Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1720455
Cornelis 
o der 
Cornelisz , 
Jakob. 
Cornelisz, 
Lucas. 
91 
Auch glauben wir mit Bestimmtheit annehmen zu dürfen, dass un- 
ser Künstler mit jenem Meister, der seine Gemälde und Holzschnitte 
mit dem Monogramme bezeichnete, welches man auf Werner von 
Ossanen oder VValther van Assen deutet, derselbe ist. Oostsanen, 
ein Dorf in Waterlantl, ist daher der Geburtsort des Jakob Corne- 
lisz, und aus Oostsanen entstand die Verdrehung des Namens in 
021111011, Hassanen, van Assen. Des Taulname Walther beruht auf 
lseinem Grunde, und er ist vermuthlich nur aus der irrigen Deu- 
tung des lYIonogrammes entstanden, indem man das lVl mit dem 
eingeschlossenen V. für VV. genommen. 
Carl van Mander nennt den Jakob Cornelisz einen ausgezeich- 
neten Künstler, und dieses ist der bekannte Munogrammist. Da-_ 
für spricht die zweite, aber alte Ausgabe einer Folge von Holzi 
schnitten mit dem angeblichen Monogramme des Walther van As- 
sen. Es ist dieses die Leitlensgeschichte des Erlösers, unter dem 
Titel: Historia Christi patientis et rnorientis iconibus artificiosissi-A 
mis delineata per Jacobum Cornelisz, Bruxellae aputl Joan. Mom- 
martium 1651- Dieser Name stimmt zwar nicht ganz mit dem lVIo- 
nogramme überein, und man müsste es daher mit: Jakob, Maler 
von Assen, erklären. Dass der Monograinmist nicht allein Form- 
schneider, sondern auch Maler gewesen, beweiset ein herrliches 
Gemälde, welches das Haupt Johannes des Tiiufers in einer silber- 
nen Schüssel darstellt, mit demselben Monogramme und mit dem, 
Jahre 1524 bezeichnet, wie uns einer unserer Correspondenten 
versicherte. 
Die Gemälde dieses Cornelisz, welcher auch als der zweite Leh- 
rer des J. Schorecl bekannt ist, sind fast alle zu Grunde gegangen, 
vermuthlich durch die Bilderstürmer. Er scheint sich, als Bauern- 
junge von Oostsanen, durch eigene Kraft, durch Muth und Aus- 
dauer einzig und allein den VVeg zu seiner Höhe gebahnt zu ha- 
ben, auf welcher er als einer der berühmtesten Künstler seiner 
Zeit in den Niederlanden ehrenvoll stand. Seine Gemälde, welche 
die Kirchen und Altäre zu Amsterdam und jene der benachbarten 
Städte schmückten, trugen das Gepräge grosser VVahrbeit; denn er 
malte Alles, so viel möglich, nach der Natur, vor allem die Ge- 
wlinder, welche er ganz vorzüglich in aller Eigenthümlicbkeit der 
Farben und StoiTe darzustellen wusste. Carl von Mander erwähnt 
besonders einer Abnahme vom Iireuze, wozu Sclioreel die Laud- 
schaft malte. 
ln der hönigl. Sammlung im Haag hat man eines seiner Gemälde 
irrthümlich dem  Messys zugeschrieben: die Tochter der Herudias. 
Ticozzi spricht sich über diesen Künstler, den er Giacomo Cor- 
nellyz nennt, bestimmt aus. Er lässt ihn 149.5 in der Nähe von 
Amsterdam geboren werden, doch wissen wir nicht, worauf er 
seine Angabe stutzt. Wenn der Meister schon" 1512 einen berühm- 
ten Namen hatte, so muss er früher geboren worden seyn. Auch 
kann er nicht bis 1567 gelebt haben, wie Ticozzi behauptet. Er 
dürfte um 1550 gestorben seyn. 
Cornelisz hatte auch einen Bruder, Namens Buys, und einen 
Sohn, Dirk Jalaobz. 
Ueber die Holzschnitte des Cornelis s. W. van Assen. 
Cornelis , 
Wilhelm. 
Schorecl. 
0013151152: LuCaS, genannt der Koch (den Rock), oder wie ihn 
Walpole nennt, Lueas Cornelii, Maler von Leyden, studirte die 
Kunst unter seinem Vater Cum. Eugelbrechtsen, und be ab sich 
mit seiner Familie nach England in die Dienste Heinricik VIIL
        

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