Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1729460
F ontzillartl, H. Gärard. - Fontana, Domenico. 399 
Fontallard , H. Gerard, zeichne, und Liihdgraph zu  E, 
zeichnet Genrestiiclie und Carrikaturen, 11ml üPCh durch die iLi- 
thographie sind solche bekannt. Sie sind mit einem Mßnogramme 
oder mit H. G. F. bezeichnet.  
Dieses Iiiinstlcrs erwähnt Brulliot, Gabet aber ubergcht ihn. 
Wir glauben nicht, dass er mit dem vorhergehenden Eine Per- 
son ist. 
Fontana, DOmBnlCO, Architekt, geb. zu Mili am Comersee 15.1.5, 
gest, zu Neapel 1607. Er kam im zwanzigsten Jahre nach Iiom, 
wo sein älterer Bruder Johann bereits die Architektur studierte. 
Auch er studierte jetzt niitEifer die antike und moderne Baukunst, 
und besonders auch Michel-Angelifs Werke. Er zog bald die 
Augen des Cardinals lYlontalto auf sich, und dieser ernannte ihn nach 
seiner päbstlicheii Thronbesteigung zu seinem Architekten. Mon- 
talto, nachher Sixlus V., übertrug ihm den Bau der Kapelle in St. 
Maria Maggiorc, die unter dein Namen del Presepio bekannt ist, mit ei- 
ner schönen und reichen Kuppel, die in Rom Celcbrität erlangte. Um 
dieselbe Zeit übertrug ihm der Cardinal auch den Bau des bei der 
erwahntcn Iiirche gelegenen Pallastes, welcher nachher den Na- 
men der Villa Negi-oiii erhielt, doch bald wären die Unterneh- 
mungen ins Stocken gerathen. Der Pabst Gregor XIII. zog, in 
der Meinung, dass Montaltu reich sei, diesem seine Pensionen 
ein. Nun fehlten die Mittel, zur weitern Fortsetzung desBaues , aber 
Foutana selbst brachte sein Ersparniss von tausend römischen Tha- 
larn nach Rom und mit dieser mässigen Summe vollendete er die 
Capelle del Presepio. Diese Freigebigkeit legte den Grund zu sei- 
 nein Glücke. Bald darauf wurde Montalto Pabst und Fontana sein 
Architekt. Nun wurde die Kapelle ausgeziert und die Villa mit 
der Gartenanlage vollendet. Jetzt fasste Sixtus V. den Plan , die 
Monumente des alten Roms herzustellen, und das erste war die 
Aufstellung des Obelisken, der jetzt eine majestätische Zierde des 
prachtvollen St. Petersplatzes ist. Ehemals stand er im Circus des 
Nero und es war daher keine geringe Aufgabe, eine Last von ei- 
ner Million Pfunden zu lieben. Der Pabst rief Mathematiker und 
Iflgcnienre zusammen und mehr als fiinf hundert Projekte liefen 
ein. theils in Zeichnung, theils in Älodell. Unter der Zahl der 
Concurrenten war auch Fontana,  und _er zeigte dem Pabste ein 
Modell vor, das nach geringer Diskussion als das tauglichste er- 
kannt wurde, und dieses wird noch aufbewahrt. Die Arbeit lie- 
fann den 50. A ril 1586 und der kühne Architekt setzte den Co- 
uss an die Steliiz, wo er sich jetzt befindet.  
_D_er Pabst war entzückt und er belohnte seinen Günstling kö_ 
nlglich. Er ernannte ihn zum Bitter "und liess seinen Namen 
dem Fussgestelle des Obelisken eingraben. Auch zwei Schaumiin- 
zen wurden zum Andenken des bewunderten Mannes geprägt,  
Die näheren Angaben der Aufrichtung des Obelisken S. neueste 
Beschreibung von Rom Von Bunsen, Platner etc. II. 1. S. 156. 
Hierauf wurde ihm die Arbeit des Lateran übertragen undsein 
Werk ist der neue lateranische Pallast, die Facade voridem hin- 
gt") Eingänge der lateranischcn Iiirche gegen S. Maria Mag iore. 
des". erwähnte Pallast ist seit 1752 ein weibliches Waiseniiiaus. 
slxtus Verwendete seinen Architekten auch beim Bau der vatikani- 
schen Blblimhßk, und auch ain Baue des QuirinalS hatte er An- 
llleil; V01"! ihm rührt der Theil am Monte Cavallo her, und ihm 
Qfibllhrt auch die Erweiterung des Platzes, wo er ebenfalls die be- 
"ruhniten Colosse aufstellte. Er restaurirte auch die Säulen des
        

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