Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725835
36 
Üuvct 
Jcun, 
auch 
nimmt. 
Duvct, Jean, BUClI Danet, und der Meister mit dem Einhorn, 
Maitre s la Lieorne. genannt, weil er dieses 'l'hier auf etlicheu 
Blättern anhraclite. Duvet oder DVVE'[', wie er sich selbst auf 
mehreren Blättern nennt, war Goldschmied, denn auf einem Sti- 
che liest man: Joh- Dnvet aurifab. Lingon annor. 70 has hist. per- 
fecit. Aus dieser Inschrift geht zugleich hervor, dass Duvet 11435 
eboren wurde, und nicht um 1510, wie in vielenltunsthistoriselren 
gchriften zu lesen ist. Letzte Angabe beruht auf lseinem Grund, 
denn wenn Duvet 1555 siebzig Jahre alt war, so musste er 11m5 
geboren seyn. 
Duvet führte bis in sein hohes Alter den Grabstichel mit gros- 
ser Sicherheit, so dass man glauben möchte, er habe in weichere: 
Metall gegraben, als Kupfer. Seine Zeichnung ist ziemlich correltt, 
die Composition aber bizarr. Er steht im Ganzen unter den gleich- 
zeitigen deutschen und italienischen liupferstechern, verdient aber 
dennoch Aufmerksamkeit. 
Bartsch P. gr. VII. .196 beschreibt von diesem Meister 45 B1. 
Die Vermählung Adam's und Eva's durch den ewigen Vater: Jo- 
hannes Duvet fac. H. 11 Z., Br. 7 Z. 11 L. 
.Moses empfängt von Gott die Gesetztafeln; links Noah, Abra- 
ham mit Isaac, Jakob und Melchisedech; rechts Jesse, David, 
Joseph und Maria mit dem kleinen Jesus. DVVET. H. 102. 
g L', Br. 7 Z. 8 L. 
Die Botschaft des Engels an Maria. Ohne Namen und Zeichen. 
H. 6 71.9  Br .1 Z. 2  
Die Geburt Christi. Ohne Namen und Zeichen. H. g Z.  
BIT- 5 Z. 2 In. 
Christus am Iireuze zwischen den Schächern. Mit Duvefs Na- 
men. 11.11 Z., Br. 7 Z. 11 L. 
Die Grablegung Christi, Copie nach Mantegna. H. 10 Z. 5 L., 
Br. 6 Z. 7 L. , 
Maria auf dem Halbmonde stehend mit dem Jesusltinde; dielNla- 
donna nach BafaePs Lucretia oder vielmehr nach Marc An- 
ton's Stich copirt. H. 5 Z. 10 L., Br. 2 Z. 5 L. 
Die beiden Johannes, 1528. ohne Namen und Zeichen, etwas 
zarter gestochen, als Duvct es zu thun gewohnt war. H. 5 Z. 
 r.5Z.7L. 
Moses und Petrus, schlecht gezeichnet und unvollendet. H. ß Z. 
9  Br. 6 Z. 
Die Heiligen Sebastian, Anton und Rochus, nicht ganz been. 
digt. H. 9 Z. 2 L., Br. Ö Z.  
Judas am Baume hängend, nur halb beendigt. H. 9 Z, 5 1", 
Br. Ö Z. 1 L.    
Die Ayocaly se des heil. Jfohanncs, in einer Folge von 2'; Blgit- 
ter. lllhlrciimesser der Hohe 11 Z., jener der Breite ohngelähr 
8 Z0 . 
Das erste Blatt stellt den Iiiinstler an dem Tische sitzend 
vor, wie er die Apocalypse studiert. Auf einer Tafel neben 
dem Buche steht die am Anfange des Artikels gfwähntg In. 
Schrift. und unten links am Steine liest man: Sacra in hac et 
aliis sequentibus tabellis contenta misteria ex divina Johannis 
Apocalypsi desumpta sunt etc. 
Die Blätter sind mit dem Namen Duvet bezeichnet, 
Die Marter Johannes des Evangelisten, wie er vor Don1itian' in 
dem siedenden Oelkessel sich befindet: Johannes Dvvet fac. 
8.11 Z., Br. 7 Z. g L.  
Die Sibylle, den Fuss auf eine Vase mit dem Namen "Johan- 
nes" stützend, mit I. D. bezeichnet. H. 7 Z. 5 L., ßr, 5 Z,
        

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