Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1729276
lY-Iatteo. 
Floris , 
Franz 
VOD- 
FlOTIHO, MQIIZEO, ein mittelmäßiger Iiuäferstecher, und '1{uns;v-e;_ 
leger, welcher die Blätter des Achilles eli herausgab, und den 
Einige Florian und  Er Setzte auf die Blätter die 
 Buchstaben F, 1-1, was Florim formts bedeutet. Auch? mit M_  
  BQZQIQHQQtQ gpdie Blatten. Auf einem Blattc mit der bei], Jung- 
  iffaüfahfidegi Throne: liest man: Matten Florimi fecit, fuL ' 
14:44,; .nivnig"patssiön Jesn: lE_SV XPTI passionis et resurrectionis monu. 
"i "Ineiiiä: iandrea Bascoli xnv. Matth. Florinus fec. gr. 3. 
 4 Hell y,- Gßäßlllßhlß derHolzschneidekunst S. 188, zählt ihn auch 
unter äiesläbrmschneider, und glaubt, er sei Eine Person mit Ge- 
 orglYIßThiiüS VqnAngsburg, was noch der Bestätigung bedarf. 
 Franz YQQ, eigentlich Frans de Vrivenclt; llistorienma- 
Äler, geb. zu Antwerpen 1520, gest. daselbst 1570, Er war der 
Sohn eines Bildhauers Cornelis de Vriendt, und er selbst trieb an- 
fangs diegßilclhauerei; fand sich aber mehr zur Malerei gezogen , 
undgso trat er, zu Lüttich in die Werkstätte des Lambcrt Lom- 
bart, bei welchem er sich unter allen Schülern den meisten Ruhm 
erwarb, Anfangs malte er auch in der Weisc dieses. Meisters, 
Yeriindepte aber seine Manier, als er in Italien Rafael und 
lVIichel Angela's Werke sah. Damals gingen schon viele Deutsche 
und Niederländer nach Italidn , um sich die Vorzüge der erwähn- 
ten Meister anzueignexl," In der aussehliessenden Nachahmung des 
 lVIichel Angele waren. die meisten unglücklich und sie büssten ih- 
ren ursprünglichen Sinn für die treue Aulfassung der Natur und 
häufig auch ihre gute Färbung ein- Die Werke derjenigen Maler, 
welchesich der Nachahmung des Rafael  Lionardo da Vinci und 
sonstiger grosser italicnischei" Künstler befleissigten, sind nicht in 
 dein Grade widcrstrebend, zeigen aber demohngeachtct ebenfalls 
Mangel an feinerem Vcrständniss der Form". Auch Floris studierte 
 in Rom nebenider Antikel die Werke des Buonarotti, und errnahm 
 in lder Zeichnung vieles von der Weise dieses Meisters  doch 
 war esbesonders Rafael, den er zum Vorbilde nahm. Vasari er- 
klärte ihn. als dcnbesten unter den niederländischen Malern und 
inLAusdrucalte der Gemiithsbeyvegungen wrerglicb er ihn mit Bafhel. 
Sein Iluilfolgte-ihm in die Heimath; wo er sich, den Ruhm des 
besten Zeichners der Vaterländischen Schule und den Beinamen 
 dcsmiedcrländischeil liafaePs erwarb, doch muss man nicht glau- 
ben,_ dass in Seinen Gemälden die hohen Vorzüge jenes berühmten 
Meisters! zu finden seienf   
 Seine ßilder fanden ungetheilten Beifall, und er wurde mit Be- 
stellungen überhäuft, aber die vollkommenen Gemälde dieses Künst- 
lerssind äusscrst selten, theils weil er nicht gerne mit der flcissigeil 
Ausführung sich abgab, theilstwegeil seinerLiebe zum XVeiuc, dcrihu 
1.11 Schritten verlcitete, die ihn in ilcnJXugc-n der gebildeten Welt 
'herabs'etzten. Dieses Uelael War bei ihm so verhärtet. (1359 51111 
selbst ldie poetische Epistel nicht heilte, die Cooruhert gegen ihn 
richtete.  
Die technische Fertigkeit dieses Künstlers war bedeutend und 
daher gebrauchte man ihn bei grossen Decorationeu, Triumphbogen 
und zu andern. festlichen Verzierungen. Er malte die Triumphbo- 
gen beim Einzugs Karl V. und Philipp II. in Antwerpen. Er bil- 
dete auch eine grosse Schule, deren Zöglinge für ihn arbeiteten, 
Das reichhaltigste Vcrzcichniss der Werke dieses Iiiinstlcrs gibt 
Descam s. Viele sind noch in den Niederlanden, und auch in 
Deutschland sind solche zerstreut. Zwei vorzügliche Werke sind 
in der k. k. GnllCYlC zu Wien: Der Fall der ersten Menschen und
        

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