Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1739151
192 
Giorgiü , 
Eusebio 
da 
San. 
Giotto 
di 
Bondone. 
Giorgio, EUSGlJiO da 500,! Maler von Perugia, der um 1473 ge- 
boren wurde, und um 1550 starb. Sein Meister war Pietm Peru- 
ino, und diesem fulvte er auch im Styl der Zeichnung, aber ill 
äen Tinten war er schwächer, wie Lanzi urtheilt. Dieser Schrift- 
steller kannte vo_'n Giorgio in San Francescu di Ma-telica ein Bild 
mit mehreren Heiligen und der Jahrzahl 1512- Besser colorirt fand 
er das Bild mit der Anbetung der Magier in S. Agostino. 
Giorgio, BBHNITÖO da S811, Maler zu Florenz um 1565. Seiner 
erwähnen die Lettere sulla pittura I. 141. 
GlOPglO, MaCStPO, Edelsteinschneider von Mailand und Zeitge- 
nosse des M. Ambruogio. x 
GiOPgiO, Slmülle di, Bildhauer zu Rom, der um 1690 fiir ver- 
schiedene Kirchen arbeitete. 
Giorgione, Beiname von G. Barbarelli. 
Giosafatti, Giuseppe, Bildhauer und Architekt von Ascoli, Schii- 
ler seines Oheims L. Morelli. Er arbeitete in seiner Geburtsstadt, 
zu Rum, in der Mark Ancona und im Neapolitanischcn. 
Starb 1751 im 90. Jahre. 
GiOtUIIO, S. Toiiimaso di Stefano. _ 
GiOlZIO d! BOIIÖOIIB, eigentlich Ambrogiotto Bondone, Maler, 
Bildhauer und Baumeister aus Florenz, ein_ Künstler, dessen Ruhm 
in ganz Italien und selbst im lernen FraDkTCICll sich verbreitete. Die- 
ser Mann, der in den Annalen de_r_inodernen hunstgeschichte oben 
ansteht, dessen Andenken die Tradition durch alle Epochen hindurch 
bewahrte, und der so viele zum Enthusiasmus steigerte, war der Sohn 
einesLandmanns, Namensllondone. DasLicht der Welt erblickte 61' 
zu Vespignano ini Florentinischen, nach Vasarfs Angabe um 1276i 
oder wie Baldinucci gefunden zu haben glaubt, im Jahre 1267. Er 
musste das Vieh hüten, und als zehnjähriger Hirtenknabe zeichnete cf 
seine Schaafe in Sand oder auf Stein 'im Umrisse nach. Einmal 
führte ein glücklicher Zufall den Cimabue herbei. und dieser Meister 
erkannte in jenen ersten Iiunstiibungen den innewohnenden Fun" 
ken. Er erbat sich vom Vater den Knaben, nahm ihn mit sißll" 
nach Florenz und ordnete selbst väterlich sein Schicksal. Nun g? 
noss der Knabe einen regelmässigeren Unterricht in der liunäiv 
in welcher er in kurzer Zeit solche Fortschritte machte, dass 
er den Meister weit hinter sich znriickliess. Ungemessen ist 
daher sein Lob, auch als eines Malers, der eine neue Richtung 
der liunst bezeichnete. Indessen ist seine swirksamkeit und sein 
Verdienst noch immer nicht begründet dargestellt, die Urtheile irü" 
hercr oder späterer Schriltstcllen sind häufig widersprechend, ge- 
wagt und unwahr, und im Verzeichnisse der ihm zugeschriebenen 
Werke sind nur ein Paar beglaubigte Tafeln. Seine Zeitgenosse? 
nannten ihn einen Maler der Natur, und Boccaccio meint, dass bli 
auf Giotto die Kunst völlig begraben war. Allein H_ v_ Rumohf 
hat in seinen italienischen Forschungen das Gegenthen gczeigfi 
und dass es auch mit jener gepriesenen, bis zur Täuschung gestßl" 
gerten Naturnachalimung nicht volle Richtigkeit habe. Jene alten 
Gewährsmänncr mussten im Vergleiche mit; den Vvgrken der frühe" 
ren Zeit von jenen des Giotto allerdings begeistert werden, doch 
sind ihre Urthcile übertrieben und das einmal gespendete 1101i 
pflanzte die Tradition, nicht selten unter veränderter Wortfcflm 
durch alle Jahrhunderte fort. Boccaccio sagt, dass die Natur Dich"
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.