Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1720115
Comande , 
Francesco. 
Comerio, 
Agostino. 
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Andreas scheint von diesen der jüngere zii seyn , denn er ist erst 
1627 ülS Mitglied der bezeichneten Bruderschaft eingetragen. 
Comaflde: FPEiUCCSCO, ein Messenier, lernte die Malerei bei 
Guinaccia und malte in dessen Gcschinache, der dem des POlIIlOPU 
ähnelt. Er arbeitete sehr oft mit seinem Bruder Giov. Simon e, 
der sich in der Veneiliger Schule gebildet hatte, und der Gelehr- 
tere war. Diesem werden auch Öfters die WVerlse des 131111106560 
beigelegt, obgleich er ini Geschinacke der Venetianer malte, jener 
aber Polidorist ist. Iienner werden daher die Arbeiten beider llrii- 
der zu unterscheiden wissen. Sinione ist 1588 geboren, Franceseds 
Geburtsjahr ist unbekannt. Lanzi I. 568. Anuierh. 
Comand"; dOhallns Historienmaler zu Turin, bildete sich in den 
achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Boni und lieferte 
mehrere Bilder, die grosses Verdienst haben. Später hani er nach 
Turin, wurde Mitglied der Akademie und einer der vorzüglichsten 
Professoren an derselben, und starb 1821 iin 75. Jahre. 
Colnarß Ottavio (lella, ein lWIaler der in Verona den Ruf eines 
, ,     
geschickten Künstlers erlangte. Er war ein Schuler von F. Pticci. 
Cßmendu oder Commendich, Lorenz, ein Veroneser, lernte 
die IYIalerei bei F. lYIonti, und stand um 1700 zu Mailand in dein 
Piufe eines guten Schlacliteninalers. Er arbeitete viel im Hause des 
Baron Martini. Sein beliebtestes Bild war die SClllilClllZ-IIUII Luz- 
zarra, welche Ludwig XIV. gewonnen hatte. 
congePlü, AgOSIlIIO, ein Historienmaler zu Mailand und Zögling 
(er Akademie dieser Stadt. Später besuchte er Rom zur Vollen- 
dung seiner künstlerischen Bildung, und hier beniitzte er seine 
Zeilt so wohl, dass er nzlichgeinef Riiixlilaelhiix in MaliilzäiiilAllialäl ge- 
rec ite Anerlciiniiii füllt. s na im 1 in (a. er auc i LlC ia einie 
unter die Zdlil lllfgf Mitglieder auf, und 1828 war er schon Pro- 
fessor an derselben. Im Jahre 1820 erwarb er sich durch ein Fresco- 
gemälde, das er in S. Satiro zu lYIaiiand ausfiilirte, verdientes Lob. 
Nicht minder ehrenvoll ist fiir ihn eine griissere Reihe von Gemäl- 
den dieser Art, die sich in der Kirche Madonna della Bocciula 
an! Berge Orta befinden. Sie bestehen in biblischen Darstellungen, 
die grosse Leichtigkeit des Pinsels beurkunden und auch in Bezug 
auf den innern Iilunstwvertli Lob verdienen.  
Besonderes Lob erhielt auch ein grosses Gemälde mit lebens- 
gresseil Figuren, die Geschichte des Oedipus darstellend. Die 
Gruppe des Oedipus, der seine beiden Töchter umarmt, ist mit be- 
Wunderungswviirdigcr XValirlieit dargestellt, überall treffender Ans- 
drllck, gute Vertlieilnng des Lichtes und Schattens, und sorgfaltige 
Zeichnung, sowohl in den Köpfen als in den Extremitäten. AuCh 
Endet man in dieser zwanzig Köpfe starken Coinposition nirgcndS 
Pebßrlreibung, und die Farben vereinigen sich zu einem ruhigen 
iarnionischen Ganzen von kräftiger Wirkung.    
Sehr schon ist auch seine ltalia, die tiefbetrubt auf Appianis 
Graliinal einen Lorheerkranz legt. Im Jahre 182i eiltgivg aber das 
Genlalde, welches Rafael vorstellt, wie er seinen letzten Willen 
dflitlrl. eine Composition von 24 lebens rossen Figuren, dein Tadel 
ililtililt. lYIaii filläd die Beleuchtung niclit geluißgen, Eindfiäclibdiß 
ysiocrnomien ieten weni nteresse. Die Ne enwer te sin u er- 
lade" fin der Darstellung der Stoffe aber herrscht grosse Iiunst. 
(Jomerio lieferte indessen später noch mehrere gute Bilder, Su- 
l
        

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