Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1725205
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Dnghct, 
Nicolmls. 
-Ein dritten Bild der Eremitage aus Iluughtonhall: die Enthalt- 
samkeit des Scipio, ist ebenfalls durch liupterstich bekannt, so wie 
Esther vor Ahasverus in derselben Sammlung. Zweiandere schöne 
Gemälde stellen den verwundeten Tancred mit Erminia und den 
schlafenden llinaldo bei Armida dar. Drei Gemälde sind der Fa- 
'be_l der Galathea ewidmet. Aufeinem andern sieht man Neptun 
mit dem Dreizaclä, und sehr lieblich sind vier nackte Liebes- 
göttcr. Zwei grosse Gemälde zeigen die Schlacht des Josua, und 
die Niederlage der Amaleltiter. Die Anbetung des ehernen Halbes 
haben Poilly und Baudet gestochen. Ein solches Bild soll zu Neapel zu 
Grunde gegangen seyn und daher ist die Originalität des Peters- 
burger Bildespicht sicher. Zweitelhaft ist auch eine Iireuzabneh- 
mung, die Poxlly und Stella gestochen haben. In der Eremitage 
findet man ebenfalls eine tre liche Skizze zum Testamente des Eu- 
damidas in Copenhagen. 
Auch in England sind schöne Bilder von diesem Meister. In 
der Nationalgallerie ist eine der acht Landschaften, welche Baudet 
gestochen hat, Die Umgebung einer am Fluss äälegeneu Stadt, 
welche man zwischen üppigen Bäumen erblickt. aselbst ist auch 
ein bacchanalischer Tanz, nach Passavant (Iiunstreise etc. 19) 
höchst wahrscheinlich eines jener Gemälde, welche Poussin um 
1640 für den Cardinal Richelieu gemalt hat. Faune und Bacchan- 
tinnen feiern durch fröhlichen Tanz das Fest der VVeinlese, wel- 
ches Satyrn und Nymphen durch Ungestiim unterbrechen. Dieses 
Bild hemmt nach Passavanfs Angabe aus der Gallerie de Calonne. 
Die Nationalgallerie besitzt noch eine andere bacchanalische Scene, 
eines der vollendetsten und geistreich gemalten Bilder des Drleisters. 
Auch hier sind auf der Flöte blasende und tanzende Faune und 
Weiber dargestellt, mit dem wohlgenährten Silen. Dieses in den 
Schatten sehr klare Bild kommt aus dem Pallastc Barberini. 
Im Dulwich Cullege sind viele Bilder mit Poussixfs Namen be- 
zeichnet, abcr nicht alle iicht, wie Passavaxit versichert. Originale 
sind z. B. die Erziehung des Jupiter, der Triumph des David, eine 
kleine Himmelfahrt. 
Tn der Ilridgewater-Gallerie zeichnen sich unter mehreren Ge- 
nälden dieses Meisters die "bekannten sieben grosseu Bilder der Sa- 
lnumenle aus. Daselbst ist auch die Darstellung des Moses, wie 
er Wasser aus dem Felsen schlägt und die Geburt des Bacchus , 
beide, so wie die Sakramente, aus der Galleric Orleans. 
In der Devonshire-Gallcrie ist eine Darstellung der Schäfer Ar- 
kadiens, aber sehr verschieden von dem schönen Bilde im Pari- 
eer-Museuxxi und bei weitem nicht so anziehend in der Darstel- 
lung. 
In der Sammlung des Lord Cowper in Pensangar ist von N. 
Poussin das interessante Portrait des Bildhauers Fiamingho; eine le- 
bensgrosse halbe Figur von vorzuglicher Schönheit. 
In Wilton-House sind zwei grosse Bilder Dughefs, die nach 
Passavant besondere Beachtung verdienen: das eine mit dem gol 
denen Halbe, das andere mit dem Durchgang durch's rothe Meer. 
Es sind iiberdiess noch mehrere andere Bilder von Nieolaus 
Poussin in England und im Cabinete der Handzeichnungen im neuen 
Pallaste sind von seiner Hand auch zwei Bände mit Zeichnungen 
und einer mit Landschaften vuu Gaspard. 
Auch in deutschen Gallerien sind schöne Bilder von diesem Mei- 
ster. In München sieht man das Brustbild des liunstlers; die Ge-
        

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