Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Cleomenes - Dumesnil
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1719441
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1724817
Dürer , 
Albrecht. 
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IYIauer neben dem lhchgiebel bis an die Einfassungshnie, und 
in der Jahrzahl 1504 ist die 4 länglich, der vordere Theil 
etwas spitzig. 
In einer anonymen Copie steht am Rande: CHRISTUS MUL- 
TA PRO TE PASSÜS ES. 
Die kleine Passion: eineFulge von 16 Bl. von unglgwllef 61'555? 
H, [t Z. g  l; L., Br. 2 Z. 8  g L. Sie geboren zu Du- 
rcr's besten Arbeiten, die aber in guten Abdriieken schwer zu. 
erhalten sind, besonders die Heilung des Lahmen. Von dem 
Blntte mit Christus vor Pilatus gibt es eine anonyme tiiuschende 
Cqpie, die man an der Hellebarde oben links zwischen ZWEI 
Lanzen erkennt. Im Originale ist diese im Ober- und Unter- 
theile abgestumpft; während sie in der Copie die Form. eine? 
Siibelspitze hat. H. i; Z. I1. L., Br. 2 Z. 9 L. 
Auch von der Dornenlariinung 1512 gibt es eine trügerische ori- 
ginalseitige Copie von U. Kraus. H. d. Z. 5 L., Br. 2 Z.8 L. 
Das Original ist um eine Linie griisser.  
Zu dieser Sammlung, die man zum Unterschiede von der in Holz ge- 
schnittenen Passion, das kleine Leiden Christi nennt, gehört 
auch die Heilung des Lahmen, die mehrmals nicht mitgezählt 
wird, während man mit Unrecht den kleinen Ecce homo dazu 
rechnet. 
Diese Sammlung wurde oft copirt, aber es ist schwer, eine 
solche Copie vollständig zu erhalten; denn es finden sich häufig 
die Blätter verschiedener Copisten vermischt. 'Mehrere Gopi- 
sten sind namentlich bekannt, andere aber anonym. VonLam- 
bert lvlopfer (L. H.) beschreibt Heller 15 Blätter, bis auf die 
Heilung des Lahmen. Die Copien von Wilhelm de Haen (VV. 
D. H., Hanius) sind alle, bis auf die Hündewasehung des Pila- 
tus, von der Originalseite, und auf der Rückseite haben sie 
lateinischen Text eines Gebetbuchcs. Bartseh erwähnt davon 
16 Blätter. 
Die Copien des J. van Goosen (Goossens, Io G0.) sind alle. 
bis auf die Hiindewaschung, von der Originalseite, doch sind 
sie nicht genau. Einige dieser Copien kommen mit andern 
des Stempelius in dem Gebetbuche: Preces ac meditationes piae 
in mysteria passionis ac resurrectiouis D.N. collectae perGeor-  
gium Scherer 1680 vor.  
Mehrere Copieu der Blätter aus der Passion tragen die 
Adresse des J. C. Vischer; aber Heller glaubt, dass sie von 
VVierx seien., Die Copien mit der leeren Tafel schreibt man 
irriv dem Marc Anton zu, und auch Ulrich Kraus dürfte nach 
Ilellier nicht Antheil an jenen Copien haben, die nach seinem 
Namen genannt werden. Sie sind alle von der Originalseite. 
Die alten Abdrücke vor der Numer sind schön und sehr täu- 
schend, aber man findet gewöhnlich nur g Blätter. 
Virgilius Solis (V. S.) hat sie im Holzschnitt copirt. Diese 
Blätter wurden zu Gebetbiichern gebraucht, daher haben sie 
Text. 
Die Copien mit der Adresse W. Reich sind schlecht und mit 
Text auf der Rückseite. Eine andere Copie nennt man die 
Bundelcischc, weil der Antiquar Bundele in Bamberg in neue- 
rer Zeit die Platten erhielt. In dieser fehlt die Dornenkrö- 
nung, und die Blätter sind alle von der Gegenseite bis auf 
Christus am lireuze. Sie sind schön, aber man kennt den Ur- 
heber nicht. VViireu sie alle von der Originalseite, so würden 
sie den geiibtesten Renner in Verlegenheit setzen. Die alten
        

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