Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1730848
Furtenbach , 
Hans. 
 F urtenbach , 
Joseph. 
537 
 derer Monogrammist H. R, von welchein Bartsch IX. 475 (in 
Blatt beschreibt, welches die heil. Catharina vorstelltä als, flü- 
nigstochter mit dem Schwerte und dem Hade. H. 8 Z. O L., 
 Br. unten 5 Z. , oben Xi Z.    
Das auf dem Blatte stehende Monogrsmin hat Aehnhchheit mit 
jenem des tierhergeheziden Künstlers, und C111 uhnllvhesfxndet 
 man nach Hellerß Angabe auch auf der gegenseitigen Copie von 
Diirefs Gerechtigkeit Nro. 71,. 
Demselben Jghrhunrllerte bgßiliäfglllollrßßll zwei andelge Molnogrfun- 
misten H.  an, (ie a er (es onoeramm aus Oppß S FIC {C11 
bildeten. Der Eine stach 1572 Chrisihs und die Ehebrecherln- 
 1-1. s. z; 4 L., m. 1- z. 
Ein anderes Blatt, das nicht von dem erwähnten Künstler her- 
 riihret, stellt die heil. Jungfrau mit der Iirone in einer Land- 
schalt vor. Nlit der eineni Hand umfasst sie das Jesushintl, 
mit der andern hält sie einen Vogel. H. Kit Z. 9 11-, BF- 3 _Z' 
Neben dem Monogranime H. F: steht die Jahrzahl IÖZT- D19" 
ses seil Copie nach Dürer seyn.  
Wir haben bereits vier Ivlonogramrnisten H. F. genannt, die 
ohne Zweifel alle demselben Jahrhunderte und dem dentsehdu 
 Vaterlande angehören, und jetzt erwähnen wir des fünften, 
den man ohne Grund Hans Furtenbach nennt. Es ist dieses 
ein Formschneirler, der um 1:515 zu Strassbnrg für die Dru- 
ckerei des J. Grüninger gearbeitet zu haben scheint. Bartsch 
schreibt ihm 7 Blätter zu, welche sich in dem Werke finden, 
unter dem Titel: Die ISrÖsamiin Duct, lieiserspergs vtfgelesen 
von Fratei; Johann Panlin. Strassburg 1517. Bei Juli. Litt-ü- 
nin er, fv- H- 5 Z- 7 L., Br. 5 Z. r L. 
 Bartsgh erwähnt ferner: O 
St. Stephan zwischen zwei heil. Bischöfen, mit deinVlFeppen des 
Vtrgilius friischel, 151i. H. 9 "Z. 5 L., Br- Ö Z. TL.  
 -Auch auf Buchertitelil kommt ein Monurgraixim Vor, das jenem 
des angeblichen Hains Furtenbach ähnlich ist.  
Furtenbach, JOSBPh, Architekt zu Ulm, der aber 1591 zu Leut- 
kirch geb. wurde, wo sein Yater Aeltester des Raths und Bauherr War- 
Juseph Furtenbach hielt sich mehrere Jahre in Italien auf, und hier 
sammelte er sich in der Mathematik, so wie in der Givil- 11m1 
Iiriegsbaukunst tüchtige Kenntnisse, die ihm nach seiner 1626 CF 
folgten Ankunft in Ulm Achtung; erwarb. Hier entstanden unter 
seiner Ineitung mehrere ötfentliche Gebäude, wie: das trßiflißhe 
Brunnenwerk am Seelcngraben 1658; das Breehhaus vor dem Gränz- 
thor 1654; die deutsche Schule in der Eich; das Comödienhaus bei 
der Dreifaltigkeits-Iiirehe 16.11 etc. Er baute sich auch ein eige- 
1195 Halls, (laS J- Ii. Iiienlen 129") restauriren liess. In diesem 
Hause hatte er eine bedeutende Iiunstkarnmer angeleghderen Selten- 
hciten VV. Rembold zu Augsburg auf vielen Platten gestochen hat, 
unter dem Titel eines Inveutarium, das 1660 in der Druckerei des 
J. Schultes heraus kam. Auch eine Beschreibung seines Irliauses er- 
schien 1641. Dieses Cabinet war sehr beriihmßiund daher besuch- 
ten sie selbst Ausländer.   
Furtcnbach starb zu Ulm 1667. Man darf ihn mit seinem gleich- 
namigen Sohn nicht verwechseln. M. Kiesel hat 1651 59111 Bildnlss 
gestochen.  
WVir haben von ihin folgende Schriftenä 
Itincrariunl Italiae mit H. Ulm 1626. 4-, fol. Hzdonitro-Pyrobo- 
513„ Oder Beschreibung von der Büchseninacherey, Ul1n,_ 1627, 
1654., fol.; Architectura eivilis, Ulm 1628, fol-i APCh- Ilavßllä, Ulm
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.