Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1728933
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Firenzuola, 
Agnollo. 
Fischer, Joh. Bernh. , 
v. Erlach. 
im Schlosse Pinarolo. Die Piemonteser wollen ihm schon die Iiunst 
in Qel zu malen beilegen, was unrichtig ist. 
Firenzuola, AgIIOIO, Maler und Dichter zu Florenz um 1550- E! 
malte Historien, seine Figuren aber fallen zu sehr ins Schlanke. 
1m Jahre 154g erschienen _zu Florenz bei B. Giunti seine Bime, 
und 1552 bei Torentmo die Prose. Im Jahre 1725 wurden seine 
Werke zu Neapel in drei Bänden aufgelegt, die wegen der Voll- 
ständigkeit geschätzt waren. Von 1765  66 erschien zu Venedig 
eine vermehrte Ausgabe in vier Bänden, und 1802 eine solche zu 
Mailand in fünf Bänden. Verdienstvoll sind seine dialoghi della bel- 
lezza delle donne, die zu Paris 1578 J. Pallet auch in einer fran- 
zösischen Uebersetzung herausgab. 
Firßnzllßla; Beiname von V. Maculano. 
Firmlan, Cafl JOSC-Spl], Graf VOII, ein hochgebilcleter und bie- 
derer Staatsmann, Beförclerer alles Schönen und Guten, wurde 1719 
zu Deutschmetz im Trientischen geboren. Er that Alles um Kunst 
und VVissenschaft wieder zu beleben, errichtete Bibliotheken, un- 
terstiitzte Künstler und Gelehrte und beförderte das Völkergliick. 
In Fiisslfs Supplement zum allgemeinen Iiiixistler-Iiexicon heisst es, 
dass der Graf in seiner friihern Zeit auch die Historienmalerei in 
ächt italienischem Geschmacke geübt und sich auch mit der Nadel 
und dem Grabstichel versucht habe. Davon schweigt die öster- 
reichische National-Encjyclopiidie (Wien 1835). Graf Firmian stand 
mit Winclselmann in genauester Verbindung und Angelika Hauf- 
mann erfreute sich in Italien seiner Unterstiizung. 
Dieser edle Kunstlreuncl starb 1782. 
Firmian, Lactanz Graf von, ein berühmter Kunstliebhaber und. 
selbst Künstler, wurde 1712 zu Trient geboren. Er war Oberhof- 
meister und Musik-Inspektor am Hofe zu Salzburg und der Grün- 
der der bekannten Gallerie in Leopolclslsron. Hier sah man 500 
Handzeichnungen von seiner eigenen Hand, die frei mit der Kreide 
ausgeführt sind. Besonders glücklich war er im Portraite, und 
solche schnitt er oft mit seinem Diamantringe in wenigen treFfen- 
den Zügen in die Fenster seiner geschätzten Bekannten, Auf 
derBibliotheli zulnnshruck sind, nach seinen Zeichnungen 21 theils 
von ihm selbst radirte, theils von Schaur in Kupfer gestochene 
Stücke mit den Jahrzahlen 1742, 1746, 1751- 
Nachrichten über diesen 1786 zu Deutsch-Metz verstorbenen ed- 
len Kunstfreund gibt Pillwein im Lexicon salzburgischer Künstler, und 
auch die österreichische National-Encyklopädie (VVicn 1835) gibt 
kurze Nachricht über ihn. Dort heisst es, dass Firinian auch Por- 
traite in Oel, so wie Köpfe und Alsademiestüclse in,gebrannter 
Erde gefertiget habe. 
Flsßhach: 8': vermnthlich ein Iiunstliebhaber, dem man ein geätz- 
tes Blatt zuschreibt, das mit S F 1772 bezeichnet ist. Es stellt das 
- Portrait eines Geistlichen im Iiloster-Habit vor. H. und Br. 2 Z. 
Flsßhbaßh: Maler zu Wien, den wir 1855 als guten Künstler ge- 
riihmt fanden. Er malt Landschaften und Architekturstiicke. Nä- 
here Nachrichten konnten wir nicht erhalten. 
Fischer, Johann Bernhard, von Erlach, ein berühmtcrArchi_ 
tcht und der Vater eines ebenfalls berühmten liiinstlcrs, des Ju- 
seph Emanuel Freiherrn von Erlach, deren ilfßlilißiilUllläClle Werhc
        

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