Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1727090
1362 
Eupalinus. 
Euphranor. 
Frankreich. Abgeb. bei Mongez Iconogr. Rom. 91. 55. N0. 3. 
Brzicci tah..75.  
 Man hat auch Medaillen mit dem Bildnisse dieser Julia, und 
Prinz von Piombino besitzt ihre Büste. 
Enpalinus , Architekt von Mcgara , Sohn des Naustrophus. Seiner 
erwähnt Herodot lib. III. 60 als eines Künstlers, der eines der 
 grössten Bauwerke Grichenlai-ids ausgeführt hat. Es war dieses 
die VVasserleituiig auf Samos, die durch einen iftl Tolsen hohen 
Berg ging, den Eiipalinus durchgrub. Er lebte zur Zeit der Ty- 
rannen. die an Wasserleitungen, Canälen, Fontainen Bewunde- 
riingswvurdiges leisteten. Auch Eupalinus leitete das Wasser in 
eine Fontaine.   
Den Namen Eupaliniis führte auch- der Vater des Dädalus. 
EUPhQS wird von Baoul-Iiochette (Lcttre a M. le duc Luynes sur 
les graveurs des monnaies greciliies) für einen Graveur zu Hera- 
lslea gehalten, weil auf einer Medaille von Heraklea (Sestini Mus. 
Fontana Tom. III. tab. t lig. 12) mit ganz kleinen Buchstaben PI- 
411-10 zu lesenist; statt PPIJAC aber glaubt er, inüsse EPDAC cor- 
rigirt werden, weil letzterer Name auf den Münzen von Thuriiim 
vorkommt. Wahrscheinlich ist Riphas der Name einer Magistrats- 
person und der Name des Künstlers muss in den Buchstaben 43A 
gesucht werden. Iiunstblatt 1832- Nro. 42. 
EUPlIPZIUOT,  berühmter Maler, Bildhauer, Erzgiesser und Toreut, 
wurde auf dem Isthinus von Corinth geboren, und zwar zu ei-_ 
ner Zeit, iri- welcher sich zu Athen und in der Umgegend eine 
neue nachweisbare Succession zusammenhängender Kunstschulen er- 
hebt. Euphranor und Lysippos setzten die Schule des Polyclet, 
 die Ar ivisch-Sicyoiiisclie, fort, deren Augenmerk immer mehr auf 
körperliche Wolilgestalt und die Darstellung athletischer und he- 
roischer Kraft gerichtet gewesen war. Als Maler nennt ihn Pli- 
nius XXXVrdo. 25 denjenigen, qiii Primus vidctur expressisse di- 
gnitates heroum, so wie er denn überhaupt in Helden und Göttern 
ausgezeichnet war. Euphranor stellte, wie Parrhasius, canonische 
Bildungen auf, und schrieb ein Werl: uber die Proportion, das 
noch zu Plinius Zeiten vorhanden war. Er entfernte sich von dem 
Untersetzten des Polyclet, indem er in Rücksicht der Verhältnisse 
die Körper schlanker, die Köpfe und Gelenke aber etwas stärker 
hielt. Das System schlankerer Proportionen wurde indessen erst 
von Lysippus harmonisch durchgeführt und hernach in der grie- 
chen liunst vorherrschend. Ansser dem Werke über die Propor- 
tion schrieb Eiiphranor auch noch ein Werk über die Farben. 
Von Euphranor iverden noch folgende Bildwerlte genannt: 
Paris, eine Gestalt, von welcher man rühmt, dass man darin zu- 
gleich den Richter zwischen den drei Göttinnen, den Gelieb- 
ten der Helena, und den Tödter des Achilles wahrnehme. Im 
Mus. Pio- (Element. in Rom ist noch ein sitzendes Marmorbild 
des Paris vorhanden, das man für eine Nachbildung des erze- 
nen Bildes von Euphranor zu halterrgencigt ist. Durch diese 
Statue jviirde bestätigt werden, dass Euphranol- die Würde 
der Heroen darzustellen verstanden habe. 
Zu Rom sah man von ihm eine Minerva mit dem Beinamen "Ca- 
g tulina", weil  Lutatius Catulus sie am Fusse des capitolinischerl 
Tempels geweiht hatte. Dast-lbst war von seiner Hand auch ein 
Bild des Bonus Eventus, eine Darstellung, die wohl mit dem 53m- 
Sd; öaiiiwv des Pi-axiteles gleichbedeutend ist. Dieserßonus even- 
tus, d. h. der Genius des guten Gedeihens der Pflanzen, ist der in
        

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