Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1730316
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Freudweiler , 
Heinrich. 
Freund, 10h. 
Nicolaus. 
Dieses war Freudenbei-gei": letzte Arbeit, die Lafond nach dei 
Originalzeichnung ätzte und ausmalte. Lafond gab noch mehrere 
Blätter im Geiste seines Lehrers Freudeuherger heraus. Es arbei. 
teten auch andere Künstler nach bseinen Werken, wie lloinanet 
Ingouf, Düclos, Linge, F.  Honig etc. S. auch Dunker sen 
über das Heptameron lrancais. 
Freudweiler, Heinrich, BilLlIJlSS- und Genremaler, gehgrcn 11 
Zürich 1755, gest. 1795. Sein erster Lehrer war der geschickt: 
Landschafter Wiiest, der ihn zunächst für sein Kunstfach bilder 
wollte; aber die Neigung des Jiinglings ging mehr auf Darstellun- 
 gen aus dem häuslichen. Leben hin, ohne dabei in der Landschafts. 
malerei zuriickzubleiben. Sein erster Versuch war ein komische: 
Stiick in Hogarthkchem Geschmack; der zweite ein Mädchen, da: 
sich mit Nähen beschäftigt u. s. w. Seine Compositionen sind 
geistreich und natürlich, es fehlt aber den Figuren genaue um 
richtige Zeichnung, wesswegen er jenen Bang nicht einnehmer 
konnte, den seine übrigen Talente, seine natürliche, geistreiche 
oft sehr poetische Erfindiingsgabe und sein markiger Pinsel ihn 
sonst zugesichert hätten. Er malte Landschaften, Gesellschafts- 
stiiclie und kleine Bildnisse und gab auch ein Paar Blätter illumi- 
nirte Schweizerprospekte in Aberlfs Manier heraus. Einige Con 
 versationsstücke sind besonders wohl gelungen. Später fing e: 
auch an, Vaterländische Geschichte zu malen, wobei er seine Ge 
genstände nach seiner Weise geistreich und gefällig darzustellen 
und den Mangel an gründlicher Festigkeit in der Zeichnung diirci 
einfache natürliche Anordnung, durch warmes und harmonisches 
Colorit weniger bemerkbar zu machen wusste. Die Weiber und 
Mädchen von Zürich, die in kriegerischer Rüstung den Herzog 
Albrecht von Oesterreich täuschen, die Bewirthung der Liirchcri 
sehen Truppen unter Waldmands Anfiihrung zu Bern, Wald 
Ihm-in's Hinrichtung zu Zürich, die Schweizer unter Hans vor 
Hallwyl, betend vor der Schlacht bei Murten, der Abt von Engel 
herg, der die Anstifter eines Aufruhrs begnadigt, gehören zu '55, 
 nen äelungensten Arbeiten in diesem Fache. Er ist einer der er 
sten tifter der Kiinstlergesellschaft seiner Vaterstadt. Eichler ha 
sein Bildniss gestochen. .Auch das Gemälde, welches ihm zuers 
Ruf erwarb, ist gestochen, unter dem Titel: Le solicitude dann 
 mere dans Peternite. Es ist dieses  allegorisches Denkmal de, 
verstorbenen Gattin seines Lehrers Wust, das so viel Beifall fand 
dass sich derKiinstler durch die Aufträge zu ähnlichen Dar-sie] 
lungen fast erschöpfte.  
Freudweiler, Albert Daniel, Maler, geb. zu Zürich 1795, g, 
storben daselbst 1827- Er war Schiiler von Pfennin er, begab sie]- 
 aber in der Folge nach Ruin, wo BafaePs unsterblich: Werke sein! 
Vorbilder wurden, ohne dass er dabei die Vorzüge anderer Meister 
ausserAchtliess. Er copirte vieles nach Rafael, Guido, Titian, Coi- 
reggio u. a. und bewies auch in eigenen geist- und geschmackvoli 
len Comäositionen, wie sehr er richtige Zeichnung, reines um" 
wahres olgoritjn seiner Gewalt habe. _Er verfertigte auch mei 
sterbafte Bildnisse , unter andern sein eigenes 1821.  
Ffßlllld, JOhBIIII NXCOIEDS, Architekt, Bildhauer und Stuccato. 
rer aus Römhild in Franlien, bildete Sich in Rom und Bologna 
und arbeitete dann zu Wien, Gratz und in Laibach. Endlich liBSI 
u sich um 1698 zu Augsburg nieder, sein Todesjahi- ist aber un- 
bekannt. 
        

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