Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1729437
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Fullz , 
PITIÄIÄIIPP. 
Ifoltz , 
Adrian. 
Malerei und in dieser zur Gesehichtsmalerei, blieb unaufhörlich 
 vorherrschend in ihm.  ßeit seinem 15Min Jahre erhielt er sich 
selbst; er' versehmähte fäS 111cm, Zeichnungen für Singschulen, ja 
l  Tabacksblätter;ijillßferlh 11311 nur selbstständig leben zu kün- 
 äien. Die" Coniiwositlßliähzu Gothe'_s Faust und aus den Nibelun- 
gen zgggn den angehenden llunglingßzu Curnelius grossartigexn 
Genius nach Dnsseltlqrf. ,Aber diese iurhFeltz und für die Iiuust 
 so heilsaniev Begegnung kam damals nicht zu Stande. _ Sechzehn 
"ä lixtiliogra hirte Blätter irus Schiller-E Wilhelm Tell nebst andern viel 
 Vers" reclhenden Entwürfen und Zeichnungen brachte Foltz mit, als 
 eräöänige "ilVoehexirnäch der Thronbeisteigung Iiönig Ludwigs 1825 
nach München kann, Ebenkeimte dgirt, unter den erfreuliehsten 
 .,Aussiehten, Wyieseit drei Jahrhunderten nimmer, eine neue deut- 
  sehe Malei-sehnle, nafionzil, religiösund historisch. Coruelius war 
an ihrer S itze. Bald nach seiner Ankunft in München Verwen- 
 "dete sich Fiiltzriii der Glyptothek ingFresho unter Schlotthauefs An- 
 leitung. In den Arkaden des Ilofgartens half er Schilchen eine: 
der wohlgefälligäteil Tableaux ausarbeiten, die Griindunj der Erst- 
eburt und Untheillgarkeit Bayerns durch den weisen ihlbert IV. 
 sich alleinlli'efä'rte'Foltz des Churfiirsten Max Joseph III. 1759 
  iollzogene Gründung der Akademie der YVissenschaften, eines der 
gelirn ensten Bilder der ganzendßeihe. Aus den, den berühmte- 
 stxdiflgichiiäih des; klassischen Altertliuxns, wie unserer Tage, ent- 
 j noxnmenen vFrpslien des neuenliönigsbaues wurden Foltz und sei- 
 118m Freiifide"Linilenschmitt Schiller zugewiesen. Aus diesem rei- 
 chenßorp gab erwzvyci Bilder aus dem Tell, eines aus dem Wal- 
 leristehziiind  Taucher, den Ritter Tuggen- 
Burg, den  Kraniche des Ibicus. 
In der Oelmalerei, worin er es jetzt so weit gebracht hat, 
, hat Foltz lpigmals einigen Unterricht erhalten, er war sein eigener 
Lpigrer und Schüler. Eines seiner ersten Oelgemälde war die für 
ihren todesmiiden Vater Wache haltende Suliotin und verwundete 
__"-Gri!achen, irnl Besitz Ed. von Eiehthalts, dessen Eigenthum auch die 
WÜaüflihrc-r ltilpe desßgeliebten "Buben harrende Sennerin ist. Ein riih- 
ßlßrendes  Bild "ist die Fischerin arn Jächensee mit ihrem Iina- 
I!" Wben im Arm, beim Ausbruch eines -Sturmes ihren eben in einem 
schmalen Nachen über den erbosten See heimkehrenrlen Mann 
ängstlich erwartencl. Ein sehr gelungenes Bild, zwei Jäger im 
Gemsgellirg aus einer Höhle hervor auf das nahe Wild dauernd, 
ist im Besitze des grossen Künstlers, Generals von Heideck, und 
ein anderes höchst gediegenes Bild, ein von den Jägern an den 
Baum gebundener und von .den_Seinen wieder befreiter Wild- 
eehiitze, fiel in der Verloosungüles Hunstvereins dem öster. Ge- 
 sandtschqftsseltretär Greifen Marogna zu. Zwei der trePfliehsten 
 _.,B_.ilder besitzt gGraf Arco; die Sennerin mit dein Jäger in traulichem 
  Gekose, und den Ritter und seine Braut, unter einer schatteilrei- 
 Cllen Buche Vyor dem Pförtleintier väterlichen Burg, Voll G- 130d- 
mer sehr schön lithographirt. 
Im Jahre 1352 zeichnete er denAbschied König Otto's von Grie- 
  "Clienland, _'Welchen G. Bodmer ebenfalls lithugraphirt hat. 
  ' Dieses grosse Blatt zeigt '42 Portraite und ist mit grosser Sorg- 
 falt ausgeführt.  ' 
 Gegenwärtig" befindet sich Foltz in Italien. 
FOltZ, Adrian, Historienmaler zu Copenhagen, der sich zu Rum 
bildete, wo er in der Sßhildürbßllf den Namen Zimmebeld erhielt. 
Seiner erwähnt Houbraken, ohne Näheres über ihn zu bestimmen.
        

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