Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1726191
Edelink, 
Gerhard. 
1er Blätter 
ckes an. 
mnmt 
jeduch 
sehr 
auf die Tremichlscit des Dru- 
viel 
In der YVahl sogenannter historischer Gemälde war Etlelinla sel- 
ten glücklich. Sein lNIIoses nach Ph. von Chzunpagne verdient nur 
wegen der Trefllichkelt der Ausführung Bevrtinderung und St. Carl, 
St. luudwig und die lVtagdaleua nach C. le Brun sind durch Ede- 
linlfs Meisterhand zu dem grossen Ruhine gelangt, welchen sie 
nicht als Bilder verdienen. Diese biissende Magdalena, das Bild- 
niss der Herzogin de la Valliere, ist ein Meisterwerk. Man be- 
wundert" darin die Wirkung, den Ausdruck, die Reichhaltigkeit, man 
erstaunt über die Kühnheit der Behandlung, die den ilaiieli des Le- 
bens darüber verbreitet. Seine ganze linnstfertigkeit entfaltete er im 
Zelt des Darius nach le Brun, eines der Blätter von den Thaten 
Alexander's, welche Audran so meisterhaft gestochen. Glücklicher 
gewählt ist das Bild nach le Brun , welches unter dem Namen des 
Crucilixesheriihmt wurde. Es ist dieses nicht nur eines der griiss- 
ten Blätter des Steehers, sondern auch. das edelste und gliinzendste 
Werk des Malers. Wegen der treFfliehen Behandlung verdient 
die trauernde Magdalena nach Ph. de Champagne ebenfalls hier 
erwähnt zu werden, die beiden vorziiglichsten historischen Compa- 
sitionen, welche Edc-link stach, sind aber das Reitergefecht nach 
L. da Vinci und die heilige Familie nach IlafaeYs Gemälde im Pa- 
riser Museum. Durch ersteres Blatt ist uns das Andenken jenes 
grossen Gartens, welchen Leonardo für die Signoria zu Flurenz aus- 
führte, aufbewahrt werden. lYIan weiss jedoch nicht, ob Edelink 
noch ein Bruchstiiek des Originals vor Augen gehabt hat, was wohl 
möglich ist, denn der Sage nach wurde der Carton zertrümmert. 
In Eafaefs heil. Familie hat uns Edelinlt ganz die grossartige Hei- 
ligkeit jenes unsterblichen Künstlers vor Augen gelegt. Dieses Blatt 
gehört unter die vorziiglichsten Meisterwerke der Stecherktinst. J. 
Frey hat es mühsam cupirt und auch Bazin lieferte eine Copie da- 
von, die beide hinter dem Stiche Edelinlfs zurückbleiben. 
Unter den Blättern dieses Meisters, die gevvöhnlieh in grossem 
Formate sind, erwähnen wir besonders und noch näher: 
Die heil. Familie, mich Rafael, ein seltenes Blatt, im ersten 
Drucke vor dem Wappen Colberfs unten in der Mitte. Auf 
Blättern des zsveiten Druckes erscheint dieses VVHPPOD, und 
beim dritten Drucke wurde es vertilgt, aber man erkennt an 
dessen Stelle einen dunklen Fleck. Ein Abdruck vor dem 
Wappen wurde in der Sclnvarzeribergischen Auktion mit d? 
Thlr. 25 gr. bezahlt, und der Abdruck mit dem WVappen galt 
10 Thlr. 14 gr- In WeigePs Catalog von Iiunstsachen III. 51 
ist ein Druck vor dem Wappen auf 70 Thlr. geschützt. 
Es gibt davon eine schöne täuschendc und sehr seltene Co- 
pie, von einem Gleichzeitigen nach dem ersten Drucke gefer- 
tlget. 
Die büssende Magdalena, nach dem von C, Lebrun gemalten 
Altarblatt in der Carmelitenkirehe zu Paris, ein seltenes Blatt. 
Die ersten Abdrücke sind vor der Einlassung und vor der 
Schrift im Unterrande. Die Namen des Malers und Steckers 
sind nur mit der trockenen Nadel bezeichnet. Auch die zwei- 
ten sind ohne Einfassung, aber die Namen der Iiiinstler sind 
ordentlich gestochen; die dritten haben die Einfassung und 
ebenfalls die Namen. , 
Das Zelt des DariuS, nach le Brun, ein grosses Stück in zwei 
Platten und im ersten Drucke mit Goyton": Namen. BeiSchwar- 
zenhcrg 0 Thlr. .1 gr. Selten.
        

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