Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1727123
Euthyches, 
Aegäus. 
Euthymos. 
165 
der b- Ii- bei den Griechen S. 33 findet es nicht unwahrschein- 
lich , dass dieser Euthus einer fisiihern, als der Kaiserzeit an. 
gehöre. I  
Euthyches ACgGäUS, der Sohn oder Schüler des Dioscurides, 
schnitt die Büste der Miuerva in einen bleichen Amethysl, und 
bezeichnete das Werk mit seinem Namen: ETTTXHC A-IÜCKÜT- 
PIAOT AIIEAIOC EU. Abgeb. ist dieser Stein bei Stosch, 
Nro. 511. Er zeichnet sich durch die Schönheit und Tiefe des Schnit- 
tes aus, und daher erscheint der Kopf im Abdrucke nicht im Profil, 
sondern ganz , was bei der Schwierigkeit des Eingrabens sehr Sel- 
ten vorkommt. Ob der Name Dioscurides den Vater oder den-Mel- 
ster bedeute, ist nicht genau zu bestimmen.  
Eutychides, Bildhauer von Sicyon. um 0]. 120. Er war ein Schii- 
ler des Lysippus und besonders für Antiochien beschäfti et. Für 
diese Stadt fertigte er die Tyehe, eine reich bekleidete irau mit 
einer Mauerkrone, in nachlässiger Stellung auf einem Felsen (dem 
Berge Silpion) sitzend, Aehren oder eine Palme in der Rechten hal- 
tend, wie zu ihren Fiissen der Fluss Orontes mit halbem Leibe 
sich empor hebt. Um sie standen, sie kränzend, Seleukus und An- 
tiuchus, innerhalb eines vi-ersäuligen oifenen Tempels (rerpanuivioxa) 
Nach dieser TITXH, wie Pausanias sie nennt, -die aber mit Unrecht 
von einigen Archäologen Furtuna genannt wird, wurden sehr viele 
Städtegöttinen Asiens gebildet.  
Im Pallaste des Asinius Pullio zu Rom sah man seinen Liber 
Pater aus Marmor. Er fertigte auch die Statue des Eleärs Timost- 
henes, der zu Olympia im Iinabenlauf den Sieg davontrug.  
Eutychides scheint auch Maler gewesen zu seyn, er ist aber ver- 
schieden von einem andern Bildhauer dieses Namens. Dieser war 
aus Milet und der Sohn des Zoilus, wie aus der Inschrift erhel- 
let, die Sponn lVIiscellan. p. 547 zuerst beigebrachtshatn  
Euthycrates, Bildhauer, Sohn und Schüler des Lysi pus, um 
Ol. 120 lebend, zu einer Zeit, in welcher die sicyonisclhe Schule 
noch blühte, und besonders der Erzguss noch in alter Vollkommen- 
 heit und in edlem Style geübt wurde, von Euthycrates sogar; mit 
l mehr Strenge (austerius), als es der Geschmack der Zeit bil igte. 
Lysippus hatte drei Söhne, Bedas, Daippus und Euthycrates, der 
letztere aber war der bedeutendste. Er eiferte dem Vater mehr im 
Fleisse als in dem Gefailligen nach und strebte mehr nachdem 
Ernsthaften, als nach dem Angenehmen. Seine lobenswerthesten 
Arbeiten waren der Herliules zu Delphi, Alexander, der Jäger 
Testis und seine Söhne, das Reitergcfecht, die Statue des Tropho- 
nius bei dem Orakel desselben, mehrere Quadrigen der Medea, ein 
 Pferd mit Iiörben beladen und Jagdhundf. Tatian benachrichtet, 
dass der Künstler auch Hetären dargestel t habe. Ueber die Qua- 
drigen S. Sillig catalogus artificum p. 211. 
Enthymxdes, liest man auf einer Vase von Canino mit der merk- 
würdigen Beischrift; HO AOAIOT EAPAQZEN. Raoul-Rochette 
(Lettre ä Schorn p. 7,) liest das A archaistisch stattI und IUPFIOT 
 statt AOAIOT, so dass Euthymides der Sohn des Gorgias gewesen. 
 Dieselben Worte wurden auch fiir Sohn des Lolios erklärt, oder 
statLHÜÄTOAIOE. genommen.  
Dieser Euthymides erinnert sehr an den von Plinius erwähnten 
Maler Euthymedes. 
Ellthymos, wird YtJnRanul-Hochette (Lettre ä Mr. le duc de Lbl)" 
nes) unter die slcxhanischen Stcmpelschneider gezählt. 
        

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