Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1726734
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En gelbrecht , 
Nlartin. 
Engelbrechtsen , 
Cornelius. 
 P. G. Hai-der und J. G. lYlichel, ersteres nach J. Sauter, letzteres 
nach G. Eichler. 
Die Aussicht des Schlosses Schönbrunn hat er mit Pfelfel zu, 
Wien gestochen, und nach SandrarUs Zeichnung brachte er Com- 
positionen aus OvicPs Verwandlungen in Iiupfer. 
 Engelbrecht starb 1755 im 65. Jahre. 
Engelbrecht, luarliln, Iiupferstecher und Bruder des obigen, ar- 
beitete mit diesem in Gemeinschaft, und um 1708 hielt er sich eine 
Zeitlang in_Berlin auf, Wo er die Porzellankammer in Charlotten- 
burg auf einem Folinblatte darstellte. "Ueberdiess kennt man von 
ihm noch mehrere Bildnisse, eine Menge Prospekte, perspektivische 
Ansichten, und mehre andere Darstellungen, die er für seinen Ver- 
lag fertigte. 
 x Er starb 1756 im TQuJahre. 
Engelbrecht, Paul Friedrich, M316.- zu Augsburg, wg er auch 
einen Iiunstverlag hatte, für den er selbst einiges stach. Er starb 
1776 im 51. Jahre.  
Engelbrecht, COTIJBlIS, ein Name, den man ohne hinreichenden 
Grund einem alten deutschen Iiupferstecher beigelegt hat, weil 
sich auf Blättern von 1466 und 67 die gothischen Buchstaben 
 E und S finden. Manchmal steht das E allein, manchmal E S 
und daher glaubten einige mit nicht sicherem Grunde, der Meister 
heisse E. Stern. Dieser alte interessante Künstler ist also noch im- 
mer als namenlos zu betrachten und daher heisst er auch gewöhn- 
lich der Meister vom Jahre 1466, und unter dieser Rubrik 
werden wir ihn neben andern anonymen, oder bloss durch figiirliche 
Zeichen hekanntenliiinstlern mit seinen Werken aulTiihren.  
Engelbreehtsen, 00111911115, einer der vorziiglichsten Maler sei- 
ner Zeit, wurde 1468 zu Leyden geboren, wo 161" auch 1555 starb. 
Er bildete sich durch das Studium nach den Werken der van Eyck, 
deren damals viele vorhanden waren. Einige seiner Werke waren 
noch in 'I'empera ausgeführt, andere aber in OB]: und 61' Wird S0- 
 gar für den ersten gehalten, der nach sfan Eylfs TßCl der 08m1!"- 
hen sich bediente,_was nicht der Fall ist. S. Johann van Eyek- 
Bei wein er das technische Verfahren mit denselben erlernt, weiss 
man nicht, doch könnte es Rogier van Brügge, der Schüler J. van 
Eyclfs, gewesenseyn, der ihn mit den technischen Mitteln der 
Oelmalerei vertraut gemacht hätte. Engelbrechtsen besass grosse 
 Gewandtheit in Führung des Pinsels und auch in seiner Zeichnung 
herrscht Correktlieit. Man schätzte daher seine Werke, und eini- 
 gen derselben wurde ein Ehrenplatz auf dem Rathhause zu Leyden 
angewiesen, Dahin kamen aus der Kirche Marien Poel zwei Altar- 
bilder mit Flügeln, von denen das eine den Heiland am Kreuze 
 zwischen den Schächern, unten Johannes und Maria mit andern 
Personen zu Fusse und zu Pferde vorstellte. Auf dem rechten Flü- 
gel stellte der Künstler das Opfer Abrahanfs und auf dem linken 
die eherne Schlange dar. Das zweite Bild stellt die Abnehmung 
vom Kreuze und auf den Flügeln kniende Verehrer dar. C. van 
Mander sah 1600 daselhst eine Temperamalerei mit der Anbetung 
der Könige, und aus dieser wollte er den Beweis ableiten, dass 
Engelbrechtsen der Lehrer des Lucas von Leyden gewesen. 
Für das Hauptwerk unseres Meisters hielt man die Darstellung 
des mystischen Lammes mit sehr vielen Figuren, ehedem in der 
BegräbnissvCapelle denHerren von Lockhorst, das aber 1604 von 
Leyden nach Utrecht in den Besitz des H. van den Bogaert, ei- 
nes Schwiegersohnes des Lockhorst, über-ging. Die Figuren wa-
        

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