Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1720141
60 
Compagnoni, 
Sforza 
Cav. 
Conca , 
Sebastiano 
Cav. 
stämme mit seltenem Fleisse aus. Sein Bruder Ignazio malte Ge- 
schichten mit grosseil Figuren. Sie blühten um 1680. 
Compagnoni oder Compignoni, Sforza Cawn, einer am im- 
sten Zöglinge Guido RenPs, malte einige 'l"nf'eh1 ganz in der Weise 
seines lYIeistei-s. Er war von Pllacerata und Mitglied der Akademie 
von S. Luca zu Rom um 1650- 
cOnlpardel, Miniaturmaler und I7reunci des berühmten G. Dow, 
dessen Portrait er malte. Nach einem Iiiiixstler dieses Namens, oder 
nach dem unsrigen, haben G. Edelink und Trouvain gestochen. 
Compaviva, Beiname des J. YVcyermann. 
COIIIPB, Jan T80, ein geschickter Landschafts- und Architektur- 
Maler, geb. zu Amsterdam 1713, gßst- 1761- Früh seiner Aeltem 
beraubt, kam er zum Landschaftsmaler Dirk Dalens dem jiingern, 
und widmete sich vorzüglich dem lNIalen und Zeichnen von Städte- 
ansichten in der Dlanicr des van de Berheydens und des J. van 
der Heyden, den er in seinen besten Stücken erreichte. Er malte 
Mehrere: für Ilerrn van de Velde zu Amsterdam und für Herrn 
Ryreveld. Auch andere Iiunstliebhaber suchten Gemälde von ihm 
zu bekommen, und zwar für ansehnliche Preise diejenigen seiner 
besten Zeit. Das Paar wurde gewöhnlich um 5  600 fl. bezahlt, 
und fiir die Ansicht des neuen Marktes zu Amsterdam, welche er 
für Van de Velde malte, erhielt er 2000 fl. Dieses ist indessen eine; 
seiner Hauptwerke. Sein letztes VVerk von Belang war eine An- 
sicht des Dorfes Ryswyk bei Haag. 
Das wohlgleichende Portrait dieses Künstlers, von J. Bilys ge- 
malt, kam in den Besitz des H. Van de Velde. Einiges wurde nach 
ihm auch gestochen. 
Einige geben das Todesjahr Ten Compe's um 1789 an. Van Eyn- 
den und vgn der Willigen Gesch. der Vaderland. Schilderkunst I1. 
81. benaehrichten, dass man schon 1761 seinen Tod bedauerte. 
60111126, 10, die Künstler dieses Namens s. Lecomte. 
C0303, Sebastlano G315, ein Historienmaler, geh. zu Gaeta 1676, 
gest. 1764. Dieser Iiiinstler lernte bei Solimena und ging 1706 
nach Rom, wo er sich niederliess, um sich in der Zeichnung zu 
vervollkommnen. Er malte bis in sein vierzigstes Jahr eine Menge 
Bilder, die ihn berühmt machten; nun aber kehrte er wieder zur 
Reissfeder zurück, und zeichnete fiinf Jahre lang des besten Alten 
und Neuen, so viel er nur konnte; allein seine an das lYInnierirte 
gewohnte Hand konnte das Bessere nicht erreichen. Er erkannte 
dieses selbst und kehrte wieder zur Malerei zurück, worin er eben- 
falls nicht von Manier frei war; doch galt er bei dem gesunkenen 
Geschmacke seines Zeitalters für einen ausgezeichneten liiinstler. 
Er war ein Anhänger des P. da Certona, fruchtbar an Ideen, be- 
henden Pinsels und sorgsam in der Ausführung. Sein Colorit ist 
glänzend aber manierirt. Die Leichtigkeit seiner Grundsätze laonnte 
die Iiunst nicht fördern, ja sie wirkte selbst in seinen Schülern 
verderblich fort. 
Conca zeichnete sich in Wandgemälden sowohl als in Kirchen- 
bildern aus, die er mit glücklich vertheilten Engelglorien auf eine 
ganz eigenthiilnliche Weise schmückte, welche vielen INIalern zum 
Beispiel gedient hat. Er malte uncrmiidet auch für Privatmiinner, 
und im Iiirchenstaate findet man kaum eine reiche Sammlung ohne 
ihren Conca. Auch in den Iiirchexi dieses Staates sind Gemälde
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.