Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1727058
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Ettinger, Joseph Carl.  Etzdorf, Johann Christian Michael. 
Ettmger, Joseph Garl, Landschaftslnaler. wurde zu München 
1805 geboren. Er erhielt in den Schulen Münchens seine Jugend- 
bildung und 1817 trat er als Cadet in das Artillerie Corps, konnte 
aber der Liebe der Iiunst nicht widerstehen und daher verliess 
er die Militärsehule, um auf der königlichen Akademie der Künste 
unter liobell und Wagenbauer dem Studium der Landschaftsmale- 
rei obzuliegep. Gegenwärtig besitzt Ettinger in München das Ge- 
schäft eines Chaircuitier, er malt aber zu seinem Vergnügen noch 
immer Landschaften. 
Ettlmger- s. Edlinger. 
Elity, lvvlulam; Historien- und Landschaftsinaler zu London, ei- 
ner der vorziiglichsten Künstler seines Landes, geb. um 1798. Er 
erlernte die Anfangsgründe der Kunst auf der Akademie zu Lon- 
don, und hierauf besuchte er Italien, wo er besonders die Vene- 
netianer und Florentiner mit Erfolg studierte. Im Jahre 1825 kehrte 
er wieder in sein Vaterland zurück, wo er mehrere Bilder lie- 
ferte, die ihm allgemeinen Beifall erwarben. Etty besitzt eine reiche 
Erfiudungsgabe und in seinen Compositionen liebt er auch Reich- 
thum und Glanz  doch ist seine Zeichnung, besonders in den 
frühern VVerken, nicht von grosser Reinheit und Einfachheit. Sein 
Colorit ist glänzend und reizend, in der Hauptwirkung aber öfter 
etwas zerstreut. Sein Pinsel ist kräftig, aber dennoch erreicht er 
die Freiheit und Iiraft des Pinsels nicht, wie VV. Hilton. Auch 
hat er weniger Natur-Wahrheit als dieser Meister, und Passavant 
(Kunstreise durch England etc. S. 507) sagt, dass in allen Wer- 
ken, die er von Etty gesehen, bei unglücklichem Talente ein 
gewisses Haschen nach dem Ausserordentlichen, Seltsamen, Pikan- 
ten, oft auch Lüsternen, herrsche, ohne tiefen Sinn und Origi- 
nalität. 
Im Jahre 1822 wurde Etty's Gemälde mit Venus und Cupido ei- 
ner vorzüglichen Erwähnung gewürdiget, und 1831 war unter den 
von ihm ausgestellten Bildern jenes das bedeutendste, welches die 
Magd der Judith vorstellt, wie sie lauschend am Zelte des Holo- 
fernes wartet, bis ihre Herrin den Usurpator ermordet. Passavant 
nennt dieses ein Bild von sonderbarer Wirkung und von schwarzem, 
doch kräftigem Ton. Die Wahl des Gegenstandes würde Passavant 
als ganz verunglückt betrachten, wenn das Bild nicht zu einer 
Folge von drei Gemälden gehörte, welche für die schottische Alia- 
demie der schönen Künste zu Edinbni-g bestimmt ist, 
Dieses Gemälde lsam indessen auch im Iiunstblatte zur Sprache, 
und da wird es ein sehr edles Werk genannt. Man bewunderte 
den Ausdruck des Interesses auf dem Gesichte der Magd, die hier 
als Hauptfigur erscheint, und den allgemeinen Ton der Färbung in 
der Behandlung des Lichts findet man wahrhaft erhaben. 
Etty verdient auch als Landschaftsmaler genannt zu werden. Seine 
Landschaften zeichnen sich durch warnte Tinten, durch Leben und 
Wahrheit aus. Auch trelfliche Zeichnungen liefert er. 
William Etty ist akademischer Künstler. 
EIZÖOPII; JOhEIUII Christian Michael, Landschaftsmaler von Pös. 
neck bei Neustadt an der Orla in Sachsen, WO e? 1801 geboren wurde. 
Er erhielt auf der Akademie der bildenden Künste zu München 
seine Bildung zum Künstler, und er behauptet als solcher bereits 
einen hohen Rang. Sein Pinsel schuf mehrere treifliclie Daniel- 
langen aus der nordischen Natur, die in Deutschland und in Schwe- 
den mit allgemeinem Beifalle aufgenommen Wurden. Im Jahre 1820
        

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