Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1727818
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Falconetto 0d. Faleonetta, Joh. lylaria.  Falda, 
Joh. Bapt. 
 Melpzxzoß Schüler, aber nicht so sehr Maler, wie als Baukiinstler 
ausgezeichnet, denn der Architektur widmete er vor allem seinen 
 Flciss. Er zeichnete alle alten Baudenkmäler seines Gebietes und 
auch in Rom stellte er Messungen nach den Ruinen an, und zeich- 
nete die antiken Sculpturen. Auch in Neapel setzte er seine Un- 
 tersuehungen fort.  
Nach seiner Rückkehr in Verona zog er das Augenmerk Kaiser 
Maximilizufs auf sich, fand aber doch sein Gliick nicht; dieses war 
 ihm indessen zu Padua günstiger. Hier vertraute ihm der Senator 
L. Cornaro den Bau seines Pallastes neben der Kirche des heiLAn- 
tonius an. _Man betrachtet in dieser die Loggia als ein Meister- 
 werk. 516 1st zwei Stockwerke hoch, jedes von fiinfArcaclen, un- 
ten von Dorischer, oben von Jonischer Ordnung. Von Falconetto 
ist daselhst auch die Dominicaner-Iiirche erbaut, ferner die Thore 
von St. Johanrf und Savanarola und eine Art Odeum, welches Ser- 
 lio die liotunde von Padua nennt. Dieses kleine und angenehme 
'  Gebäude nahm -Palladio als Modell zu seinem schönen Laudhause 
 der Grafen Capra, ebenfalls Botonda genannt. Den prächtigen 
, Pallast des Grafen Savorgnano zu Usopo in Friaul konnte er we- 
gen des Todes des Bauherrn nicht vollenden. Falconetto war von 
dem Studium des Alterthums beseelt. Er machte daher auch eine 
Reise nach Pola in Istrien, um die Tempel und Alterthiimer die- 
ser Stadt zu zeichnen. Er ging beständig mit grossartigen Pliinen 
um und verschmiihte desswegen Privataufträge, obgleich er keine 
Gelegenheit hatte, seine grösseren Plane auszuführen. Die Reise 
nach Rom war ihm gewöhnlich; oft ging er einzig desswegen hin, 
um hei einer vorgefalllenen Streitigkeit mit einem Architekten iiber 
die Angabe des Maasses irgend eines römischen Denkmals sich zu 
rechtfertigen. Er drang auch tief in das Studium des Vitruv ein, 
und er war zweifelsohne der erste, der in Venedig den guten Ge- 
schmack der Architektilr einfiihrte. Man glaubt, dass man dem 
Falconetto Vieles zuschreiben müsse, was als Michel Angelds Er- 
findung gilt. 
G. Zancon stach nach ihm einen Heiligen, welcher Kranke heilt, 
aus der Kirche St. Nazarico zu Verona; 8., im Umriss. 
FillCOIlGlZtO, Johann AIIIOII, Bruder des obigen, malte trefflich 
Thiere und Früchte. Diese beiden Brüder waren Abkömmlinge 
des alten Stcfano von Verona, welcher auch Zevio heisst. 
Gianantonio malte auch in Miniatur und viele seiner Arbeiten 
kamen nach Frankreich- In Roveredo, Trient und Verona sind 
auch Iiirchen- und Staifeleibildei- von ihm zu Hinten. Zu Sauce 
ist ein schönes Altarhlatt mit St. Nicolaus. 
Der Tod ereilte diesen Künstler zu Roveredo, doch ist es nicht 
bekannt, zu welcher Zeit.  
P3160111, Bernardo- s. Falcoue. 
Falconi, Bernardo Nello di Giovanni. s. Nello.  
Falcourt: Peter: wahrscheinlich Eine Person mit P. Iialconet. 
Fulda, JOilEinn Baptist, Zeichner und Kupfersteelieir, den auch 
Einige ohne siche-rn Grund Falta nennen. Er wurde zu Valduggia 
im Mßiliindischen geboren, doch weiss man nicht in welchem Jahre. 
Auch ist sein Todesjahr unbekannt; aus seinen ßliitteril aber er- 
hellet, dass er von 1669  1691 in Rom gelebt habe. Seinen Leh- 
rer kennt man ebenfalls nicht. 
Die lNei-kc dieses Künstlers stellen architektonische Ansichten
        

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