Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1729415
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F010 s 
Giova 
annL 
den, und 1767 stach er zu Warschau des Bildnis: des Königs Sta- 
nislaus Poniatowshy, nach Bacciarelli. 
Portrait des Ismael Menäg, nach demselben.  
 St. Sebastian, nach van_ yck. _ 
 Der Philosoph, nach Ribera, mit B. follin 1c, bgzgichnet, 1m 
 Dresdner Galleriewerk, fol. 
FÖlO, Giovannl, Iiupferstecher, geb. zu Bassano 175.1, 5505; zu 
 30m 1356. Dieser Künstler bildete sich zu Rom in Volpattfs 
Schule, doch Will" in der Folge Rafael Morghen sein Vorbild in 
der Stecherlsuilst. Anfangs hat man ihm einige Härte und Tro- 
ckenheit vorgeworfen, wovon sein schönes Blatt mit RafaePs Ma- 
donna de' Candelabri ebenfalls nicht ganz frei ist, vermieden da- 
gegen ist dieser Fehler in der Meter (iolurosa nach sälSsofeyatq, 
Diese stellt eigentlich keine schmerzhafte Mutter dar, es sollte 
vielmehr diehetende Maria genannt werden. Doch trägt die Be- 
nennung dieser fast lebensgrossen halben Figur nichts bei. Der 
Künstler wusste hier den Charakter des Vorbildes genau auszudrü- 
cken und über das "Ganze ist eine Harmonie verbreitet, welche 
mächtig auf die Seele des Beschauers wirkt. 
Folo verdient den Namen eines grossen Künstlers. Sein Bestre- 
ben geht mehr auf grossartige Form, als auf einen dem Auge 
schmeichelnden Vortrag. Seine Stiche haben durchaus etwas Kräf- 
tiges und Ernstes. Indessen vereinbaret sich dieser Vortrag doch 
sehr wohl mit Gegenständen, welche eine weichere Behandlung er- 
 fordern, wie er in dem Blatte mit Adam und Eva bewiesen hat, 
wo die Formen und grossarti en Flächen im Fleisch, besonders in 
der edlen Gestalt der Eva, treiiflich gegeben sind. Sein Meisterwerk 
bleibt jedoch immer sein heil. Andreas nach Dominichino. Ein 
sehr schätzbares Blatt, zierlich und kräftig. Iiunstgemäss in Be- 
handlung des Fleisches, der Haare und des Gewandes, ist auch 
die erwähnte Madonna de' Candelabri. In wenigen Stichen nach 
Rafael ist der Geschmack und Styl des grossen Meisters so aufge- 
fasst; die Darstellung ist in runderForm gegeben, nach dem Bilde, 
das ehedem in Lucian Bonapartds Sammlung war. Nur die gan- 
zen Gestalten der Engel sieht man nicht, sondern die Köpfe und 
 die Fackeln zu beidenSeiten. Für ganz kleine Blätter eignete sich 
 Polo's Manier nicht, was sein Medaillen, mit dem Bildniss Pius VII. 
beweiset.   
Folo war Mitglied der Akademie von S. Luca zu Rom. Seine 
Blätter sind grösstentheils in grossern Formate.  
Die Marter des heil. Andreas, nach Dominichino, Hauptblatt, i'm 
ersten Drucke vor der Schrift 25 fl. 12 lir.  
 Madonna de' Candelahri, nach Rafael. Im Avantdruck 18 fl. 
 Mater dolorosa, nach Sassoferato, 12 fl. 
Adam und Eva , angeblich nach Titian.  
  Danae, nach Titinn.   
Der Kindermord, nach Poussin. Im ersten Druck vor derSchi-ifi; 
25 il- 12 lar. 
Venus in der Muschel auf dem Meere, nach B. Nocchi. 
Die Nymphe und der Satyr, oder Jupiter und Antiope, nach 
Qagneraux. Das Gegenstück, jedes 9 il- 
Die Zelt, Welche die Wahrheit entdeckt, nach N. Poussin. Im 
Avantdruck 25_fl- 12 kr.  
Der Erzengel MlChüOl, nach Guidv- Im seltenen Avantdruch, 
21 fl. 56 kr.   
 Bildniss Pius VII. in Medaillen.  
Christus erscheint der Magdalena als Gärtner, nach RafaePs 
Teppich.
        

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