Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1730108
F rangois, 
Guido. 
Frnngois , 
Ange. 
463 
mit Guido Boni Freundschaft stiftete. Nach seiner Rückkehr malte 
er die Bildnisse der Königin und des Dauphin u. a. für den Hof. 
Dieser Künstler starb 1671. J. Cnnvay, Puilly, N. Pithau, Ede- 
linls, v. Schuppen, Lochen u. a. haben nach ihm gestochen. Je- 
der der letzten vier Künstler stach das Bildnxss des Vincen; de 
Paula.  
Auch er hat etliche Blätter radirt. Zwei derselben sind mit 91'. 
nem Monogramme bezeichnet.    
St. Magdalena in einer Grotte amFelsen ruhend, angßbllslnnach 
Titian, qu.  
St. Sebastian am Baume von zwei Pfeilen getroffen, lil- fol- 
Frangois, GlllClO, ein französischer lWaler des iTten Jahrhunderts 
von welchem Fiorillo einer Beschneidung in der Iiarthäuserkirche 
zu Toulouscerwvähnt. Das Bild soll in den wvichtigstcn Theilen 
den Anforderungen der Iiunst entsprechen.  
FTQUQOIS, Peter JOSCPh, HiSIOTiOXIDIQlCT. der 1789 zu Namur 
geboren wurde. Er lernte die Anfangsgründe der Iiunst zu Char- 
leroi bei Blocq, dann zu Antwerpen bei Lens, und hier blieb er 
acht Jahre, während welcher Zeit er alle ersten Preise gewann. 
Im Jahre 1778 ging er nach Rom, wo er bis 1781 verweilte. Jetzt 
besuchte er noch mehrere andere Städte Italiens, durchwanderte 
Deutschland, und ham endlich wieder zu Antwerpen an. Hier 
malte er für H. Yincla einen Cyclus aus der Fabel der "Wenus, ging 
aber 173g zum zweitenmale nach Italien, und hielt sich noch 179g 
in Bnm auf. In dieser Stadt malte er liir den Prinzen Lambertini 
die Madonna vom lluscnlsraxize, die jetzt in einer Kirche bei Bo- 
logna zu sehen ist. Eine Darstellung des Fegfeuers hing der Prinz 
in seinem Schlafgemaehe auf. Endlich liess sich Francois in Briis- 
sel nieder, wo er Professor an der Akademie der Iiiinste und am 
Athenäum wurde. 
Zu den besten YVerken dieses Künstlers gehören die Vorstellun- 
gen aus der DIIythe des Bacchus, die er mit Lens im Salon des 
H. Revens malte; ferner die mythologischen Darstellungen im Ca- 
binet des H. Segers-Iiint, besonders der Raub der Europa. "Hi" 
einem Saale des II. Bemberg zu Cöln malte er die Geschichte des 
Ilerhulcs nach Art eines Basreliefs und in Brüssel sind die vier 
Evangelisten in der Iiirche der Minimen zu erwähnen. Im Schlnsse 
zu Laecken sind mehrere seiner kleineren Bilder und in St. Mi- 
chael zu Gent ist seine Himmelfahrt Mariii. Seine Darstellung der 
.Fabel der Psyche in Forum eines Frieses im Saale des Architekten 
Pisson ist in de Bast's Annales du Salon de Gaud p. 82 abgebil- 
det. Ausserdem findet man von seiner Hand eine Anzahl Portraite 
und geätzte Blätter. Ein Heft stellt 24 Ansichten der Umgebung 
Roms dar, und ein zweites von gleicher Zahl enthält ebenfalls An- 
sichten. 
Dieser Künstler scheint noch am Leben zu seyn. Wenigstens 
wurden noch 1550 die Bilder eines J. Francois als schön gcriihmt. 
FIQIIQOIS,  ein jetzt lebender Genremaler zu Brüssel, dessen 
 Lebensverhältnisse wir noch nicht erfahren konnten. Er besitzt 
 grosse Geschicklichkeit in Behandlung der Stoffe und Beiwerke, 
überhaupt stehen seine YVerke in Achtung. 
iFIQHCQSOIS, Auge, Male;- zu Brüssel, und Schüler seines Vaters, 
den wir in dem obigen G. Francois oder in Peter Joseph erken- 
nen. Er gewann 1325 den ersten Zeiehnungsprels. Im Jahre 1850 
sah man von ihm schöne kleine Bilder.
        

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