Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1728217
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Feltro , 
Morto 
- Fendi, 
Peter. 
derer arbeiten, um nicht mit dem Besteller in Berührung zu kom- 
men. Seine Gattin war die Tochter des berühmten SansuvinQ. Seine 
Tliätigkcit fallt in die Jahre von 1456-1476, wie F, von Rumßlu- 
versichert. Bottari setzt in seiner Ausgabe des Vasari die Blüthe- 
zeit des Künstlers um 1450. 
FBlITO, MOMO da; Grotteskenmaler, nach dessen Ablehen diese 
Art der Malerei sehr beliebt wurde. Vas-ari schreibt ihm sogar die 
Wiedererfindung dieser schon bei den Alten geübten Weise zu, 
und zur Vollendung führte sie Johann da Udine. lVIorto arbeitet; 
mit Gioräione zu Venedig, aber es ist von seinen Arbeiten dort 
nichts nie r vorhanden. In Rom inalte er unter Alexander VI. 
Dieser Künstler erreichte nur ein Alter von 45 Jahren. Der Tod 
ereilte ihn zu Zara, nach 1505, und Vasari dehnt seine Lebens- 
zeit bis über 1519 aus. Andrea Felti-ino war sein Schüler. 
Fexnema, Gabriel, Maler aus Palma auf Mallorca, der sich in der 
ersten Iliilfte des vorigen Jahrhunderts als Landsehaftsmaler Ruhm 
erwarb. Er zierte öffentliche und Privatgebüude mit seinen Bil- 
dern, und einige derselben kamen in den Saal der iSignoria zu 
Genua.  
Fendi, Peter, berühmter Historien- und Genremaler, auch Zeich- 
ner, geboren zu Wien _1'2'95, zeichnete schon in früher Jugend 
alles, was ihm von Zeichnungen, hupferstichen und Gemai den 
unter die Augen kam, fleissig nach, und erwarb sich dadurch ei- 
nen freilich unvollkommenen. aber doch für die Folge nützlichen 
Blick, Copien streng und geistreich vvieder zu geben. Den ersten 
Grund zur systematischen Anleitung; irn Figurenzeichiien, legte der 
berühmte Augenarzt und Anatoin Dr. Barth, der eine schöne Samm- 
lung vo-n Antiken, Statuen, von denen der herrliche Torsofangeb- 
lieh Ilioncus aus der Gruppe der Niobe) eine Zierde der Glypto- 
thek_ zu München ist, u. a. besass. Barth suchte den jungen Fendi 
auf das edle Verhiiltniss der Theile des Menschen, auf die Tiefe 
der Anatomie, auch vorzüglich auf die äussern idealen Formen der 
nie zu erreichenden Antiken aufmerksam zu machen. Eine neue 
Laufbahn eröffnete dem jungen Künstler der Präsident der Altade- 
mie der b. lzi., Graf Lainberg, der auf die Herausgabe seiner hegt- 
baren Sammlung etruskischer Gefzisse, die nachher der 1iaisei' für 
das k. k. Antiken-Iiabinet kaufte, sein vorzüglichstes Augenmerk 
richtete, und daher durch mehrere junge liünstler freie und strenge 
Cgpien machen hess. Fendi, der unter dieser Zahl vvar, war_denn 
da so glücklich, seine durch Earth's Anleitung eingeubte Fähigkeit 
in Anschauung tindNachempiinduiig der Antiken vielseitiger zu. 
zßigen, und sich die Huld des Grafen und die Achtung vieler 
Künstler und Gelehrten zu erwerben. Nach beinahe zweijahrigeni 
uneriniidlichcm Zeichnen nach diesen schönen altgricchischcn Va- 
seugemälden trat der junge Künstler seine eigentliche Laufbahn 
auf der k. k. Akademie an. Schnell waren die ersten Anfangsgründe 
der Historien-Malerei begriffen, und somit der Üebergang zu, den 
gmssen Antiken, Muclellzeichnen und Qelmalen, gemacht. Mit den 
Studien der Natur suchte Fendi vorzuglich die leichte und ge- 
schmackvolle Art der däliederländer-llllnler zu verbinden, wozu ihin 
die prachtvolle Gallerie des Grafen von Lauiberg wesentliche Dien- 
ste leistete. Teniers, Ostade, Rembrandt, CuyP,  130111! P, Put- 
ter, Burguiänon, Wßuwßrlhans 11- a- Waren in Hinsicht der Tech- 
nik, der Be euchtuüg, des Hellduukels und eines geschmackvollen 
Vortrags, seine Vorbilder. Hier brachte er mehrere Jahre zu, bis 
ihn der edle Graf dem verstorbenen Abbe Neumann, Direktor das
        

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