Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1738800
Gibb ons , 
Grieling. 
Gihhle, 
Jean 
Ncponm, 
157 
Schönheit ansprechen. Nun wagte sich Gibbons auch an grössere 
Arbeiten in Holz und Stein. Ein wahres Meisterwerk nennt man 
seine in Ilolz geschnitzte Steinigung des heil. Stephan ,__welche zu 
"Walpoläs Zeiten der Herzog von Chandos besass. Fur den Hof 
des Bamluetting-Honse führte er die Statue Jakob II. aus, die auf 
der Stelle errichtet wurde, wo Carl I. sein Blut vergoss, und Jakob 
selbst ist vorgestellt, wie er ernst sinnend jene Stelle betrachtet, wo 
Iiiinigsblut floss. Goede (England III. 150) rühmt den Ausdruck der 
Statue als uniihertrefflieh, und dasGanze als einWei-k von einfachem, 
grossartigem Charakter. Von Gibbon ist auch das [iriiehtigc Denkmal 
des ViscountBaptistNoel Camden in der Kirche zu Extan in lintlantl- 
shire, das lmnhwerk im Thore der St. Paulsl-iirche, das trelfliche Basre- 
lief des Abendmalszu Burleigh und einige kleine kunstrcich geschnitzte 
Sachen zu Chatsworth. VValpole besass von ihm eine llerodias 
mit dem Kopfe des Täufcrs und ein Relief aus Elfenbein. Ein grosser 
Beichthnm von mannigfaltigen Arbeiten Gibbons war im Schlosse 
zu Petwort, das ein Raub der Flammen wurde. Dallaway be- 
schreibt diese Schnitzwerke. Andere sind zu Windsor und zu Holm' 
Lacey, einem Gute des Ilerzogs von Norfolk. Auch in der Capelle 
von Üinity-College zu Oxford sind Sculpturen von ihm, und im 
Hof der Londner Börse riihrten von seiner und von C. G. Cib- 
ber's Hand die meisten Statuen her. In der Westminster-Abtey ist 
Newton's Monument von seiner Hand gefertigt, überhaupt sind die 
Arbeiten dieses liiinstlers in England häufig. Sie werden sehr ge- 
rühmt; allein sie sind durchaus keine Muster des guten Geschma- 
 ckes, aber mit ausserortlentlichem Fleissc vollendet. Besonders ge- 
schickt war er in Darstellung von Blumen, und seine Vögel sind 
so ausgearbeitet, dass man fast die Federn zählen kann. Spitzen 
und Halskraixsen wusste er trotz der zartesten Damenhand zuzu- 
richten, so wie er sich denn gerne mit künstlichen Tiindeleien be- 
schäftigte. Solche kleinere Sachen gelangen ihm auch besser als 
Statuen, obgleich man auch solche geriihmt findet. Nachrichten 
über diesen Iiiinstler, der 1721 starb, findet man bei Walpole und 
dßrgensville; auch in Fiorillofs Geschichte der zeichnenden Iiiinste 
inEn land. Watelethätte lieber von ihm geschwiegen, wenn er 
bis daliin nicht fast der einzige englische Bildhauer gewesen wäre. 
Heinecke verwechselt ihn mit G. G. Cibber.  
Glbbs, James, Architekt, geb. zu Aberdecn 1685, gest. 1754- '13? 
studierte seine Kunst in Italien, und bald nach seiner Irlcunkchr 
wurden ihm verschiedene Bauunternehmungen anvertrant. _Die 
Iiirche des heil. Martin in Lenden, woran funf Jahre lnit einem 
Aufwandc von 32,000 Pfd. St. gebaut wurde, und ein vierecl-iiges 
Gebäude zu Oxford in missverstandenem gothisclnen Styl haben" ihm 
l Ruhm erworhen. Ueberhaupt erkannte er das lädledind Wurde- 
volle der Baukunst nicht und daher darf man m seinem Werke: 
Bßßk of architecture, cuntaining designs of buildings and orne- 
mems; London 178g, keinen reinen Geschmack in Conslrnhtion 
um! Zeichnung suchen. Dieses Werk hat 150Blätter mit architek- 
tonlschen Zeichnurwen aus der Verclrehunsgs- und Verschniirkelnngs- 
Perlqde- lmlessen- tilvar Gibhs einer dcribedeutendsten englischen 
Architekten seiner Zeit ip England. 
Glhele? Jea? NePOIn-y Iiupferstechcr in Aquatinta zu _Paris, S7" 
aber ITTS 1m VViix-tembergisclien geboren wurde. Er hildete Sjdl 
auf der Akademie der schönen Künste in Wien und 1801 erhielt
        

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