Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1729216
"374 
Flieth , 
Heinrich 
van. 
Flin d , 
Paul. 
plemonte zum ixllgemeinen Iiiinstler-Lexicon erwähnt, und zwar 
nach Fiurillo. Letzterer bemerkt unter seinen Werken die Ent- 
führung der Helena aus dem fempel der Dlfma, und sagt, dass 
sie einer Theatersceneglexelie. Flenry huldige; der theatralisch- 
aHelstii-ten Weise der lranzosischen Schule. Das von Fim-illu er- 
wähnte Bild brachte Fleury 1300 zur Ausstellung. 
Ob sich dieser Iiiinstlei- noch am Loben befinde, wissen wir 
nicht. Die neuesten Bilder, welche {Gebet aufzl-ihlt, sind eine 
Flucht in Aegypten mit Mondbeleuchtung von 1819, und Portraite 
von 1822-_ _  
Fllßtll, HßlnrlCll T2111, Maler aus der zweiten Hälfte cles 17mm 
Jahrhunderts und Nieilc eines anderen Malers van Flieth. Sie 
stammten aus einer edlen niederländischen Familie. 
Flltlßli, Govaert van, Maler, wurde 1616 zu Cleve geboren und 
 von seinen reichen Eltern zur Handlung bestimmt. Allein er fand 
nur an der Drlalereißehagen, und daher widmete er sich unter L. 
Jacobs und Rembrandt derselben vorzugsweise. Den letzteren 
ahrnte er anfangs sehr gut nach, später aber beiliss er sich einer 
sehinelzenderen Nlanier und eines getreuen Studiums der Natur. 
Er erwarb sich Ansehen als Künstler und die Gunst des Churfiir- 
sten Friedrich VVilhelni von Brandenburg und ldes Moriz von 
Oranien, so wie anderer hohen Herren. Für diese Fürsten malte 
Flincli mehrere SlLüCliC und auch Bildnisse, die Beifall fanden, nur 
ihm allein gefielen sie nicht mehr, als er VVerlie-von van Dycls 
sah, und Rubens Gemälde machte ihn so staunen, dass er die Ma- 
lerei ganz aufgeben tivollte. "Allein er griff aus Liebe zur Iiunst 
bald wieder zu dem Pinsel. Sein Meisterstiick ist auf dem Stadt- 
liause zu Amsterdam, für welches ihm zwölf Gemälde aufgetragen 
wurden, die er ]ß(lOCl1 nicht vollenden konnte, da ihn der 1660 
 erfolgte Tod kaum die Entwürfe vollenden liess. In holländischen 
Cabinetten finden sich noch Gemälde von seiner Hand, Im Jahre 
1806 wurde aus der Sammlung des H. van der Put ein solches mit 
Jakob. welcher den Isaak segnet, verkauft, aber auch im Pariser- 
lVIuseum war unter Napoleon ein sehr schönes Gemälde mit der 
Segnung des Jßliüi). Dieses sehr schöne Bild ist jetzt im Museum 
zu Amsterdam. Seine Bilder zeichnen sich durch VVahrheit und 
Harmonie des Colorits, durch sorgsame und lleilssige Vollendung 
aus. Man zahlt seine bessern Zeichnungen mit b  8 Thlr. 
Mehrere seiner lVVerlie wurden von Dalen, A. Bloeteling, G. F. 
Schmidt, J. G. Muller, E. C. Hoffmann u. a. gestochen. 
Fllllßk, NlCOlallS AnliOll, Maler und Sohn des obigen, fertigte 
ebenfalls mehrere Bilder, die ihm Ruf erwarben. Er erbte das 
kostbare Cabinet seines Vaters, welches an l-inpterstiehen u. Hand- 
 Vzeichnungen allein so reich war, dass nach Nieolaus Tod ein eng- 
lischer Lord für diese 12,000 fl. zahlte. 
Dieser jüngere Flinek war der Gönner des van der Werlf. 
Fllnck:  G's Iiupfersteeher, dessen Lebensverhältnisse wir nicht 
liennen- In iFreuzePs Catalog der Sammlung des Grafen von Stern- 
berg-Manilerselieid I. Nro, 1065 Sind sechs Blätter von einem sol- 
chen Künstler ernriihnt. Sie stellen Ansichten und Durchschnitte 
des Berliner grosseu Opernhauses dar, qu. fol. 
Flllld, Paul, nicht Flynt, wie ihn Einige schreiben, war Kupfer- 
stecher und vermuthlich__ Goldschmied zu Nürnberg; daher 
heisst er auch Paul von Nurnberg und dahin sind die Buchstaben
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.