Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1728793
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Finelli, 
Carlo. 
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beiten aus; darunter auch die lYIodelle zu den zwiilf vergoldeten 
Löwen für den König von Spanienu- Einige seiner Statuen 'und 
Basreliefs zieren die Iiapelle des heiligen Januarius. Endlich wollte 
Finelli Rom wieder sehen, starb aber bald nach seiner Ankunft in 
dieser Stadt.  
Finßlli, Carlü, ein jetzt lebender italienischer Bildhauer, der um 
1800 geboren wiäräe. Er awiteft 2311310]!!! und lieferte bereits meh- 
rere Statuen um usten. ir "an" en Jesonters einer Gru. JG mit 
Amor und Psyche erwähnt, die sehr reizend. und meixslzcrhaft 
ausgeführt ist. Auch seine drei tanzenden Huren, Mars, und die 
Venus wurden öffentlich genannt. Eine lebensgrosse Venus besitzt: 
dcr Herzog von Devonshire, ein VVerk vol] Grazie und Schönheit. 
Eineandere Venus ist unter dem Namen der Venus tlella cnnchi- 
glia bekannt. In einem grossen Basrelief stellte er die funt" Alter 
der Menschen dar; ITx-elllich ist sein Discobulos von 1829- 
Finelli ist Akademiker von S. Luca. 
Finger, Lanclschaftsrnaler zu Berlin {um 1790. Näheres haben wir 
über diesen Künstler nicht erfahren. 
Fmglnus, Tvlei, ein unbekannter Iiupferstecher, der die girosse Ver- 
suchung des heiligen Anton von Callot copirte. m Zwei Blättern.  
Das Blatt ist dem Grossherzog Ferdinand lll. von Toscana zu- 
geeignet.   
 Näher kennen wir diesen Künstler nicht. 
Flnl, GIUSBPPG, ein geschickter, jetztlebender Genremaler zu Flo- 
renh Man hat von seiner Hand mehrere Bilder, die in der An- 
ordnung und in der verständigen Vertheilxzng von Licht und Schat- 
ten Lob verdienen.  
Fmlgucrra, llICISO, ein berühmter Goldschmied und Nielleur zu 
Florenz. Die biographischen Nachrichten über diesen Künstler sind 
äusserst dürftig, und selbst mit seinem Namen hat es nicht volle 
 Richtigkeit. Man sollte ihn eigentlich Maso, d. i. Tomasö nennen, 
denn der Name Finiguerra gehört seinem Vater an. Gori nennt 
ihn daher Thomasus Finiguerrae, Tomaso de Finiguerra, was Tho- 
Üas, gier Sohn des Finiguerra bedeutet, {nach dein damaligen Ge- 
 raue e.    
Maso war ein guter Zeichner und auch in der Acluarcllmalerei 
vorzüglich. Man hält ih-n fur Masaccids Schüler, bei welchem er 
die Zeichenkunst erlernt haben könnte, doch wendete er sich in 
der Folge nicht der Malerei, sondern der Goldschmiedekxlnst aus- 
ßchlicisgnd zu. Er lieferte trellliche Werke in getriebener Arbeit, 
und besonders Ruf erlangte er im Niello. Die  
Waren damals sehr beliebt, das heisst, "inonochromatischc Eingra- 
bungen in Gold oder Silber {an Iiclch , Reliquienkiistcu , Pacen 
(Iiussbilder), Dolchgrilfen, {Säbeln unlihlDegen, Tassen, Agraffen. 
und Geschmeiclen für Frauenzimmer. Es wurden darauf geschicht- 
liche Vorstellungen, Blumen, Figuren u. s. w. niellirt, oder ins 
Metall eingegraben, utnsie mit einer rothen oder schwarzen Masse 
auszufüllen. 
Viele Schriftsteller behaupten, dass dem Maso Finiguerra die Er- 
Iindung der Iiupferstecherkuxist gebiihre. Die Veranlassung soll 
eine von TVIaso niellirte Pace mit der Krönung del- jylm-ia gegeben 
haben. Die Platte fertigte dergKiinstler für die Kir-ehe St, G10- 
vanni zu Florenz und nn Archive der Stadt ist eine lNotiz, dass 
Sie 1452 vollendet wurde, und dass Mast) 66 ßoldgulden,'ßi [im und 
6 Den. dafür erhalten habe. Dieses ist das einzige authentische
        

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