Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1730940
Taddeo, 
Gaddi. 
Gaddi, 
Agnolo. 
547 
Hauptaltar des Oratoriuiiis voii S. Miichele in Orto (jetzt S. Carlo) 
malte, ist jetzt wohlbehalten über der innern Seite der Thüre an- 
gebracht. Cinelli und Richa schreiben das Bild dem Bulfal- 
DIQCCU Zu. 
Von Florenz begab sich Taddeo nach Fisa, und verzierte in S. 
Francesco die Hauptkapelle mit Darstellungen aus dem Leben der 
Heiligen Franz, Andreas und Nikolaus. Die Wände dCS Chores 
sind jetzt iiberweisst und an dem Chore erkennt man nur noch ei- 
neu Christus zwischen zwei Engeln und sechs Heiligen, ledoCh 
sehr verdorben.  
An diesen Bildern will Vasari die Inschrift: Thaddeus Gaddus 
de Florentia etc. 13-12, gelesen haben. Die übrigen Malereien die- 
ses Künstlers, deren Vasari_'als in Pisa vollendet ervviilintgsind 
nicht mehr vorhanden.  
Gaddi verlegte sich, wie die meisten Maler seiner Zeit, auch auf 
die Baukunst. Er soll die alle Brücke zu Florenz nach der Ueber- 
schirveiiiiniiiig von 1353 Wieder hergestellt haben, und in der Folge 
wurde er sicher zu den Beratliungen der Domverwaltung gerufen. Er 
gründete ebenfalls die Brücke Sta. Trinita, die 1546 "beendet 
wurde, und auch der Glockenthurm von St. Maria del Fiure ist 
sein Werk. Bottari sucht mit ungenügenden Gründen zu bestrei- 
tenh, dass Taddeo jemals Architekt gewesen, und will die vonVa- 
sari ihm zugeschriebenen Arbeiten einem Meister Neri Fioravanti 
zuschreiben. 
 Während seiner Bauten ruhte jedoch nicht die Palette; so ver- 
zierte er das alte Handelsgericht mit Malereien, die jedoch nicht 
mehr vorhanden sind, ebenso wie jene, die er während dieser Zeit 
zu Arezzo aiisfuhrte, bis auf die Darstellungen aus deiuLebßn 
des Täuters, die noch hinter dem Hauptaltare des Domes zu er- 
kennen sind, aber in üblen-i Zustand, 
v Noch sind die Malereien zu erwähnen, die Taddeo Gaddi in 
fjeineiiisclialt mit Simori di Martina in der Kapelle der Spagllllüli 
m 5' ßlauü Novella zu Florenz ausführte. Taddeo's Bilder befin- 
den sich auf der YVand rückwärts und oben an dein Deckenge- 
Wolbc. Die letzteren sind in vier Felder abvetlieilt und stellen 
Christi Auferstehung, dessen Irliminellalirt, die? Sendung des heil. 
Geistes und des Petrus Errettung aus dem Scliiffbruche vor. Das 
Iiauptgeiiiiilcle zeigt den heil. Thomas. von Aquin init einer Menge 
von Heiligen und Figuren umgeben. Die Beschreibung dieser Ge. 
mälde S. Speth Iiunst inltalien I. 50g. 
Sechs kleine Gemälde von diesem Künstler bewahrt die Gallerie 
der Akademie zu Florenz. S. Rumohr II. S. 216 Anm. 
Taddeo Gaddi starb nach Vasari's Angabe 1550. Rumohr (ital. 
FOYSClI- 11- 81) fand aber in dein Archive der Qomverwaltung zu 
Florenz, daSS iliin noch 1366 am 20. August eine Arbeit, behufs 
des Doinbaiies, aufgetragen wurde. Baldinucei und Lanzi (Gesch. 
der Nlßlcffil I- 42- d- A.) verfolgen den Künstler blos bis 1552- 
_Er hinterliess zwei Söhne, Aguglg und GiQvanni_  
Gaddl: Agllülü, zweiter Sohn des Taddeo Gaddi, erregte in Seiner 
Jugend gute Hoffnungen, besonders durch die Erweckungdes 
Lazaruga die 01' füf St. JCICOPU zu Florenz malte.  SO dßllliv 
lißheü Beweisen von Geschicklichkeit erhielt er von der Familie 
Soderini den Auftrag, die I-Iauptkapelle der liirche del Carmine zu 
11181811, und hier stellte er das Leben der Mutter Gottes dar, aber 
mit geringerem Erfolge als Taddeof denn Agnolo's Sinn warnnicht 
so sehr auf die Iiunst, als auf den Handel gerichtet. Er fubrlß 
dennoch eine grosse "Anzahl Malereien aus und verfertigte auch 
35 " 
        

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