Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1727412
'l 94 
Eyck , 
Johann 
un d 
Hubert 
van. 
den Einige Friedrich I., Andere Balduin VIII. nennen. Mit grosser 
VVahi-seheinlichkeit wird er fiir Iinrl den Grossen gehalten. 
Unter den gerechten Richtern erscheint auch Hubert und Johann 
van Eyck. Der erstere,_ fast ein Greis , reitet auf einem prächtig 
geschmückten Schimmel in stattlicher Iileidung, mit einer vorn anf- 
gesehlagenen, mit Pelz verbrumten lNIutze von seltener Form. Jo- 
hann hlat ublfr euiäm schYvai-zen 5211er im iäihes fetter-norm- mit 
einer taran lingen en eo denen ec ai e. eine {o fbedeckun 
ist turbanarlig. Den Rbeiter im Vorgruntleuiennt maii nach Caiä 
van Mander Philipp den Guten, allein Passavant sagt, dass er viel- 
mehr Iiarl dem Guten gleiche, iwelcher Flandern die neuen Insti- 
tutionen gegeben und die Rechtspflege verbessert hat. 
Die Haupttafel mit dem mackellosen Lannne hatte einen Schein- 
mel, worauf mit Leim- oder Eifarbe von Johann van Eyck die 
Hölle oder vielmehr das Fegfeuer gemalt war. Dieses Bild wurde 
beim Reinigen verwaschen.  
Wenn die Flügelstiieke gschlossen waren, zeigte die Rückseite 
eines jeden eine lebensgrosse Figur. Sie waren ursprünglich in 
einigen Theilen leicht colorirt, jetzt aber erscheinen sie grau in 
grau. Im ohereltffllxxeile  Altnres sieht man rechts die heil. Jung- 
frau in einem ioc ewii ten Zimmer, wie sie die Bothschaft des 
gngell: vernlillnlnt, die: auf deii eutgegenäesüatzten Seite sich zeigt. 
ane en sa man o en zwei sniende Si  en in der Tracht der 
Zeit mit einem grosseil Turban auf deni Kopfe. Diese Sibyllen 
(Erythraea und Cuinana), und der untere Theil gehören zum Zim- 
mer, worin die Verkündigung vorgestellt ist. 
Die äussersten Flügel der untern Abtheilung des Älteres stellen 
die grau än grau gfxllläiliäll Figuren 3er kleiden Johannes dar, nach 
Art von tatuen.  u' em einen er itte bilcler sieht man das 
Bildniss des Stifters Jodocus Vyd oder Vyts, und auf dem andern 
jenes seiner Gemahlin Lisbetta Borlout, kniend, ihre Andacht ver- 
richtend, zwei vortreliliehe Bildnisse, von J. van Eyclfs eigener 
IIand. Man glaubte früher irrig, dass sie den Hubert van Eyek, 
dienSchwester Margaretha oder die Frau eines der Brüder dar- 
ste en. 
Auf dem alten Rahmen dieser vier letzten Bilder, welche den 
untern Theil der Aussenseite bildeten, ist folgende Inschrift: 
Pictor Hubertus ab Eyck, major quo neino repertus 
lncepit pondusque Johannes arte secundus 
Fratre perfecit, Judoci Vyd prece fretus 
VersV seXta Vos ßoLLoCat aCta tVerI. 
Ans dieser Inschrift geht hervor, dass Hubert das Werk begon- 
nen' und Jghän es, vollendet, und zwar aus Auftrag des Jodocixs 
V d, den . 31 1452- 
yNach diesem berühmten Genterbilde fertigte Michael Coxcie für 
Philipp II. von Spanien eine Copie, denn die Kirche iibeirliess 
ihm das Original nicht. Diese Copie zierte lange die Kapelle des 
alten Pallastes zu Madrid, bis sie General Belliard nach Brüssel 
Schichte, wo sie zuerst bei Dansaert-Engels und dann bei Nuens-La- 
tullr ZümsVerkaut' ausgestellt war. Die Fi ur von Gott Vater und das 
Hauptbild der Anbetung des Lammes sind jetzt im königl. Museum 
zu Berlin; Maria und Johannes den Täufer erstand schon 1820 Iiö- 
gig Ludiwig von Bayern; die beiden Fliigelbilder mit den singen- 
en un musicirenden En eln, so wie die vier mit Streitern und 
Bißhtßfll, den Pilgern und Eginsiedlern kaufte 1825 de? Prinz von Ofg- 
nien. Diese schönen Copien vollendete Coxcie 1559. Er erlaubte 
sich öfters vortheilhafte Aenderungen. 
Eine zweite alte Copie dieses Altarbildes; auf Leinwand gemalt,
        

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