Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1730748
Fiissly, 
Anna 
und 
Elisabeth. 
Fiissli , 
Joh. 
I-Ieinr. 
527 
der Sust (Waarcnnlederlage) zu Horgen am Ziiricher See, die auch 
sein Vater bekleidet hatte. 
Dieser Künstler malte auclfVögel, Insekten u. s. w., und 1861 
ereilte ilxn zu Horgen der Tod.   
Füssly,  und Elisabeth, Töchter Caspar clcs älteren, mal- 
tcu sehr schöne Blumen und Insekten. Sie starben früher als der 
"Vater. 
FüSSly, Job. IIeinn, in England Fusely genannt, Ilistorienmaler, 
geb. zu Zürich H42, geät- ZuL0l1d0nl8251 Als der Sohn eines Malers  
Caspnr des älteren, wpdinete er sich den theolognStudien, undzeich- 
nete sich durch Geistund Talent aus. Das iNeue, Ungewohnte, 
Seltsame, zog; ihn vorzüglich an, und selbst in den heiligen "Schrif- 
ten hatten Charaktere, Stellen und Ausdrücke, die vom Gewöhnli- 
ehen abwichen, den meisten Reiz für ihn. Er lernte mit grosser 
Begierde englisch und italienisch, eben so besass er gründliche 
Kenntnisse in den alten Sprachen." Durch seine ersten Versuche 
im Predigen erwvarb er sich nicht sonderlichen Beifall, daher, so 
wie er sich von früher Jugehd an gewöhnt hatte, mit der rechten 
Hand zu schreiben, und mit der Linken zu zeichnen, er auch 
jetzt zwischen dem geistlichen und gelehrten Beruf auf der einen 
und der Iiünstlerlaufbabn, auf der andern Seite zu schwanken be- 
gann. Durch die Theilnahine an einer mit jugendlichem Feuerei- 
fer betriebenen Anklage eines angesehenen Staatsbeamten sah er 
sich in die Nothwendigkeit versetzt, sich für einige Zeit aus der 
Vaterstadt zu entfernen , und so kam er mit dem berühmten Sulzer 
nach Berlin, der ihn dem bereits in grosser Achtung stehenden 
Spalding zuführte; allein Fiissly neigte sich immer mehr zur Iiunst 
als zur WNissenschaft hiu. In Berlin verfertigte er Zeiuhinuzgirix zu 
den Iiupferstielien , mit welchen eine neue Ausgabe von Bodmefs 
Noachide , die Sulzer laesorgte, ausgestattet werden sollte. Durch 
Sulzer's Vermittlung war Fussly ip Bekanntschaft mit einigen an- 
gesehenen Euglandtern gerathen und hatte endlich den Entschluss 
gefasst, sich ausschhesslich der Malerei zu widmen und einen von 
jenen Britten in dessen Vaterland zu begleiten. Dort übersetzte er 
verschiedene der kleinen Schritten von Winclselmann ins Englische, 
übernahm die Stelle eines Erziehers, und begleitete einen seiner 
Zöglinge JTÖÖ nach Frankreich. Er kehrte nach England zurück, 
von wo aus er im Jahr 1772 nach Boni ging. Hier studierte er 
besonders nach Miehel Angele, erregte durch seine Arbeiten grus- 
ses Aufsehensund so erhielt er mehrere Bestellungen von reisenden 
Fremden. Im J._l778 kehrte er nach England zurück, wo er mit 
Ausnahme einer 1m Jahre 1802 nach Paris gemachten Reise, bis an 
sein Lebensende blieb. Hier theilte er bald mit Reynolds und 
VVest den Ruhm der ersten Dlaler ihrer Zeit, übertraf aber beide 
an Iiiihnheit und Tiefe derErtinduxig, an sinnvoller und kunstge- 
rechter Anordnung und an Sicherheit und Festigkeit der Zeich- 
nung. Im grussen Style der dichterischen und geschichtlichen Ma- 
lerei steht läiiissly nicht nur oben an , sondern beinahe allein da; 
im Colurite dagegen hat er sich nie ausgezeichnet, Wcil C8 ihm, 
"wenn auch an Gefühl für Farbe, doch an Geduld und Flciss in 
der Ausführung mangelte. Da seine Arbeiten bei den Lundner 
Iiunstausstellungen grosses Aufsehen erregten, und erubesonders 
auch durch XVahl der Gegenstände, meistens aus den grussten eng- 
 lisehen Dichtern, oder auch aus der (Sesvhichte dieses Volks. dem 
das Iiühne und selbst das Schauer-liebe liebenden Geiste derNation 
zusagte, so wurde er als Professor an der Kunstakademie zu Lonr
        

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