Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1728330
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Ferranti 
oder" Ferrzmte 
 etc. 
Ferrara , 
Gelasio 
etc. 
Missale, ein Evangelienbuch und ein Epistolarium mit iiusserstem 
Fleisse ausgemalt. 
Diese Iiunstler blühten um 1500. 
Ferranti oder Ferrante, Giovanni Francescn, Cim, M? 
ler von Bolognfl. Gßßsfs Schüler. Er malte fiir die Kirchen zu 
Bologna und Piacenza, und starb 1652, ohngefiihr 52 Jahr alt. 
Ferranti, 0., Kiipferstecher, dessen Lebensverhältnisse unbekannt 
sind. Er stach die sieben freien Iiiinste nach M. de Vos, und eine 
heil. Familie ohne Namen des Malers. 
Dieser Iiiinstler scheint mit Claude FerrandiniEine Person zu seyn. 
Ferrantini, Claude- S. Ferfantlini. 
Ferrantml, Gabriele, Malen von Bologna, Gabriele dagli 
Occhiali genannt, Weil er sich von Jugend an der Augen liiscr 
bedienen musste. Er bildete sich_in der Schule des D. Caävart, 
aber bei ihiii spiirl: man auch den Einfluss der CarraccPschen Schule, 
die sich gleichzeitig erhob. Ferrantini warein guter Frescomalcr, 
wenig aber sind seine äilder in Oel. Mehrere Fresken hin- 
terliess er doch in ilden hirclien Bolognaß. Er bekam auch Schii- 
ler, da seine Weise besser gefiel, als jene des Calvart. 
Dieser Künstler ivurde um 1550 geboren, und um 1590 fällt seine 
Bliithezcit. 1 1 
Ferrantini, Ippolico, Maler und Bruder des obigen, bildete sich 
 in der Schule der Carracci, der auch jener gewogen war. Er malte 
einige gute Bilder, und wurde Mitglied der Akademie degli Inca- 
 xninati zu Bologna. Sein Todesjahr ist unbekannt. 
Ferrara, Steiano da oder Stafano Falza Galoni, ein zu Sei- 
Iier Zeit bedeutender Künstler, Zeitgenosse Squarcionds, wenn 
 nicht Schüler desselben. Vasari erwähnt seiner im Leben Mante- 
gna's und Fiorillo laubt, er sei der Schüler dieses Meisters gewe- 
sen. Vasari sagt, {dass Stefaiio wenig gemalt habe, und zur Zeit 
dieses Schriftstellers waren schon einige von da Ferraris Bilder 
zu Grunde gegangen. Stefano _inalte die Wunder des heil. Anton, 
um den Gotteskasten in der heil. _Iiirche zu Padua, und in St. Ma- 
ria in Vado zu Ferrara ist ei_n Bild des heil. Rochus von 1551 als 
das Werk eines Künstlers, dieses _Naineus bezeichnet. Ob dieser 
mit dem alten Ferrareser noch Eine Person sei, ist nicht ausge- 
macht. Es ist kaum möglich, denn Savanarola, der um 1430 schrieb, 
spricht in seinem Werke de laud. Patavii schon von den Wundern 
des heil. Antonius. Stefano da Farrara wird das Jahr 1500 nicht 
überlebt haben, und der Stefano, der noch 1551 malte, ist ein jün- 
gerer Künstler. 
FerrarayGelasio diNicolo di S. Giorgio da, ein Maler, aus dem 
15. Jahrhundert. hllan hält ihn für den Schüler des Griechen Theo- 
phanes aus Constantinopel, der in Yeneclig arbeitete. und für den 
ersten der Meister jener Schiile gehalten wird. Lililll III. 139 sagt, 
dass am Ende einer alten Ilandschrift des Virgil die Nachricht 
stehe, dass dieser Gelasio 1242 von Azzo d'Este, Fcrrarzfs erstem 
Herrscher, d"! Auftrag erhalten habe, den Sturz Phaetotfs zu 
malen, und dass der Bischof Filippo zu Ferrara voirihm eine mit 
dem Bilde des heil. Geor? gezierte Fahne zu haben wünschte, Nach 
Fiorillcfs Behauptung sol im Dome zii Ferrara eine Madonna mit 
dem Iiiiide, die Madonna dello Colona, von diesem alten Künst- 
ler herrühren.
        

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