Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1738444
Gessncr, 
Salomon. 
Gessner, 
Conrad. 
121 
Ausgabe angedeihen, deren erster Theil 1775, der zweite 1777 er- 
.5chicn; der dritte 'I'heil, welcher den Tod Abels und den Dalihuis 
enthalten sollte, kam nie heraus. 
Vom Jahre 1780  83 schmückte er den in seinem Verlage her- 
nusgclioiiinienen helvetischen Almanach mit kleinen railirten Schwei- 
Zcr-Prospecten aus.  
_Eine beträchtliche Anzahl Vignetten von seiner Hand schiiiiiclit 
die Vcrlagswerke der Orelhsclien Buchhandlung; deren Mitglied 
cr war. 
Vortrelflich und geistreich sind die Q Kupfer zu Butler's Hudibras 
und die Vignetten zu der Eschenbiii'g'schen Uebersetzung des 
Shakespeare. Besonders verschönertc er eine französische Aus- 
gabe seiner Werke, und Diderufs Erzählungen in 4. mit anmuth- 
vollen Blättern. 
Aber nicht blos in Iiupferstichen hat Gessner sein Talent gezeigt, 
sondern auch in Gemälden. Sie sind nur in Wasserfarben gefer- 
täget, doch von miiglichster Vollendung. Haine und Tempel: G0. 
baude in edlem Style, zerlallene Denkmals, Felsenivänilc, Wasser- 
(alle, badende Nymphen und kleine Satyrn, die mit Hirteiiknaben 
sich zum _Tanze schlingen, sind Gegenstände seiner schönsten Ge- 
malde. Sie sind in Frankreich, England, Russland, Deutschland 
und der Schweiz zerstreut, wo seine Familie eine auseriviihlte 
Sammlung seiner Arbeiten in einem prachtvollen Bupferwerltc von 
Q-l Gross-IFoliu-Bliittei-n der XVelt bekannt gemacht hat. Die Ori- 
ginaleliat  lVI. Iiolbe in Ö Heften mit fester Raclirnadel in ili- 
rein eigenthumlichen Charakter wiedergegeben. 
Indessen muss inan_nieht glauben, dass dieser, von den Farmen 
und Idealen des Perikleischeri Zeitalters begeisterte l'i:instlei' dem 
Tadel entgangen; seine künstlerischen Schöpfungen verfolgte gar 
oft das Meistern und Iiritteln der richtenden Schöngeister. Seinen 
Figuren warf man in mündlichen und schriftlichen Aeusserungen 
Harte vor. Andere tadeltcn die lYIonotonie seiner Frauenköpfe 
wieder Andere vermissten in seiner Architektur schulgercchte Per: 
spektive und richtige Verhältnisse. Die Liifte sollen ihrn nic ganz 
gelungen seyn. Einige Mängel lassen sich allerdings in Gessnefs 
VVorken entdecken, doch wird ihm stets der Nachruhm bleiben. 
 Die sämintlicbcn radirten Blätter dieses Iiiinstlers, 357 Blätter 
 iiicl._iies Portraits, kosteten 70 Tlilr. In Weigafs Catalog III. S. 
59 sind Sie auf 10 Thlr. gewerthet. 
Gcssller: CÜnTad, Pferde- und Schlachten-IMaler, geb. zu Zürich 
176], gest. tlasclbst1826, der Sohn des als Dichter und lYIaler leich 
b  i      
eiu unten Saloinon (Jessner. Er ergab sich schon iin vaterlichen 
Hause der Iiunst, genoss den Unterricht des Saloinun Landolt und 
äielinrich Wuest, und betrat 173d. die Kunstakademie zu Dresden. 
nfulivll ii_ii Jahre 178_5 erregte er durch seine Batailleustiicke vollFeuer 
der EGeist ungenieines Aufsehen. Man bewunderte dic Iiiihnheit 
mm ffllldung, die geschickte Ituordnung und die kräftige Ausfüh- 
hiel? ledocli waren seine Arbeiten selten vollendet. Ebenso selten 
nehn e" die Pallcte ganz rein, was er selbst bei friedlichen und auße- 
Jahräeliqaqßgcnständcn sich nie ganz abgewöhnen konnte. {im 
 ' ß bFSuchte er Italien, wo er sich ausschliessend der Land- 
 schattsinale   
des Sal Y t Pßllävviilinete", und meisterhafte Studien im Geschmacke 
1  H! 0.? "Sa ausiuhrte, die aber nachher in England in dlfß 
{Jude bFgumrtef Liebhaber iihergingeu. Nach zwei Jahren beglei- 
tcfß CF ßlllcltschottlanileiyDou las, nach En land; brachte auch ei- 
 S S 
lllgc Jahre in Schottland zu, wo er eine Menge Gemälde und
        

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