Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1729567
Ueberdiess fertigte Caradosso auch mehrere Friedensbilder (Plßßl 
in halberhobener Arbeit, einen Palin grosse Cruciiixe, aus zartem 
Goldbleche auf das zarteste gearbeitet. 
Seine treifliche Medaille auf Bramante, die mit Geschmack und 
mit grosser Meisterschaft keliamlelt ist, -.ist in Cicognarafs Sun-in 
della scultura II. tav. 15. abgebildet. Sie zeigt das lebensvolle 
Brustbild des berühmten Architekten, und im Bevers den Genius 
der Architektur mit der bereits vollendeten Peterskirche. Dieses 
konnte einigen Zweifel erregen, da die Kirche erst nach Michel 
Angela's Tod vollendet wurde, und [so lange lebte Caradosso nicht. 
FOTEIDOSCO. S. Ferrabosco.  
FOfblClHl, EIIQdQTO, Maler von Verona, der sich in Grottesken 
berühmt machte. Er arbeitete an vielen Orten mit F. Ricci und 
mit B. India. Blühte um 1563. 
Fürbma Graf von: Iiuiistliebhaber zu Paris, der um 1720 gebo- 
ren wurde, wahrscheinlich der Vater des folgenden Künstlers. Er 
ätzte vier kleine Blätter, von denen zwei Baumstudien vorstellen. 
Forbin, Louis Nicolaus Philipp August, Graf von, 
Iiistoriennialer, der schon lange als Schriftsteller und Künstler bekannt 
ist. Er wurde 177g zu Roque im Departement der Rhonemiin- 
dung geboren, aber zu einer für seine Familie verhängnissvollen 
Zeit. Als Knabe sah er zu Lyun seinen Vater und Oheim um- 
kommen, und, er selbst war jetzt hiilfsloser Flüchtling. 
Doch fand er bei dem berühmten de Boissieux Zuflucht, und 
diesem Künstler verdankt Graf Forbin auch die erste Anleitung zur 
diurist. Später fand er auf einem Zuge des gegen Nizza und Tou- 
lon bestimmten Nationalgarde-Bataillons in letzter Stadt den be- 
rühmten Maler Graiiet, mit welchem er innige Freundschaft schloss. 
Nach beendigtein Feldzüge begab er sich nach Paris, wo er in 
David's Schule mit angestrengtem Fleisse arbeitete, bis ihn die 
Iiriegspflichtigkeit zum zweiten Male in das Feld rief. 
 Nach erhaltenem Abschiede ging er nach Italien, und hier blieb 
er bis zur Kaiserkrönung Napoleonä. Kurze Zeit darauf trat er 
wieder in Iiriegsdienste, machte die Feldzüge in Deutschland, Por- 
tugal und Spanien mit, nahxn aber nach dem Wiener Frieden den 
Abschied, und kehrte nach Rom zurück. In dieser Stadt lebte er 
bis 1814 eifrig der Kunst, bis er' nach Wiederherstellung des Kp- 
 nigthuins Paris besuchte, Hier wurde er kurze Zeit darauf _Mit- 
glied der Akademie und General-Inspector über die königlichen 
liunstsmumlungen. Sein erstes Geschäft war die Ordnungfles von 
fremden Iiuustsehiitzen jetzt entblössteu Museums, oder wie Gabet 
sagt: a. rcnarei- les desastres de nos galeries devastees par les ar- 
mecs Ötraiigeres. Später wurde er General-Direktor der k. Museen 
an Deuon's Stelle, und diese Stelle bekleidet Graf Forbin noch. 
Im Jahre 1817 bereiste der Künstler Griechenland, Syrien und 
Aegypteii, wo er überall die Ueberreste des Altertliillns untersuchte, 
und zeichnete. Die Frucht dieser Reise ist die Vtryage dans le 
 levant en 1817 et 1818. Paris 1819, gr. fol. Dieses prächtige Werk 
111380 litliugr. Blätter. 200 Fr. im Subscriptionspreis. Der Text 
findet sich einzeln. In Prag erschien 1323 ein Nachdruck mit Aqua- 
illltllstlchen von Döbler. Er machte auch eine Reise nachSicilien, 
und des Resultat derselben sind die Souvenirs de la Sicilie. Paris 
1825. gr- _8- mit einer Abbildung. 
NRCh Seinen Zeichnungen wurden auch die Vues de Pisle (T5156 
gestochen.
        

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