Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1730688
Adam's Gesicht vom Weltgericht.  
Abbndonna wird aufgenommen. 
Der Erlöser neben dem Vater auf dem Throne. '  
Diesen Cyclus veranlasste die durch den gelehrten Meerman 
van Dalen besorgte holländische Uebcrsetzung der' Messiade. 
John stach die Zeichnungen für dieses Werk, nachdem 91' Vier 
Blätter für dicLcipziger Prachtausgabe dieses Gedichtes gesto- 
chen hatte, Gustav Leypold führte sie in gFÖF-Sßfem biumlfliiß 
für Frauenholz aus. Die erste Lieferung von 4 Bl. erschlen 
" schon 1311, aber in den llflälüßlilltlhell fahren bis 1817 kamen 
11111-10 Blätter zu Stande, al e von Leypuld. Um die HCFMIS- 
gabe zu beschleunigen, stach auch Beindel in Nurnberg an 
diesen Iiupfern. 
Von ihm selbst geätzt kennt man: 
Semiramis, nach dem erwähnten Gemälde.   
Die Apotheose des Herkules.  
 Jupiter und Hebe.  
Eine Allegorie auf die Malerei. 
Moses und Aaron, Hauptblatt in fol. 
Studicnblätter von Köpfen, qu. 8. 
Das Werk dieses Künstlers, bestehend in 11 Blättern. Studien 
von Köpfen und figürlichen Compositionen, radirt, mit einem 
Blatt in Schwarzkunst, das Bildniss eines österreichischen 
lfißirihßffll, ill 8-, (fu. 8., 4. und folio ist in Weigells Catalog 
von Iiunstsachen III. S. 59 auf 5 Thlr. 16 gr. gewerthet. 
Ausser den bereits erwähnten Künstlern haben noch H. Pfeilfer, 
Eissner, Bartsch, Geiger, Jacobe, Wpenck und Beckenkam, 
Rhein, Geyser nach. ihm gestochen. 
Fühngs Joseph, Historieninaler und Iiupfcrstecher, geboren zu 
Hragau in Böhmen 1800, erhielt seine früheste Bildung von seinem 
sorgsamen Vater, der selbst die Kunst übte. Schon als I-iind war 
e's sein Lieblingsgeschäft, Erzählungen undMährchen, die er hörte, 
in gezeichneten Umrissen anschauliclrzu machen; nie aber zeigte er 
die geringste Neigung, Iiunstprodukte naclizuzeichnen, war aber im- 
mer bereit und thätig, die eigene Idee, wie sie Gespräch und Er- 
zählung erweckt hatte, in originellen Cornpositionen auf das Pa- 
pier zu übertragen. Vorstellungen von Jagden schienen ihm da- 
mals der anziehendste Zwei der Kunst. Vom 12ten bis zum 15ten 
Lebensjahre entwickelte sich aber, so zu sagen, bei ihm eine 
liunstperiode in einem ganz eigenen, auf sein Herz und Gemüth 
einwirkenden Iiunstzweig, in der Idylle, von welcher er sich un- 
widerstehlich angezogen fühlte. Lancl- und Hirtenleben war für 
ihn nun der irdische Himmel. Er verweilte selbst auf dem Felde 
bei der Heerde, studierte praktisch alle möglichen Eigenheiten der 
Ilansthiere, das Leben unter den schönsten Thiergruppen, die man- 
nigfhltigeil Situationen in den anrnuthigsten Landschaftsparthiecff, 
1 die unendlichen Abwechslung-an der Wlolhen und der Luft, (h? 
VVirkungcn der Beleuchtung, dieVeri-inderung der Farbentöne bei 
jedem Witmpungswechsel u. s. w. Diese Beobachtung der fsßhßllell 
Natur gab ihm. den höchsten Lebensgenuss, und es schien, als 
WCHII dieser Gegenstand der Kunst die Lieblingsbesßhäiilgllnä Sei" 
nes ganzen Lebens bleiben würde. Doch entwickelten später neue 
Verhältnisse, unter welche besonders der Besuch der Hauptstadt 
und erweiterte Lektüre, besonders im Gebiete der Geschichte, 5c" 
hörten, eine Neigung zur historischen Malerei, womit eine neue 
und bedcutenderc Iiunstperiotle für ihn- begann.  
Im Sommer 1818 kam er nach Prag. Hier holte sein scharfer
        

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