Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1738553
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Ghiberti , 
Lorenzuo 
di "Bartoluccio. 
und Fresco, besonderen Ruf aber erwarb er sich durch seine 
Carrikaturen, und solche Stücke findet man viele in Ruin. 
Man hat von seiner Hand mehrere geiitzte Blätter, von denen 
einige mit dem Stichel vollendet sind, im Gescbinaclae des P. Aqnilzi. 
Seine rein geiitzten Blätter sind geistreich und mit Leichtigkeit 
ausgeführt. Sie sind gewöhnlich mit dem Namen des Iiiinstlers 
bezeichnet. Bartscli. XXI. p. 500 beschreibt 55 Stücke Vgnßhgzzfs 
Hand.   
Die Geburt Christi, oder vielmehr die Anbetung der Hirten. H. 
5 Z. 2 L., Br. 4 z. 2 L. 
Eine ähnliche Darstellung, wie Maria den Schleier vom Iiinclc 
hebt, um es den Hirten zu zeigen. H. 6 Z. 2 L., Br. 47.. QL. 
Jesus vertraut dem Petrus das Hirtenamt. H. 6 Z. 2 L., 131-. ZiZ. 
Die Himmelfahrt Mariä, nach Jos. Ghezzi 169g. H. 13 Z., BinQZ. 
St. Joseph mit dem mit Blumen nniwundenen Stabe. 1700. H. 
6 Z., Br. 5 Z. 5 L. 
St. Joseph mit dein Jesusltiiide in den Armen, nach J. Ghezzi. 
179g. H. 8 Z. 6 L., Br. 7 Z. 2 L. _ 
St, Franzisca Bomana mit einemEngel. H. 6Z. 5L., BrJtZ. 3L. 
Vignetten, für: Cleinentis undeciini pontificis hoiiiiliae in 
Evangelia. Romae 1722. apud J. Mariam Salvioni. fol. 17 
 Blätter von ungleicher Grösse. Bartsch verzeichnet jenes da- 
zu gehörige Blatt nicht, welches Christus vorstellt, wie er 
Petrus zum Haupt der Iiirche einsetzt, in einer Landschaft, 
Die Blätter für: Clementis undecimi pontificis maximi Qfationes 
consistoriales. Ronia 1722. ful. 4 Blätter. 
 Drei grosse Vignetten: Gott Vater verbietet den ersten Menschen 
von der Frucht des Baumes zu essen  der pübstliche Leqat bei 
Carl VIII. von Frankreich; ein Cardinal mit Geistlichen, wie 
er von Nikolaus V. die Bulle empfängt. H. 2, Z. 6 L., Br. 
1 Z. 6 L.  
Die grosse Vignette mit der anatomischen Schule, für die Ri- 
flessioni di G. Petriolci. Roma 17.10, bestimmt. H. 3 Z. 19 L., 
Br. O Z. 
Ein von M. Oesterreich nach Ghezzi's Zeichnungen gestochenes 
Werk hat den Titel: Iiaccolta di 24 caricatuije discgiiate colln 
penna da P. L. Ghezzi". Dresda 1750. fol., 24 Blätter. Die 
zweite Ausgabe v. 1766 hat 42 Ii., nach Ghezzi, Internari. u. a. 
Ghiberti, Lorenzo d1 Bartoluceio, berühmter Bildhauer, 3mm. 
zegiesser und Architekt, geb. zu Florenz 157g, es; 1455, Sein 
Stiefvater Bartoluccio unterrichtete ihn in der Gutfdschmiedeltunst, 
und bei dieser Gelegenheit erhielt er auch einigen Unterricht im 
Modelliren und Graben. Die Plastik erwählte er jedoch erst iin 
Wendepunkte fies menschlichen Lebens zur Hauptbeschäftigung. 
Die Natur scheint aber ihn mehr zum Maler, als zum Bildiier berufen 
zu haben, und er sagt selbst in seinein Trattato: "Lkmimo m10 311a 
pittura era in grande parte volto," was sich auch in Seinen halb- 
ei-hobenen Arbeiten bestattiget findet, in denen er alles maleriggll 
ordnete und gestaltete.  Ein_ gluckllicher Zufall bestimmte ihn zuf 
Bildhauerei, und zwar in seinem Zttlahre, zu jener Zeit, in welche? 
es galt, dem Meisterwerke des Andrea Pisano am Battisterio 1.11 
Florenz gleichzuliominen, wenn nicht selbes zu übertreffen. DßV 
junge Ghibel-ii verdrängte alle seine Mitbewerber und 1414 stanfl 
die erste der von ihm ausgefuhrtßn beiden Bronzethiiren da. Glut 
berti zeigte hier reiche EriiudungF-gabe und mancherlei durCh 
Beobachtung erworbene Kenntnisse, allein in mancher Beziehung 
dürfte dieses Thor dem älteren des Pisaners naclistelien.
        

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