Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1720229
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Constantin, 
Abraham. 
Contarini , 
Giovanni. 
fael , in der Grösse des Originals und bis zur Verwechslung treu; 
die Venus nach Titian, BafaePs Fornarina, die Madonna della Seg- 
giola, alle uhngefaihr in der Hiihe eines Schuhes, in der Zeich- 
nung, im Charakter und im Hanptton getreu nachgeahmt. Er co- 
pirte auch Ge'rard's Bildniss nach dem Gemälde im Pitti, und für 
die Manufaktur zu Sevres IiafaePs Madonna del Granduca in der 
Grösse des Originals. 
Constantiix kehrte 1826 wieder nach Paris zurück, und lebte da. 
bis 1852 in 'l'häitigheit. In diesem Jahre wurde er vom Könige der 
Franzosen nach Rom geschickt, um BafaePs lYIeisterwcrke in den 
vatikanischen Stanzen zu cnpiren. Im Jahre 1855 sah man auf der 
PariserJiunstausstellnng die Messe von Bolsena und die Schule 
von Athen, zwei treffliche Copien. 
Dieser Künstler beschäftigte sich indessen nicht immer mit Co- 
piren, er versuchte sich auch in eigener Composition. In der Tu- 
riner Sammlung ist von seiner Erfindung die Einnahme von Tro- 
cadero, welche 1825 durch die französische Armee erfolgte, und. 
an welcher der jetzige König, als Prinz von Carignan, Theil ge- 
nommen hat. Hier ist die Cumpusition nicht weniger unbedeutend 
als der Gegenstand, während seine Copien wegen des Farbenzau- 
hers und der Feinheit in der Ausführung überall gerechte Aner- 
kennung fanden. 
Constantin malte auch mehrere Bildnisse, und forderte anfänglich 
für das Stück 60 LouistVor, eine Summa, die er später wegen des 
zu grossen Andranges der Bestellungen auf 100 LuuiscYui- erhöhte. 
001113301? d, Ivry, ein geschickter Baunmeister zu Paris, der sich um 
die Mitte des vorigen Jahrhunderts bemühte, clen guten Geschmack 
aufrecht zu erhalten. Er verfertigte die Zeichnungen zu dem Iilo- 
ster und der Kirche von Panthenmoixt, baute das Belvedere des 
Schlosses St. Cloucl, und auch der Bau der lüagclalencnluirche auf 
dem Platze Ludwigs XV. wurde ihm übertragen. Er lieferte den 
Plan zu diesem grossartigexl Unternehmen, und den 13. April 1764 
wurde der Grundstein gelegt; den Bau selbst sah jedoch der Künst- 
ler nur bis zu 15 Fuss emyorsteigeu, weil ihn 1'277 der Tod 
überraschte. 
Contant war Architekt des Herzogs von Orleans. Er schrieb euch 
ein Werk über die Baukunst. 
001113811111, Giovannl, ein Bilduiss- und Historienmaler, geh. zu 
Venedig 1549, gest. zu Prag 1605- Er war Anfangs Notar, verliess 
aber den Advokatenstand, um sich der Malerei zu widmen, in wel- 
cher er sich den Tintoret zum Studium wählte. Später folgte er 
ganz der Weise Titian's, und ward einer der bessern venetiani- 
schen Maler seines Zeitalters. Seine Ilauptstiirke war im Purtraite, 
dem er, bei einer meisterhaften Behandlung, die höchste Aehnlich- 
lteit verlieh. S0 erzählt man, dass seinem Bildnisse des lVIarcu 
Dolce die Hunde und Iiatzen des Hauses als ihrem Herrn schmei- 
chelten. Er verstand es indessen auch. sehr gut, mythologische Ge- 
genstände darzustellen, uucvauch inyllandgemültlen war er treFf- 
lieh. Voll Leben und tretllich colorirt ist die Auferstehung in S. 
Francesco, und daher hält sie Lanzi ll. 178 Cl- Ausg. Eiir eines der 
schönsten Deckengemälde in Venedig. Diese Stadt hat überhaupt 
schätzbare YVerlte von ihm, und auch im Auslande finden sich 
solche. Vieles arbeitete er am Hofe HudolpHs 11., wo er sich die 
liitterwiirtle erwarb.   
In den Tfabellae selectae der Catharina Bltina sind zwei Blätter
        

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