Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1728304
Fernow, 
Ferrabosdd; 
CarI Ludwig. - 
öd. Forrabosco etc. 
283 
gen, ein grosser Tisch von Florentincr Mosaik, _ein vortreffliche: 
Werk. Auch van-fertigte der Iiiinstler für die Königin, den Herzog 
von Leuehtenberg u. a. yortrefflieh gearbeitete Tische. - Kunst- 
und Gewerbsblatt Nro. 61. 1320. 
Fernbaeh malt auch Bildnisse und Familienstiicke. 
FCPIIOW, Gar]. Ludwlg, Iiünsljler, Iiungtlqgnnef und I{I'ilili0l', 
wurde 1762 zu Bluxnenhagen in der Ukerinark geboren. Als der 
Sohn eines Edellsnechtes hatte er in seiner Jugend mit HiIIClCPUIS- 
sen zu kämpfen, und er musste als Schreiber eines Notars und dann 
als Alaothelier  Lehrling sein Fortkommen suchen. 111 Seinen 
Nebenstunden iibte er sich in der Zeichenlsunst und auch zur Poe- 
sie fiihlte er sich gezogen, bis er zuletzt der Pharmacie ganz ent? 
sagte, um sich seinen Lieblingstudicn zu widmen. Er malte jetzt 
Portraite und ertheilte Unterricht im Zeichnen, sah aber ein, dass 
sein Beruf nicht in der Ausübung der Kunst bestehe. Diesen er- 
kannte er in Italien, wohin ihn günstige Umstände führten. In 
Rom begann er unter Leitung seines väterlichen Freundes Carstens 
die Theorie und Geschichte der Iiunst, so wie die Sprache und. 
die Dichter Italiens zu studieren und acht Jahre brachte er in die- 
ser Stadt zu, bis er er 1803 nach Deutschland zuriickkehrte, wo 
er in Iena ausserordentlicher Professor wurde. Im folgenden 
Jahre erhielt er die Bibliothcliarstelle bei der verwittweten Herzo- 
gin Amalie und zog nach Weimar. Hier hätte Fernow in ungestör- 
ter Musse den Schatz seiner Kenntnisse verarbeiten können, wenn 
er nicht den zerstörenden Wirkungen einer Krankheit zur Beute 
geworden wäre. Er starb 1808 an einer unheilbaren Pulsaderge- 
sehwulst. 
Wir verdanken diesem Iiiinstler ein Werk unter dem. Titel: Rö- 
mische Studien, 5 Bände. Zürich 1806  8; ferner gab er heraus: 
Sitten- und Culturgemälde von Rom; Italienische Sprachlehre für 
Deutsche, 2 Theile. Tübingen 1804; Francesco Petrarca, nebst 
dem Leben des Dichters, herausgegeben von L. Hain, Leipzig 1818. 
Auch verdanken wir ihm schöne Ausgaben von Ariostds Orlando, 
von Dante's Commedia, von Petraroa, Tassds Jerusalem, von J. 
Winckelmann's Werken. 
FGFOII, Martin, ein französischer Bronzegiesser, begab sich 1650 
nach Italien, und fiihrte in Venedig einige WVei-lse aus , nebenan- 
dern die Basrelieis in der Saltristei von S. BIuise. 
Fcrbn, Caroline Mneq Malerin zu Brüssel, die bei Navßß ihre 
 Iiunst erlernte. Sie malt Genrestiiclsc, deren man auf den Kunst- 
austellungen sah. f 
Ferrabosco oder Forabosco, Girolamo, ein trelilicher Ma- 
ler, den Venedig und Padua als Landsmann ansiirechen. Er ar- 
beitete schon 1650 und lebte noch 1660, 111 Bosßiiiffs Zeit, wel- 
cher ihm und den Liberi unter den damaligen "Venediger Malern 
die erste Stelle einräumt. Ferrabuscu war auch ein edler und 
durchdrin endcr Geist, der den Iiiinstler gründlich befriediget, den. 
Iiunstfreuä vergnüglich fesselt, LlebllCltlißlll mit Iiraft verbindet. 
Er ist überall iiberlegsam und fleissig; seine Köpfe athmen Leben, 
50W"? 61' dieses überhaupt mit Macht zu erfassen wusste. Er ver- 
stand es auch die ganze menschliche Gestalt, mit Meisterschaft daf- 
Zlliißnellv was man in Gallerien durch seine Bilder hestätiget 511" 
det- 111 der Sammlung zu Dresden ist ein junges, mit Blumen be- 
ln-änztes naclites Weib, welches von der Hand eines Gerippßß 11111" 
fasst wird, eine in Farbe, Form und Ausdruck ganz vortreffllßllß
        

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