Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dumet - Gallimard
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725323
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1726685
Ender, 
Enderlein , 
Caspar. 
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Griinling besassen einen auserlessenen Kranz treißlicher Gguache- 
Zeichnungen aus seiner frühesten Zeit. Im J. 18_10 errang er einen 
Preis in der Landschaftszeiclmung nach Duvxvier. 1312 unter- 
nahm er einen seine Portfeuilles reichlich fiillenilexi Ausflug nach 
Salzburg und die ganze Iiette der norischen Alpen- 
Sechs kleine radirte Blätter aus dem Prater, aus dem Umkreise 
des Schneebergs , Waltersdorf und mehrerer Gegenden um Wien 
(bei Artaria) gehören insgesanunt jener friiheren Epoche an- Von 
1817 ist das Oelgeniiilde einer ausgezeichnet schönen Waldgegend 
im Prater und im Sommer eben dieses Jahres traf Endcr das glück- 
liche Loos, die Reise nach Brasilien mit zu machen. Er War mit 
dem Legationsrath Baron Neveu auf der Austria und seine aller- 
ersten Zeichnungen gehiirten dem fürchterlichen Sturme an, den 
diese Fregatte, gleich nach ihrer Ausfahrt auf der adriatischen See 
erlitt. 
Das den brasilianischen Sammlungen angehörige Portefeuille die- 
ser Reise enthält bei 900 Zeichnungen von Pola, Malta, Gibraltar, 
Genua, Lissabon , aus Rio-Janeiro und anderthalbhundert Stun- 
den iiber selbes hinaus, bis in die Niederlassung St. Paul. 
Nach seiner Piiichliehr aus Brasilien hielt er sich fiinf Monate in 
VVien auf, und nach dieser Zeit begleitete er den Fürsten lYIctter- 
nich nach Italien, wo er jetzt als akademischer Pensionär I; Jahre 
auf das eifrigste den Studien oblag. Er suchte sein Talent im 
Oelmalen mehr auszubilden. Bilder aus dieser Zeit sind im Besitze 
der Herzogin von Lucca, und grosse Studien nach der Natur er- 
warben einige Gesandte. 
Ueberdiess brachte er eine beträchtliche Anzahl von grössern 
und kleinem Zeichnungen und halbvollendeten Gemälden mit Dar- 
stellungen aus dem Umlareise der ewigen lioma, von Neapel, Flo- 
renz, Subiaco, Palestrina und aus den Bädern von Lucca nach 
Wien zurück. Er betrat diese Stadt 1822 wieder und im folgenden 
Jahre erhielt er vom Fürsten Metternich den Auftrag, mehrere An- 
sichten des Salzkanunergutes zu malen, von denen er 12 eigen- 
händig radirte. Im Jahre 1826 ging Ender nach Paris, um das 
Iiunsttreiben dieserl-Ianptstadt kennen zu lernen, und 1829 erhielt 
er den Auftrag, drei grosse Ansichten der k. k. Patrimuzlialherr- 
schaft Persenbeug für das Schluss daselbst zu malen. 
Im Herbste desselben Jahres begleitete Ender den Erzherzog Jo- 
hann nach Gastein, um für diesen Meciinas hier mehrere Ansich- 
ten aufzunehmen. Diese Reisen wiederholten sich bis 185d all- 
jährlich und die Ausbeute derselben ist eine bedeutende Anzahl von 
ausgeführten Aquarellzeichntixigen , im Besitze des Erzherzogs. In 
neuester Zeit brachte er noch verschiedene Oelbilder zur Ausstellung 
und Iiaiser Franz ertheilte ihm noch kurz vor seinem Tode den 
Auftrag als Geschenk fiir den Iiaiser von Russland sechs Ansichten 
von Miincheugriitz in Böhmen aufzunehmen. 
Die von Th. Ender radirte Folge von 6 Blättern hat folgende 
Ansichten: Guttenstein auf ZWCiCflCi Art, in Neuhaus , in Muclien- 
dorf, Buchberg und in Wiesenthal; qu. fol. 
Enderle, Johann BaPtlSll, Maler zu Donauwiirth, wo er in der 
zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts lebte. Er malte Altarbil- 
der und in Fresho.  
Enderlem, GEISPGY, Giesser und Ciceleur von Basel gebiirtig, der 
aber nach Doppelnmyr in Nürnberg seine Kunst iibte, wo_er 1655 
auch starb. Man findet die Initialen seines Namens auf silbernen 
Geschirren mit Figuren und andern Verzierungen.
        

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