Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1728971
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Fischer , 
Joseph. 
nen Iiünstlerlexicon II. 565) Volqwmlnenden Verläumdungen gegen 
Fischer zu. Er soll in Pairis für den Fürsten Esterhnzy eine C0- 
pie des sterbenden Gerrnanicus von P1110551!) nin grosses Geld erstan- 
den, und selbe fiir Original dem lsursten nbergeben haben. Das 
tlVahi-e an dieser Sache ist: dass Fischer dieses so schändlich er- 
wähnte Gemälde in PMIS für sich selbst erstnnd. Später erhielt es 
den Beifall des Fürsten, _und der liunstler uherliess es Sr. Durch- 
laucht, ohne dass Yon einem Preise die Rede war." Erst in Wien 
1805 bezahlte der Furst dieses und ein zweites G-enielde. Wäre der 
Fürst getäuscht worden, so hätte er sicher den hunstler nicht als 
Direktor angestellt, und demselben stets seine Gunst geschenkt. 
Fis'cher's viele, mitunter tretfliche, Arbeiten wurden erst in letz- 
terer Zeit gewürdigt. Im Jahre 1315 erhielt er das Diplom als Eh- 
renmitglied der Alsadeinie und wurde ausserurdentlicher Professur 
der Landschaftszeichnung und der Uebertragnng landschaftlicher 
Darstellungen auf das Kupfer mittelst der lladir-Nadel; 1818 wurde 
er als ordentlicher akademischer Rath und 1821 zum ordentlichen 
Professor im ehen erwähnten Fache ernannt. 
Iiupferstiche, welche seil: 1786 von Fischefs Hand erschienen, 
sind:  
Herkules und Omphale, nach Cars, geiitzt und mit dem Grabsti- 
ehel ausgeführt. 
Ein Iiindes- und ein Jiinglingskopf, nach Schmutzer. 
Zwei Köpfe , nach Rubens, auf einer Platte. 
Ein Kopf nach Etlelink. 
Ein Kopf nach Schuiutzer. Sämmtliche drei Platten sind mit dem 
GDQlJSlllClflßl vollendet. Aus diesen kraftvollen gelungenen Erst- 
lingen erkennt man schon den künftigen Meister. 
Zwei Theater-Sccnen; 1) Cordelia um ihren Vater Lear beschäf- 
tiget; g) Agnes Bernauerin zumvTode geführt. Versuche in 
aqua tinta.  
Die unterirdische Höhle bei Ostrow in DIIiihrcn, grosscs Blatt in 
Aquatinta. 
Bildniss Johann Majons, geiitzt. 
Zu Vussen's Aeneide: 1) die dem Aeneas erscheinende Venus; 
2) die kriegerische Cainilla, beide Blätter mit dein Grabstichel 
 ausgeführt. 
Das Bildniss des Grafen Czernitschef. 
Christus in templo dispntans, nach Spagnoletto, Preisstuck, mit 
dem Grabstichel gefertiget. 
Carrihaturen, nach der Natur entworfen, fünf raclirte Blätter. 
Sechzehn radirte Blätter: Ein schlafendes Iiind, ein Iinabe mit 
einem Tiiubchen, eine Hannakin u. s. w. 
Fischer's eigenes Bildniss, nach Abel. 
Vierzehn raclirte Landschaften, Ruinen und Ansichten aus Böh- 
men bei Budin, an der Elbe und an der Tüpel. 
Zehn Blätter in Aquatinta: Mehrere Figuren nach der Natur, 
ßltifßkludenschule, ein unterirdisches Gewölbe , Architektur- 
stuc e. 
Zwölf Blätter in verschiedenen Manieren, als Anfangsgründe für 
angehende Landschaftszeichner. 
D? Bildmss des Grafen von Magnis, nach Abel, in Schwarz- 
unst.  
Zwei Blätter, Welche den verwundeten Künstler selbst, und die 
Ehebrecherin nach Füger vorstellen, ersteres rar-litt, letztere; 
ein sehr grusses Blatt in Aquatinta. 
Das Portrait des Iiaisers, ivofür der Künstler eine goldene Me-
        

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