkeit verfuhr er in der 
Gewßndung. 'goch nach kurzer Jugenclbliithe biisste er Glück 
und Talent ein. Als Vater einer zahlreichen Familie kam er im- 
mer mehr in Verfall, und endlich starb er arm und verachtet 1524 
imi57sten Jahre, oder, wie Vasari angibt, 91'511 48 Jahre 31T- 
Lanzi rühmt seine Auferstehung Christi in Monte Oliveto zu 
Florenz, kleine amnuthige Figuren. Sein Hauptbild ist im Iireuz- 
schiffe der Iiirche S. Spirito zu Florenz.  
_Im Museum zu Berlin sind etliche Bilder von ihm, besonders 
zwei grosse Altartafeln, beide mit der heiligen Jungfrau mit dem
        

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