Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1738814
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Gibelin, 
Esprit. 
Antoine 
G ib ert , 
Joh. Baptist Adolph. 
er den grossen Preis in der Landschaftsstechcrei. Man hat von 
ihm neben andern vier kleme Anslchten von Brüssel. 
Dieses Ixunstlers erwahnt Gabet 1m Dxctlonnalre des artxstes. 
Gibelm, AIIEOIIIC ESPPIII, Maler, geb. zu Aix 1759, gest. 181d. 
Er studierte lange Zeit in Italien und hier erhielt er den Preis der 
Akademie zu Parma mit dem Bilde, welches Achill im Iianipfe mit 
Scnmander vorstellt. Im Jahre 1771 kehrte er nach Paris zurück, 
und hier führte er zuerst in der medicinisehen Schule mehrere 
Frescnbilder aus, neben andern sechs lebensgrosse Figuren: die Os- 
teologie, Chirurgie etc., und colossal malte er die Gestalt der Hy- 
jea. Hierauf; malte er am südlichen Fronten der Militärschule den 
hat's mit Attributen und in der Kirche der Kapuziner der Chaussee- 
d'Antin malte er die Predigt des Iiirchenpatrons in Fresco. 
Gibelin malte indessen auch mehrere Bilder in Oel, und eine 
rosse Anzahl von Zeichnungen sind in den Händen der Liebha- 
äer. Indessen gehört Gibelin weder zu den guten Coloristen, noch 
zu den correkten Zeiehnern, seine Gedanken aber sind originell, 
edel, die Composition malerisch, und dabei herrscht darin jene Gra- 
zie, welche den Franzosen gefällt. Als Frescoznaler erwarb er sich 
besondern Beilhll, und die Zahl solcher Werke in ößentlichen und 
Privatgebäuden war bedeutend.   
Auch etliche geätzte Blätter finden sich von seiner Hand:  
L'accouchement, nach der Darstellung in der chirurgischen Schule 
zu Paris, neben andern in der Description des cooles de chirur- 
gie par M. Gondoin, 1780 fol. S. auch Gribelin. 
La coalition und Punission, zwei Allegorien aus der republika- 
nischen Zeit. 
Venus guidant les traits de l'amour. 
Auch nach ihm wurde Einiges gestochen: von Perporati la prät- 
resse colnpattissante; von Walperga la correction conjugale; von 
Beisson le chagrin monte en croupe et galope avec lui etc. 
Gibelin ist auch als Schriftsteller zu erwähnen, und seine archäo- 
logischen Werke werden in der Biographie universelle neben sei- 
nen farbigen und monochromatischen Fresken näher bezeichnet. 
Eines seiner Werke handelt von dem Ursprunge und der'Form 
der republikanischen Freiheits-Iiappe, worin er beweiset, dass" 
 diese in jener Gestalt bei den Alten vielmehr dasZeichen der Skla- 
 verei war. Diese Abhandlung erschien 1796 in 8, mit 5 Ii. 
Er schrieb auch zwei Memoires iiber den Borghesischen Fechter, 
im IV. Band der Memoires des Instituts. Gibelin wollte damit be- 
weisen, dass wir hier einen Ballspieler aus dem Alterthume haben. 
Ueberdiess hat man von ihm noch andere archäologische Abhand- 
lungen.  
E: ist dieses jener Gibelin, der in- Fiisslfs Supplenienten zum 
Iiiinstler-Lexicun dreimal hintereinander folgt; 
Gibert, Johann BapIlSt AÖOlPlI, LandschaftsmalerzuParis, aber 
139g in Guadelouye geboren. Er studierte seine Iiunst unter G. 
Lethiere und dass er hierin Fortschritte machte, beweisen die Preise, 
welche er gewann. 1th Jahre 1825 erhielt er den zweiten grossen 
Preis und die ersteMedaille, und der grosse Preiswurden ihm 1829 
zu Theil. Er wählte das Fach der historischen Landschaft, und 
hierin lieferte er bereits schätzbare Bilder von nicht unbedeutender 
Grösse. Gabet verzeichnet einige derselben: die Jagd des calydo- 
nischen Eber, Daphnis und Chloe, Cleobis und Biton, den Tod 
des Adonis.
        

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