Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1729807
Fraisse. 
Francavilla 
oder Franchevillc , 
Peter. 
433 
Kreuze, und in der Ferne sind Soldaten, darunter zwei zu 
Pferd, 1599. H. 4 Z., Br, 5 Z. I; L.  
Die heil. Jungfrau am Fusse des Kreuzes und zu ihren Füssen 
der Leichnam des Sohnes, 1599. H. 8 Z. 3 L. , Br- 6 Z. 7 L, 
Christ nennt diesen Künstler irrig Georg oder Gregor Frentzel, 
und Malpe, der ihn ebenfalls Georg Frentzel nennt, verwechselt 
ihn mit Gregor Fentzel, der in einer ganz andern Manier ar- 
beitete. 
Fraisse, ein französischer Iiupferstecher, der in der ersten Hälfte des 
vorigen Jahrhunderts lebte. Er Istach verschiedene Zeichnungen in 
Kupfer, nach chinesischen, persischen, indischen und japanischen 
Originalen. 
Frampton , Richard; Miniaturmaler zu London, der unter Hein- 
rich V. beschäftigct wurde. Dieser König liess durch ihn ein Ma- 
nuscript von Privilegien illuiniiiiren. 
Franc, JOhGUH, Goldschmied und Iiupferstecher .zu Florenz, geb. 
1510, ein Künstler, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind. 
Malpe schreibt ihm die Hochzeit des Verturnnus zu, die Bartscli 
dem Giov. Fiorcntino (J. Fioretin) beilegt. Er kann auch mitei- 
nem J. Francia verwechselt werden. Uebcrhaupt ist man mit die- 
sem Goldschmiede nieht im Reinen. 
Franc, Zeichner von Lüttich um 1727, von welchem im Cabingt 
Paignon Dijonval S. 80 ein Blatt erwähnt wirft, das einen Iiunst- 
liebhaber am Tische vorstellt, wie ihm ein junger Mensch einen 
Iiupferstich zeigt, Federzeichnung und weiss gehiiht. 
Ffanß (13 Lßlldgravß, H'9 liupferstecher zu VVien um 1696, des- 
sen Lebensverhältnisse aber unbekannt zu seyn scheinen. Man 
kennt von ihm Embleme in qu. fol., die mit seinem Namen be- 
zeichnet sincl. Auch ein Monograinm wvird auf ihn gedeutet. 
Francanzano, S. Fracanzano.  
Franeavilla oder "Franeheville, Peter, Malep und ßndimuer, 
der 1548 zu Cambray geboren wurde. Er gehört einer adeligen 
Familie an. fühlte aber schon von Jugend an eine angebnrnc Nei- 
gung zur Iiunst. Dem Rufe der Natur folgend ging er 1m_ töten 
Jahre unter irgend einem Vorwande nach Paris, wo er zwei Jahre 
bei einem unbekannten Meister lernte , bis er nach Innsbruck kam, 
wo er sechs Jahre der Holzseulptur oblag. Endlich ging er mit 
Empfehlung des Erzherzogs Ferdinand nach Florenz und Rom, und 
in Italien gewann er den Ruf eines der besten Schüler von Johann 
da Bologna. Er arbeitete lange bei diesem MeisIQP, und an da 
Bolognrfs berühmten Gruppen des Raubes der_Sab1nerin und des 
Herhules mit dem Centauer sollen die Köpfe bis auf einige Retou- 
chen von Francavilla seyn. Von ihm sind auch die Statuen der 
Klugheit, Dernuth und Keuschheit in der prächtigen Capelle Nic- 
colini in S. Croce zu Florenz. Diese Werke sind sehrschön und 
einfach. 
" In der Capelle Scnarega in der Cathedrale zu Genua sind von 
seiner Hand die vier Evangelisten mit St. Stephan und Ambrosius, 
ebenfalls schöne Statuen. Hierauf kehrte er wieder nach Florenz 
zuriiela, und verzierte in der Dominihanerhirche die Kapelle des 
heil. Anton mit sechs Statuen; auch für die Facade der Hauptkir- 
che musste er sechs Colossale Statuen ausführen. Auch in Pisa hin- 
terliess er WVcrlae und endlich berief ihn IÖOI Heinrich IV. an 
Nuglefs Künstler-Lear. I V . Bd- 28
        

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