Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1726745
Engelbreclxtsen, 
Cornelius. 
Engelhardt, ljaniel Friedrich 
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ren zu trefilichen Gruppen vereiniget und in den Köpfen dersel- 
ben War Adel mit Grazie vereint.  
Viele Bilder dieses Künstlers sind zur Zeit der Bilderstürmer zu 
Grunde gegangen, und daher sind sie jetzt nicht in grosser Zahl 
zu finden. In der k. k. Gallerie zu Wien ist ein musterhaftes Al- 
tarblatt mit Flügeln, auf welchen die Donatoren init St. Georg und 
St. Catharina zu sehen sind. Das Mittelbild stellt die lNIadonna 
mit dem Iiinde auf dem Throne vor, und einEngel bietet liirschen 
dar. Piechts liest ein Alter im Buche, wahrscheinlich Joseph. Die- 
ses Bild trägt ein Zeichen von drei verbundenen Iireuzen, älm- 
licli einem andern, welches sich auf einem Flügel-Gemälde mit der 
Kreuzigung und den anbetenden Stifteru ini Museo zu Neapel 
befindet.  
In der Sammlung des l-Irn. Aders zu London wird dem Engel- 
brechtsen eingrosses Bild der Kreuzigung zugeschrieben, und im 
Museum zu Brüssel sieht man seinen David, der von seinem Pal- 
laste aus die badendc Bathseha betrachtet. Im Vorgrunde empfängt 
der König sie mit Gefolg. In der Architektur und in der Darstel- 
lungsweise weicht dieses Bild von der alten Strenge ab. In dein 
Bildersaal der St. Morizliapelle zu Nürnberg ist von seiner Hand 
gemalt eine Abnahme vom Iireuze.  
Cornelius Engclhrechtsen hatte auch einen Sohn gleichen Na- 
mens, der gemeiniglicli Cornelis Iiunst genannt wird, und daher 
rubrizirteu wir ihn unter Kunst. Einen andern Sohn dieses 
Künstlers S. Lucas Cornelisz. 
Ellgßlllard, ein Mönch des pfälzischen Klosters Reichenbach, für 
welches er zwei Orgeln verfertigtc. Er fertigte auch das Bildniss 
der heiligen Jungfrau und an die Fenster der Klosterkirche malte 
er die Lebensgeschichte der Heiligen. 
Dieser liuiistfertige Mönch lebte unter dem Abte Johann Strol- 
lenfelder zu Anfang des 15, Jahrhunderts.    
Engclllardt, Daniel FrlßdrlCh, gewesener Offizier des französi- 
schen General-Stabs und vUnterpriifelit, ein_ mit den, vielseitigsten 
Talenten ausgestatteter Mann. Ein seltenes Talent besass er zur 
Malerei, das er der Landschaft zuwandte. Früher hatte er sich 
eine kurze Zeit mit Glück iiider Miniatur versucht, in drgen voll- 
konnnenerer Behandlung er zufällig vom dänischen Hofmaier Hoyer 
Anweisung erhielt. Für die Landschaft benutzte er bei einem mehr- 
jährigen Aufenthalt in Cüln den Piath des 'schätzbareniMalers Hof- 
mann; die tiefern Weihen der Iiunst aber verdankte er zum Theil 
dem berühmten Mannsliirch, mit dem er Freundschaft stiftete. An- 
fangs hielt er sich an die Tuschmanier; in seinen letzten 20 Jahren 
aber ergriff er die Oelmalerei, in welcher er sich durch das Stu- 
dium der Meisterwerke in den Gallerien zu Aachen und Düssel- 
dorf, so wie nach jenen iin königlichen Museum zu Paris, aus- 
bildete. Zuletzt fand er auch Gelegenheit niederländische Gemäl- 
desainnilungen zu sehen, doch galt ihni bei diesen seinen Studien 
fortwährend die Natur als erste Fahrerin. Er durchzog die untern 
Rheinlande, die heimathlichen Vogesen und in fiiiif Reisen durch- 
spähte er auch die Schweiz und die italienischen Alpen in ihren 
seltsamsten und prachtvollsten Revieren. Er entwarf überall Skiz- 
zen und Studien mit sicherm Blick und leichter Hand, und führte 
sie dann in Oelbildern aus, die anfangs ebenfalls nur das Ansehen 
geistreichcr Skizzen hatten, welchen er aber in der Folge eine Vol- 
enduug gäb, die dem Urheber eine bleibende Stelle in. der Kunfl- 
welt sichern wird. Zuletzt beherrschte er die technischen Schmü-
        

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