Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1730777
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Fnga , 
_Ferdinand. 
Fluhrznann , 
Lu (lwig. 
Morte, die im Plane eine Ellipse bildet, aber in der Verzierung 
und in den Theilen nicht mit der Einfachheit des Planesiiber- 
einstimmt. Hier spukt Borrumini.  
Fuge baute auch die Jesuitenlsirche; ein höchst merkwürdiges 
Unternehmen war aber die Restauration des Innern von S. Maria- 
 Maggiore und die Errichtung der iinssern Fafgaden. Er liess hier die 
 Schönheit und edle Einfachheit des ursprunglichen Planes nicht 
ausser Augen und auch die lokalen Schwierigkeiten hat er glück- 
lich überwunden. Nach seiner Zeichnung ist auch der Baldachiu 
des Hauptaltars mit den antiken Porphyr- Säulen und Verggldetep 
Bronze errichtet. Sein Werk ist auch der Prächtige Pallast Cor- 
sini, dessen innere und äussere Eintheiluing geriihmt wird. Die 
dreißingiingfe, die grossen Stiegen, die Verhältnisse der Faearle, 
alles ist grossartig angelegt. . ' 
Auch in Neapel wurden diesem Architekten grosse Unterneh- 
mungen anvertraut. Sein VVerk ist das grossc Hospital, il gran 
Reclusorio gemahnt, das raumreichste Gebäude 'seiner Art in Eu- 
ropa, welches 8000 Menschen jedes Alters und Geschlechtes fassen 
sollte. Er legte auch den GOIIIGSRCIiGP der Incurablen an, nebst 
der Kirche, und für den Herzog Giordani baute er bei Spadaletto 
einen Pallast." Daneben errichtete er das geräumige Palais des Prin- 
zen Caramanica, und zu Resina bei Portici erbaute er für den Prin- 
zen Jaci ein Landhaus u. s. w. 
Milizia kannte diesen Iiiinstler noch, aber damals war er schon 
achtzig Jahre alt, noch froh und thätig, Sein Geschmack ist nicht 
rein, doch befliss er sich mehr einer zweclunässigen Anordnung 
und der Zierlichhcit, als andere Anhänger der Borrorninischen 
Schule, welcher auch er angehörct. Fuga ist daher noch fern 
von der edlen Einfachheit und Zierlichlseit jener Vorbilder aus 
der classischen Zeit. 
Fuga starb um 1780.   
Függß, J-s ein jetzt lebender englischer Aquarellmaler, der in seia 
ner Kunst mit Ruhm genannt wird. Man hat von ihm neben an- 
dern trefflich ausgeführte architektonische Darstellungen. 
Fugger, JQliOlJ , Maler und angeblich Enkel jenes reichen J. Fug- 
ger in Augsburg, der aus Freude uber den Besuch Iiarl V. eine 
beträchtliche Schuldverschreibung des Monarchen verbrannte. Lud- 
wig XIII. von VFranhrcich soll ihn in den Adelstand erhoben ha- 
ben, was ihn so sehr mit Stolz erfüllte, dass er nur mit dem 
Degenan der Seite uralte. Es ist indessen nicht ausgemacht, dass 
ein Jakob Fugger als Maler in Augsburg lebte und vermuthlich 
ist hier nur von dem Antwerpner J. Fouquieres die Rede, dessen 
wir bereits erwähnt haben.  
Fuglter, bambergischer Hofmaler, der von 1615  56 zu Bamberg 
lebte. Seine Lebensverhältnisse sind unbekannt. In Jäclfs Pan- 
theon der Literaten und Iiiinstler Bamhergs ist er nicht enthalten. 
Fuhrrnann, Ludwig"; von Geburt ein Preusse, fand sich schon in 
friiher Jugend mit unwidcrstehlichcr Gewalt zur liunst gezu- 
gen, und eben desswegen, weil sie sein ganzes VVesen einnahm, 
wurde er auch ein ächter Künstler, der in bescheidenem Iireise 
seinem erwählten Fache mit ganzer Liebe lebte, Er verschmiihte 
es, prahlerisch mit seinen Erzeugnissen hervorzutreten. Allein diese 
bescheidene Genügsamkeit war Ursache, dass der Iiunstler weniger 
bekannt wurde, als er es verdiente, aber er hatte das Glück, die
        

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