Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1727610
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Faccllino, 
Giuglio de].  Faccini oder Facini, 
Pietro. 
Mitelli seiner Schule betrachtet werden konnte. Er malte in St. 
Katharina und anderwärts in einem gediegenen und dgch zartem 
Style. Er war einer der besten Architektur- und Perspektivmaler 
von Ferrara. 
FEICClIiIIO, Gluho (181, Goldschmied und Schmelzmalep zu F10. 
renz, der bei Anton Pullajuoln lernte. 
Dieser geschickte Künstler blühte um 1490. 
FGCCi, Franz, Maler von Verona, von welghem aber Pozzo Nr. 73, 
nurxvvcisi, dass er F. Ricci's Schüler gewesen, und 1621 gestorben, 
FtlCCl, Gar]; wohl Eine Person mit C. Faucci. 
Facciate, delle, Beiname des B, Barbatelli oder Poccetti. 
Facclnl, BEIFIOlOITIBO, Maler zu Ferrara, wo er Bildnisse und Al- 
tarblätter malte, besonders aber durch seine gemalten Basreliefs 
und bauhiinstlerischell Verzierungen Beifall fand. Er war hierin 
G. da CarpPs Nebcnbuhler und nach Einigen Schüler dieses Mei- 
sters. Im Stadthause zu Ferrara malte er die estenser Fürsten, fiel 
aber vom Gerüste und starb 1577, ungefähr 57 Jahre alt. Bei je- 
ner Arbeit war ihm sein Bruder Girolamo behiilflich. Dieser scheint 
nur nach Bartolomeds Zeichnungen gearbeitet zu haben, dann ei- 
gene Erfindungen sind von ihm nicht bekannt. 
FEICCiIIi oder P2101111, PIGCTO, -Maler und Kupferstecher, geb. 
zu Bologna 1562, est. 1602. Schon iiber die Iinabenjahre hinaus; 
trat er in Annib. äarraccfs Schule, m welche ihn dieser Meister 
mit gutem Willen aufnahm, weil er in einer Zeichnung FaccinPs 
ein tiichtiges Talent erkannte. Doch in der Folge bereute er seine 
That, denn die Fortschritte des Schülers reizten den Meister zur 
Eifersucht, es kam zu Streitigkeiten, und zuletzt soll Faccini dem 
Annibale gar nach dem Leben gestrcbt haben. Unruhigen Geistes, 
wie er warmertheilte er seinen Figuren eine Lebhaftigkeit und Be- 
wegung, die ihn mit Tintoretto vergleichen machte und die Car- 
nation wusste er so lebendig zu geben, dass selbst Annibale sagte, 
Facini scheine Menschenfleisch unter die Farben zu reiben. In- 
dessen ist. er ein schwacher Zeichner, ohne gründliche Kenntnisse 
der Anatomie, uncorreltt in den Händen, Hüpfen, und seine Figu- 
ren sind zu lang gedehnt. Zuletzt verliess er die Schule des Car. 
racci und gründete demselben zum Trotze eine eigene, der es 
; nicht am Zulauf fehlte. Doch stzrrb Faccini zu früh. 
Lanzi III. 150 deutsche Ausg. rühmt von seiner Hand das Ge- 
mälde der Schutzheiligen von Bologna in S. Francesco und Öfter 
malte er auch Iinabc-nreigen und Scherze, nach Art Albanfs, nur 
in grösseren Verhältnissen. Diese Darstellungen wurden geschätzt. 
 In der laönigl. Gallerie zu Dresden, sind von seiner Hand zwei 
verschiedene Bilder der Vermählung der heil. Catharina. Sie sind 
schön, in der Manier sehr viel an  Mazzola erinnernd, den 
er mehr. als den Curreggio nachgeahmt zu haben scheint. 
 Bartsch P. gr. XVIII. p. 270 legt ihm, folgende Blatter bei. Das erste 
beschreibt Malvasia als das VVerk eines Anonymus, der es nach An- 
nibal Carrzicci gefertiget. Mariette legt in einer handschriftlichen 
Note irrig dem Lud. Carracci die Erfindung bei, auch glaubt er, 
dass Brizio oder ein anderer Schüler des Carracci das Blatt gesto- 
chen habe. Gori gibt einen ähnlichen Gegenstand als das YVerl: 
eines Pietro de] Falcino, allein dieser Falcino ist in der Kunstge- 
schichte unbekannt, und Guri hat wahrscheinlich Facini schreiben
        

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