Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719579
Cleophantuq. 
Clerc, 
Sebastian 
den Jupiterstatnen wird dieses ausdrücklich berichtet. Dem Pliniul. 
zufolge wer-fertigte Cleon auch Bildnisse von Philosophen. Ob die- 
ser liiinstler auch Maler gewesen, oder oh der Maler Cleon des 
Pllnlllö eine von diesem Künstler verschiedene Person sei, ist un- 
ausgemacht. Meyer's liunstgesch. der Alten I. Q4. II. 91. 
Clßophantus, ein Maler von Corinth, der nach Plinius zuerst sich 
der Farben aus zerriebenen Scherben bediente. Dieser oder viel- 
leicht ein anderer Clcophantus folgte, dem Berichte des Cornelius 
Nepos zufolge, dem Demaratus nach Italien, um den Verfolgungen 
des Tyrannen Cypselns zu entfliehen. Dieses geschah um Ol. 40, 
und somit ist Cleophantus einer der ersten Curinlhischen Maler. 
"l 
ßlßopbrades, ein Vasenmaler, dessen Name sich auf einer Vase in 
der Sammlung des Hrn. Fussati-befindet. Das Geläss wurde bei 
Curnetu gefunden, und hat noch beigeschrieben: xLFlIAE .     Z, 
 was R. Eochette auf das Vaterland des Künstlers deutet, auf Ama- 
sti-atos, daher das Ganze in AIYIAZTPATIATUE ergänzt werden 
 könnte. Man dürfte daher in- Amastratos eine solche Vasenfabrili 
annehmen, aus der wir eine Menge von Qcfäissexi übrig hätten, die 
im Styl mit jenen von Agrigent und Selmus auf eine auffallende 
VVeise übereinstimmen, was ein neuer Beweis wäre, dass viele oder 
die meisten etrushischen Vasen aus griechischen Culonien durch 
den Handel dahin gekommen sind. Das Ganze bleibt aber eine 
Vermuthung, bis andere Zeugnisse Gewissheit gewähren. Lettre i: 
M. Schorn, sur quelques noms (Partistes omis ou insöräs ä tort 
äans le cat. de Dr. Sillig , par B. Rocbette. Paris 1852. 
ClßfG, Sebastian lß, vorzüglicher Zeichner und Stecher mit der 
Nadel und dem Grabstichel, geb. zu Metz 1037, gest. zu Paris 
 1714. Er lernte die Anfangsgründe der Iiunst von seinem Vater, 
einem geschickten Goldschnnede, und kam von da nach Paris, um 
eine Stelle bei dem Ingenieurcorps zu erhalten, wurde aber von 
 Carl Le Brun bewogen, sich ganz der Stecherkunst zu widmen, 
worin er sich so sehr auszeichnete. Er war in Allein stark. Die 
Landschaften, die Gebäude, das Wasser, sagt Watelet, sind in sei- 
nen Stichen mit ausgesuchtem Geschrnacke behanrlelt. Seine TvIa- 
nier zu bekleiden ist einfach und schon, die Formen seiner Figu- 
ren sind zierlich und richtig, die Köpfe edel und ausdrucksvoll; 
einige Punkte deuten darin den Ausdruck mit ausgesuchter Fein- 
heit an. Er hatte sich nach Le Brun, und, wie es scheint, nach 
Rafael und der Antike gebildet. Sein Styl ist gross, die Zeichnung 
correkt und dasßlnstruxnent mit Leichtigkeit geführt. Die VVerke 
dieses Hiinstlcrs werden daher wegen der gcistreichen Ausführung 
und der zarten Behandlung beinahe höher geachtet, als die des 
Callot. Mit Meisterschaft weiss er eine Menge kleiner Figuren in 
engem Raume darzustellen. Sein Werk ist sehr beträchtlich, denn 
es beläuft sich an 3000 Stiicke. Besonders gut sind seine Aetzuil- 
gen. Seine Hanptwerke sind mit dem vollständigen Namen be- 
zeichnet, andere mit S. l. G. f. Darunter sind Landschaften, Hi- 
storien, Schlachten, Belagerungen und Thiere. Man hat ein Ver- 
zeichniss seiner Blätter unter dem Titel: Catalogue raisonnä de 
1' oeuvre de Sebastien le Clerc, chevalier romaiil etc. par Ch. A. 
Jßmhert. Avec la vie du cclcbre artiste, 2 Yol. in 8. 
Im Jahre 1715 gab schon Vallemont ein Eloge de Mr. le Clerc, 
ßveß le eatalogue de ses ouvrages et des röflexions sur alueiques-uns 
des principaux heraus.  
im Jßllvß 1714 erschien zu Paris sein Traite -d' architcctura avec 
1 i-
        

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