Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1728653
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Fidanza , 
FilliPPO' 
Fidanzio, 
Prospero. 
Der Brand von Borgo. ebenfalls nach Rafael. 
Der vomlireuze abgenommene Heiland von Maria gehalten, 
nebst der Magdalena, _nac_h Anuib. Curracci, ful. 
Der heil. Frilncläßlli, W16" 1l1_m St. Peter und Paul erscheinen, 
nach demselben, gr. 8. Geistvoll radirt.  
Das alte Theater zu Tivoli, in Adriaifs Vigne, nach J. Pannini, 
in 3 Blättern.  
Die heil. Euphemia, nach Andrea Camassei, gr, 3, 
Fidanza, FIIIPPÜ: Maler, der aus einer angesehenen Familie von 
Citta di Castello abstammte, aber zu Sabina um 171g geboren 
wurde. Er studierte zu Rom unter D11. Benefiale die Iiunst, be- 
mühte sich aber hierauf durch das Studium der grossen Meister, 
besonders des Guido Rein, seinen Styl zu veredeln. Letzteren 
ahmte er in einigen Tlxeilen glücklich nach. Gemälde von seiner 
Hand sieht man zu Rom in öffentlichen und Privatgebäudcn, so- 
wohl in Fresco, als in Oel. 
Der Tod ereilte diesen Künstler 1790. Er hinterliess drei Söhne, 
 die Ruf genossen: Franccsco, Gregorio und Giuseppe. Besonders 
galt der erste für einen Künstler von Ruf in Italien. 
Fidanza, GTBgOTIO, Landschaftsmaler, bildete sich unter der Lei- 
tung von La Croix, und hierauf waren es besonders Claude Lor- 
rain und Salvatoi- Rosa, die er mit allein Fleisse studierte. Diese 
Meister ahmte er täuschend nach, so dass selbst Kenner oft nicht 
im Stande waren, die Copie vom Originale zu unterscheiden. Er 
trieb einen Iiunsthanclel, und in seiner Sammlung fand man häufig 
Bilder von den beiden erwähnten berühmten Meistern, allein die- 
ses waren nur Copicn, die Fidanza fertigte, welche aber mancher 
Engländer für Original mit sich nahm. Auch in Rum sind mehrere 
solcher Nachahmungen; so besitzt der Fürst Chigi von Ficlanza 
eine höchst tiiuseheude Copie von Claude's Landschaft mit der 
Mühle im Hause Doria. Der Herzog von Bedford kaufte die znei- 
sten Bilder dieses Künstlers, und daher ist der grösste Theil der- 
selben in England zu suchen. 
Dieser Künstler starb 1820.  
Fxclanza, GIUSEPPB, Bruder des obigen, malte ebenfalls Land- 
schaften, die nicht ohne VVerth sind, doch kommen sie jenen des 
Gregorio nicht bei. Er genoss übrigens im Vaterlande einen eh- 
renvollen Ruf. 
Der Tod ereilte ihn bald nach seinem Bruder. 
Fldallza, FTQUCCSCO, Landschaftsmaler zu Mailand, der bei La 
Croix, einem Schüler Vernelfs, seine Kunst erlernte. Zu Anfang 
unsers Jahrhunderts studierte er in Paris die aufgehänften Kunst- 
schätze, und nach seiner Rückkehr galt er für den Landschaftsma- 
ler der Mode. Er malte viele Bilder, davon einige in den Besitz 
des Grafen Sommariva kamen, der sie in seiner Villa am Comcr- 
See aufstellte. Der Vicekiinig Engen erthßilte ilnn ebenfalls viele 
Aufträge. Er liess durch ihn die Seehäfen Italiens aufnehmen und 
malen. Jene von Lido, Malmnocco, Chiozza, Rimini und An- 
cona sind in der Brera zu Mailand. Uebrigens war er ein Mann 
von Talent. 
Dieser Künstler starb zu Mailand 1819 im 70. Jahre. 
Fidilnßlü, Prospero, Maler, der um 1650 zu Rom arbeitete und 
noch 1063. Sonst ist er unbekannt. 
        

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