Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1724949
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Dürer , 
Albrecht. 
Christus am Kreuze mit den drei Engeln. Es gibt zweierlei Ab- 
 driicke dieses Blattes; bei den ersteren ist der Engel nur im 
Brustbilde, und es besteht daher nur aus einer Platte. In den 
zweiten Abdriicken ist der untere Theil des Engels durch 
eine zweite Platte hinzugefügt. Die erste Platte ist 14 Z. 7L. 
hoch, die zweite 6 Z. 9 L. 
Das hinzugefügte Werk ist von einem andern, minder ge- 
iibten Holzschneider. Hievnn gibt es wieder verschiedene Ab- 
drücke. Die alten haben unten auf jeder Seite ein deutsches 
_Gebct, die ganz neuen sind in der Derschauischen Sammlung. 
Die Höhe des Schnittes ist 21 Zoll [4 L. und die Breite 15 Z. 
 6 Liu. 
Eine Copie nach dem zweiten Abdrucke erkennt man daran, 
dass man nicht die Platte bemerkt, welche den unteren Theil 
des Engels am lireuzstamme ausmacht. 
Die Dreifaltigkeit mit zwei Gruppen von Engeln, von denen ei- 
ner zur Linken das Kreuz mit Iirune, Buthe und Geissel hiilt. 
15H. H. 1:1 Z. 6  Br. 10 Z. 6 L. Dieses Blatt ist eine 
der vorziiglichsten Arbeiten, welche die Iiolzschxieidekunst 
hervorgebracht hat. Es ist schwer in sehr reineiuAbdrucls zu 
erhalten. Man hat es öfters cupirt, aber Keinem ist es gelun- 
gen, dasselbe nur in etwas zu erreichen. 
Eine seltene Cupie von der Gegenseite, mit Diirer's Zeichen 
 und ohne Jahrzahl, setzt Bartsch u. a. irrig unter Dürer? ei- 
genhiindige Iiupferstiche.  Sie ist Copie des Holzschnittes, von 
 demselben anunymen Meister, der das jüngste Gericht copirt 
hat. H. 5 Z. 5 L., Br. [i Z. 2 L. 
Die Olfenbzirung des Johannes, in einer Folge von 15 Bl. H. 
 10Z.fl--ÖL- 
_Von dieser Offenbarung Johannes gibt es drei verschiedene 
Ausgaben. Die erste ist nach Heller nicht jene, welche kei- 
 neu Text auf der Rückseite hat, wie Bartsch und nach ihm 
Ebert in seinem blibliograiphischenLexikon angeben. Die erste 
Ausgabe hat auf der Rückseite deutschen Text und den Titel: 
Die heimlich Olienbarüg iohanuis. 
Am Ende : 
Gedruckt zu Niirnbergk durch Albrecht Dürer maler 
nach Christi Geburt M. CCCC und darnach im 
xcviij jar gr. ful. 
Dieses Buch gehört unter die bibliographischen Scltenhciten, 
weil es die Iiunstliebhaber gewöhnlich zertrenucn, den weis- 
sen Rand abschneiden und in ihre Sammlungen reihen; daher 
ist es so selten gebunden zu finden. Es besteht aus 16 Bl. 
im grossen Landcharten Format auf sehr wveisses Papier ge- 
wlruckt, ohne Custodexi, Signaturen und Seiteuzahlen. Auch 
fehlen die grussen Buchstaben; der Text ist aus Iioburgerk 
deutscher Bibel entlehnt. 
 iVIui-r in seinem liunstjournal (II. 160) und nach ihm Roth 
behaupten irrig, die erste Ausgabe sei ohne Text erschienen. 
Die zweite Ausgabe ist von 1511 mit dem Titel: 
Apocalipsis  
Cü Figuris. 
Am Ende:  
Iuxpressa dcnuo Nurnberge p Albertum Durer 
pictorem. Anno chnsnano 
Millcsimu xünwantcsimo undccimo. 
D
        

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