Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1727446
Johann 
van- 
Hubert 
und" 
197 
ten Hut auf und vor derBruSt trägt er das goldene Vliess. Isa- 
hella ist sehr schiin bekleidet, aber nicht so sorgfältig ausgemalt, 
als Philipp.  
In der Gallerie von Gotha ist von Johann F811 Eypk ebenfalls das 
Bildniss Philipp des Guten von Burgund, Brustbild im nnzugeneines 
llitters des goldenen Vliesses, ilcsseILStifter er ist. Diesen Fursten 
hat van Eycls öfter portraitirt; auf einem Bilde der Bßlfßrßßiäßben 
Sammlung hat einer der, das Christkind anbetenden, Iiiinlgq die 9e- 
sichtsziige desselben und auch in der Anbetung der Weise in Mun- 
chen hat der im Profil sich zeigende Iiopt des ersten Königs unver- 
kennbare Achnliehkcit mit Philipp dem Guten, Die meisten erkennen 
diesen Herzog auch auf einem Flügel des Gentcrbildes in Berlin, 
nur Passavant nicht, wie wir oben bemerkten. In der Guthaer- 
Gallerie ist noch ein anderes Bildniss Philipps von J. van Eyck 
gemalt, und eines solchen in Abeggß Sammlung haben wir HlJCn 
erwähnt. In der bezeichneten Gallerie wird dem J. (an Eyck 
noch ein Bild mit zwei Flügeln zugeschrieben, welches in der Mitte 
 die Anbetung der Könige zeigt und zu den Seiten die Beschnei- 
dung und wie Maria das Kind anbetet. 
Im königl. Museum zu Paris ist von J. van Eyck die Darstel- 
lung der lluchzeit zu Cana, ein" sehr schiin und reizend emaltes 
Bild mit edlen Gestalten, welches aber Einige doch diesem fiiinstler 
nicht beilegen wollen. Dagegen aber erklärt man ein kleines Gre- 
niältle mit Maria, die ein Exigel krönt, während St. Jose h das 
Christkind anbetet, fiir ein ächtes Werk des J. van Eyck. in die- 
ser Gallerie ist auch das Portrait eines Mannes mit einer Krause 
als van Eyclüs Werk bezeichnet. 
In Paris sind auch Handschriften mit Miniaturen, welche unter 
Philipp dem Guten in den Niederlanden verfertiget wurden. C11- 
nius (Notices et extraits des manuscrits de la Biblothcque Naliü- 
nale IV. 117) glaubt, dass in einem handschriftlichen Auszuge m15 
der Bibel mehrere Miniaturen von Nlargaretha van Eyck herrüh- 
ren dürften. Das Titelblatt, eine Federzeichnung, welches den 
bei]. Ilicronymus in einem gothischen Gebäude sitzend vorstellt, 
ist selbst der Hand des J. van Eyck wiirdig. Auch Willemin (M0- 
numentsfrangais inedits, Liv. IX) ist derselben Meinunrf. Aus- 
serdem gibt er noch lYIalercien aus dem Roman: lienaud de Mon- 
tauban, der sich in der Bibliothek des Arsenals zu Paris befindet, 
fiirArbeitenlohanrfs aus. Camus meint auch, dass die schönen Grau 
in Grau Malereien eines Romans iiber Iiarl den Grossen von 10K 
hann herrühren, oder dass sie wenigstens unter seiner Leitung 3115- 
gefiihrt wurden. 
Doch ist jenes Gemälde von 1575, das sich in den Monuments 
 de. la nlonarehie frangaise befindet und den Hubert van Eyck vor- 
stollcin soll, wie er liarl V. ein Buch mit Gemälden überreicht, 
 nicht von Hubert van Eyck, da dieser erst 1506 geboren wurde. 
Es finden sich in verschiedenen Sammlungen noch mehrere andere 
Bilder, welche dem J. van Eyrla zugeschrieben werden, allein nicht 
ideleisind ächt, andere nur aus der Scl-iule des llleisters. Sie alle 
ZlI-VCTZClCiIUCII verbietet der Raum; auch ist dieses mit Schwie- 
rigkeit Verbunden, du der Privathesitz nur zu häufig wechselt. Das 
VViclxtigste über diese berühmten [Vleisler haben wir in diesen Blät- 
 tcrn gegeben, und zwar mit den verschiedenen Ergänzungen und 
Berichtigungen, die seit dem Erscheinen der biographischen Werke 
ÜbCP die Van Eyck von Dr. Waagen und der. Jtiliaxiiia Schopßl?" 
liauer lwliüllnt wurden. Leztere gab ihr Werk: dnhann van Eyßli 
und seine Nachfolger, 133g zu Frankfurt bei Wihnanns herßlfä, 
und in dCmSClbeiI Üahre erschien zu Breslau Dr. Vtfaagenü 565""
        

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